Der verdeckte Stellenmarkt: Jobsuche für Fortgeschrittene

Die meisten suchen Jobs nur dort, wo es alle tun: auf Stepstone, Indeed und LinkedIn – einem echten Haifischbecken. Das Problem: Die wirklich attraktiven Stellen werden dort oft gar nicht erst ausgeschrieben. Sie sind längst vergeben, bevor sie ein Portal je erreichen.

In dieser Folge geht es um den verdeckten Stellenmarkt: warum die besten Stellen nie öffentlich werden, welche drei Fehler die meisten Bewerber machen – und wie du systematisch über Unternehmen, Netzwerk und Persona an Chancen kommst, die kein anderer sieht.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Die guten Stellen werden vorher abgegriffen: Stellenbedarf ist oft schwammig, intern wird zuerst gefragt „Kennen wir jemanden?“, vieles steht nur auf der Website, Top-Rollen laufen über Headhunter – bevor etwas auf ein Portal kommt.
  • Drei häufige Fehler: nur der offene Stellenmarkt, Overthinking (Suche nach der „perfekten“ Stelle/Bewerbung) und schwache Verkaufs-Skills.
  • Jobsuche ist ein Verkaufsprozess: Du bist das Produkt, Lebenslauf und Anschreiben sind deine Marketing-Dokumente, das Gespräch ist dein Sales-Pitch.
  • Chancen finden über drei Kanäle: spannende Unternehmen, dein Netzwerk (gerade schwache Kontakte!) und die richtige Persona (dein künftiger Chef).
  • Werkzeuge: eine systematische Excel-Liste, ein optimiertes LinkedIn-Profil und kurze, personalisierte Cold Messages (plus 1–2 Reminder).
  • Die Mutigen werden belohnt: Fast niemand geht diesen Weg – genau deshalb funktioniert er so gut.

Verdeckter Stellenmarkt: die Kernidee

Wie der verdeckte Stellenmarkt funktioniert

Stell dir die Perspektive des Unternehmens vor: Eine Führungskraft hat Stellenbedarf – meist gar nicht messerscharf, sondern schwammig (viele schaffen eine Stelle, sobald der Business Case klar ist). Was passiert zuerst? Man fragt sich: „Kennen wir jemanden?“ Intern, im eigenen Netzwerk, oft auch zuerst intern ausgeschrieben. Wer in diesem Inner Circle ist, braucht keine Bewerbungsunterlagen – man kommt einfach ins Gespräch. Viele Stellen stehen außerdem nur auf der Unternehmens-Website (Nice-to-have-Stellen), und höhere Führungsrollen laufen über Headhunter und LinkedIn. All das passiert, bevor eine Stelle je auf einem Portal landet. Die Folge: Die attraktiven Stellen werden vorher abgegriffen – der öffentliche Stellenmarkt ist nur die Spitze des Eisbergs.

Die drei häufigsten Fehler

Erstens: der reine Fokus auf den offenen Stellenmarkt – dadurch viel weniger Optionen. Zweitens: Overthinking – die Suche nach der einen perfekten Stelle und der perfekten Bewerbung führt zur Paralyse, man kommt nicht ins Handeln. Drittens, der wichtigste: schwache Verkaufs-Skills. Gerade Ingenieure haben im Studium und Beruf wenig mit Sales und Psychologie zu tun – die Folge sind Lebensläufe und Anschreiben, die nicht verkaufspsychologisch optimiert sind, also weniger Gespräche und weniger Angebote.

Die Grundhaltung: Jobsuche ist ein Verkaufsprozess

Du bist das Produkt. Lebenslauf und Anschreiben sind deine Marketing-Dokumente, das Bewerbungsgespräch ist dein Sales-Pitch. Wer mehr und bessere Angebote will, sollte sich mit Marketing und Sales befassen. Der Prozess hat drei Stufen: passende Chancen finden, Einladungen zu Gesprächen bekommen, Gespräche meistern.

