Viele Ingenieure verkaufen sich weit unter Wert, ohne es zu merken. Der Grund dafür ist ein typischer und weit verbreiteter Denkfehler:
Jeder Mensch kennt seine Ziele, Aufgaben und Arbeitsergebnisse so gut, wie kein zweiter.
Doch oft gehen Ingenieure blind davon aus, dass sich ihre Vorgesetzten und Kollegen genauso gut mit diesen Themen auskennt, wie sie.
Die Folge ist dieses Gap.
(Im IntraMBA ist es das allererste, was wir tun: Dieses Gap zu schließen.)

„Wer ist Tim?“
Während meiner Zeit als Ingenieur im Mittelstand gab es auf diese Frage dutzende mögliche Antworten:
- Ein Ingenieur („Standard-Antwort“)
- Ein Qualitätsmanager
- Unser interner Berater
- Eine junge Führungskraft
- Ein Teamleiter
- Unser Nachwuchstalent
- Das jüngste Mitglied im Führungskreis
- Ein strategischer Denker
- Interims Betriebsleiter
- Potenzieller Geschäftsführer
Jede dieser Aussagen war korrekt. Es gibt immer unzählige Möglichkeiten, wie man von seinem Umfeld wahrgenommen werden kann. Die „Standard-Antwort“ ist in den meisten Fällen nicht ideal.
Meine Kollegen kannten mich nicht als Ingenieur, sondern als Geschäftsführer von morgen. Das war meine bewusst gewählte Positionierung.
- Ich habe dem Geschäftsführer des Unternehmens von meinen Ambitionen erzählt – und ihn um Rat gebeten, wie ich sie erreiche.
- Ich habe mit Kollegen über ihre Ambitionen und Ziele gesprochen – und sie nach Buchempfehlugen gefragt.
Seitdem habe ich es immer und immer wieder gesehen:
Du hast es selbst in der Hand, ob dich deine Kollegen und Vorgesetzten „nur“ als ganz normalen Ingenieur, oder als Geschäftsführer von morgen wahrnehmen.
