Viele Impulse und Ideen zu Führung und Management sind theoretisch. Dieses System ist anders – es ist praktisch. Du kannst es morgen anwenden und die Folgen unmittelbar in der Praxis erleben.
Das oberste Ziel dieses Ansatzes ist ein High-Performance-Team zu schaffen. Erstklassige Ergebnisse zu erzielen steht im Mittelpunkt.
Denn…
Erfolgreiche Führungskräfte tragen in hohem Maße zum Unternehmenserfolg bei.
Sie richten sich und ihr Team an den Interessen des Unternehmens aus – sie fragen sich stets:
- Was ist gut für das Unternehmen?
- Wie kann ich (mit meinem Team) noch mehr zum Erfolg des Unternehmens beitragen?
Bei diesem Führungsansatz geht es NICHT um Charisma oder Persönlichkeitsmerkmale. Es geht darum echten Mehrwert zu schaffen.
Wer das erreichen möchte, hat zwei Aufgaben:
- Alignment: Dies bedeutet einen Rahmen für Ziele und Prioritäten im Team zu schaffen. Ein strukturiertes Vorgehen zur klaren Priorisierung, gemeinsamen Abstimmung und dem stetigen Abgleich im Team.
- Empowerment: Du kannst mit deinem Team nur dann außergewöhnliche Erfolge erzielen, wenn du das volle Potenzial aller Teammitglieder nutzt. Bedeutet: regelmäßige Einzelgespräche und Coaching.
Kurz: Führung = Alignment + Empowerment
In diesem Artikel geht es nur um den ersten Teil – Alignment.
Hier ein Überblick:

Bigger Picture
Alles beginnt mit einem ganzheitlichen Verständnis des Unternehmenskontextes.
Stichwort: Unternehmerisches Denken.
Zentrale Fragen, die du dir stellen solltest, sind:
- Wie funktioniert das Geschäftsmodell?
- Was sind die zentralen Werte der Geschäftsführung?
- Was sind strategische Handlungsfelder des Unternehmens?
- Wer sind direkte Kunden des Teams?
- Was sind ihre Wünsche, Probleme und Anforderungen?
- Welche Aufgaben im Team sind wertschöpfend (und welche nicht)?
Wer ernsthaft zum Unternehmenserfolg beitragen möchte, sollte hier Zeit investieren. Es ist das Fundament für alles Weitere.
Es reicht nicht für 10 Minuten das Unternehmensleitbild zu lesen. Interviews mit internen Kunden (oder anderen Stakeholder) können hier ein erster Schritt sein.
Engpässe & Fokus-Themen
Der nächste Schritt ist der Startpunkt eines dreimonatigen Zyklus.
Es geht dabei um die folgenden Fragen:
- Wo liegen unsere größten Probleme/Potenziale im Team?
- Auf welche Themen wollen wir den Fokus legen?
Das Stichwort hierbei ist engpassorientiertes Denken.
Für einen klaren Fokus solltest du hierbei maximal 3-5 Fokus-Themen für die kommenden 3 Monate definieren.
Wöchentliche Check-ins
Wöchentliche Check-ins sind die Grundlage für eine effektive Zusammenarbeit im Team.
Check-ins sind eine wichtige Verknüpfung von Zielen (Warum ich etwas tue) mit den damit verbundenen Aufgaben (Was ich tue).
Kernfragen sind:
- Machen wir Fortschritte?
- Was hat geklappt (und was nicht)?
- Müssen wir etwas anpassen?
- Wo liegen jetzt unsere größten Hebel?
Check-ins sollten immer Raum für offene Diskussionen im Team und den Austausch unterschiedlicher Sichtweisen haben.
Quartals-Review
Am Ende des dreimonatigen Zyklus sollte ein Quartals-Review stattfinden. Ziel ist das Lernen und die Weiterentwicklung des Systems.
Das Quartals-Review dreht sich um zwei Themen:
- Inhaltlich: Wie sind unsere Ergebnisse zu interpretieren? Wurden die Ziele ohne Anstrengung erreicht und war es damit vielleicht nicht ambitioniert genug? Oder war das anvisierte Ziel zu hoch gesteckt? Welche anderen Hürden gab es?
- Organisatorisch: Wie war der Prozess für die jeweiligen Beteiligten? Was ist gut gelungen, was weniger gut? Was lässt sich beim nächsten Mal verbessern? Stimmt das übergeordnete Ziel noch, das wir erreichen wollten? Oder sollten wir uns ein neues Ziel stecken?
Diese 4 Elemente – Bigger Picture, Fokus-Themen, Check-ins, Review – sind nicht besonders kompliziert. Und trotzdem werden die wenigsten Führungskräfte sie nachhaltig umsetzen.
Warum?
Fehlende Disziplin.
Eine Kultur der Disziplin ist der Motor erfolgreicher Teams und Unternehmen.
Diese Erkenntnis teilt Jim Collins in seinem Weltbestseller „Der Weg zu den Besten“. In Podcastfolge Nr. 68 habe ich ausführlicher darüber gesprochen.