Stufe 1: Chancen finden – Unternehmen, Netzwerk, Persona

Geh systematisch vor – am besten mit einer Excel-Liste mit vier Reitern: Stellenausschreibungen, Unternehmen, Netzwerk, Persona. Unternehmen: Suche aktiv nach spannenden Firmen (Google, ChatGPT: „Wie finde ich in meiner Region spannende Unternehmen?“, LinkedIn-Keywords). Ein starker Filter sind Förderprogramme für junge, technologiegetriebene Firmen (Uni-Spin-offs mit Product-Market-Fit, oft bis 150–250 Mitarbeiter): Suchst du nach den Namen dieser Förderprogramme, findest du Firmen, die sie auf Website oder LinkedIn nennen. Hilfreich sind auch Branchenübersichten und Ranglisten attraktiver oder schnell wachsender Arbeitgeber. Netzwerk: Liste alle Menschen, die du je kennengelernt hast – und zwar sind gerade die schwachen Kontakte am wertvollsten (Leute, die du vor sieben Jahren zuletzt gesprochen hast, aus anderen Abteilungen), nicht dein Inner Circle. Geh deine LinkedIn- und Handy-Kontakte sowie deinen eigenen Lebenslauf durch und recherchiere, wo diese Personen heute arbeiten. Persona: Jede Rolle wird von einer Person eingestellt – deinem künftigen Chef. Suche gezielt nach dieser Persona auf LinkedIn (z. B. „Produktionsleiter“, aber auch „Production Manager“, „Site Manager“ – Keywords sind entscheidend) und pick dir inspirierende Führungskräfte heraus. Die Profis denken zuerst in Persona: Sie suchen sich den idealen Chef, nehmen Kontakt auf und erarbeiten im besten Fall gemeinsam einen Business Case für eine Stelle, die es noch gar nicht gibt. Genau hier liegt die wahre Magie – und kaum jemand macht es.

Stufe 2: Einladungen bekommen – Sales-optimierte Unterlagen, LinkedIn, Cold Messages

Lebenslauf und Anschreiben gehören sales-optimiert. Test: Zeig deinen Lebenslauf jemandem für fünf Sekunden – was bleibt hängen? Der CV sollte pyramidenförmig aufgebaut sein: In den ersten 5–10 Sekunden muss klar sein, wer du bist, was du machst und wofür du stehst; Details sind nachrangig. Menschen scannen, sie lesen nicht von oben nach unten – arbeite mit Kurzzusammenfassung oben, Headlines, Bulletpoints und gezielter farblicher Hervorhebung wichtiger Keywords. Bring dann dein LinkedIn-Profil auf Vordermann (wird heute fast immer angeschaut und zahlt auf deine Reputation ein). Der entscheidende Schritt sind Cold Messages: LinkedIn als Hauptkanal nutzen (wer eine Nachricht bekommt, schaut zuerst aufs Profil), Premium hilft für die Suche. Schreib nicht dein Anschreiben in die Nachricht, sondern halte sie kurz und persönlich („Ich bin auf dein Profil gestoßen, finde spannend, was du machst – hättest du in den nächsten Wochen Zeit für einen kurzen Austausch?“). Setz auf Masse statt auf die eine perfekte Nachricht, personalisiere leicht und schick ruhig ein, zwei Reminder.

Stufe 3: Gespräche meistern – und Mut

Im Gespräch liegt die Magie in deinen Fragen – bereite dir vorab ein paar Stichpunkte und Fragen vor und überleg dir, wie du auf „Was machst du, was hast du vor?“ antwortest. Bleib dran mit Follow-ups. Das Ganze braucht Mut und einen Schritt aus der Komfortzone – aber es gibt nichts zu verlieren. Fast niemand geht diesen Weg; genau deshalb ist es heute so einfach, an spannende Menschen und Stellen heranzukommen. Die Mutigen werden belohnt.

Diese Folge ist die strategische Erweiterung von Jobs ohne Bewerbung (die Kunst des Deal Flow). Weil Jobsuche ein Verkaufsprozess ist, lohnt sich ein Blick in Sales für Ingenieure; und wie du dein wichtigstes Werkzeug schärfst, zeigt LinkedIn-Profil optimieren. Wie du über eine Initiativbewerbung sogar Stellen erzeugst, die es noch gar nicht gibt, hörst du in Traumjob selbst schaffen.

Häufige Fragen zum verdeckten Stellenmarkt

Was ist der verdeckte Stellenmarkt? Alle Stellen, die besetzt werden, ohne öffentlich ausgeschrieben zu sein – über internes Netzwerk, interne Ausschreibungen, die Unternehmens-Website oder Headhunter. Gerade die attraktiven Rollen werden so vergeben, lange bevor sie auf einem Stellenportal erscheinen.

Wie finde ich Stellen, die nicht ausgeschrieben sind? Über drei Kanäle: aktiv spannende Unternehmen recherchieren (z. B. über Förderprogramme, Branchenübersichten, Arbeitgeber-Ranglisten), dein Netzwerk systematisch durchgehen (besonders schwache Kontakte) und gezielt nach der Persona deines künftigen Chefs auf LinkedIn suchen. Halte alles in einer Excel-Liste fest und nimm per Cold Message Kontakt auf.

Warum sind schwache Kontakte bei der Jobsuche so wertvoll? Weil dein enger Kreis dieselben Informationen hat wie du. Lose Kontakte – Menschen, die du lange nicht gesprochen hast oder die in anderen Bereichen arbeiten – öffnen dir Zugang zu Unternehmen und Chancen, von denen du sonst nie erfahren würdest.

Wie schreibe ich Leute auf LinkedIn an? Kurz, persönlich und ohne dein Anschreiben hineinzukopieren: Bezieh dich auf ihr Profil, zeig echtes Interesse und bitte um einen kurzen Austausch. Setz auf Volumen statt Perfektion, personalisiere leicht und schick ein, zwei freundliche Reminder, da viele Nachrichten untergehen.

Mehr zum Thema

Diese Folge gehört zum Thema Jobsuche.

Transkript

Ich habe diese Woche einen Workshop zum Thema verdeckter Stellenmarkt gehalten – Jobsuche und Bewerbung abseits der öffentlichen Stellenausschreibungen, wie du sie von Stepstone oder LinkedIn kennst. Auch wenn das Thema für dich gerade nicht akut ist, lohnt sich Dranbleiben: Vieles ist langfristig wichtig, weil man heute schon das Fundament legen kann.

Zuerst: Wie gehen die meisten Bewerber vor? Man ist unzufrieden im Job, sucht in dieser Phase hier und da bei LinkedIn oder Stepstone, verschickt vielleicht ein paar Standardbewerbungen – ohne richtiges Commitment. Klappt es nicht, wird es auf äußere Faktoren geschoben: fehlender MBA, schlechte Wirtschaftslage, strukturschwache Region. Dahinter steckt aber nicht die Wahrheit. Die häufigsten Probleme sind: nur der Fokus auf den offenen Stellenmarkt (dadurch weniger Optionen), Overthinking (die Suche nach der perfekten Stelle und der perfekten Bewerbung paralysiert) und – am wichtigsten – mangelhafte Verkaufs-Skills. Gerade Ingenieure haben im Studium und Beruf wenig mit Sales und Psychologie zu tun, deshalb sind Lebenslauf und Anschreiben oft nicht verkaufspsychologisch optimiert – das sorgt für weniger Gespräche und weniger Angebote.

Der öffentliche Stellenmarkt ist ein Haifischbecken. Wechseln wir die Perspektive: In einem Unternehmen hat eine Führungskraft Stellenbedarf – meist gar nicht klar abgegrenzt, sondern schwammig. Viele Führungskräfte sind durchaus offen, eine neue Stelle zu schaffen, wenn der Business Case klar ist. Was passiert zuerst? Alle Beteiligten fragen sich: Kennen wir jemanden? Haben wir jemanden im Netzwerk – intern oder extern? In größeren Unternehmen wird standardmäßig zuerst intern ausgeschrieben. Wer in diesem Inner Circle rund um den Stellenbedarf ist, braucht keine Bewerbungsunterlagen – man kommt einfach ins Gespräch. Außerdem schreiben viele Personaler ohne große Dringlichkeit erst einmal nur auf der eigenen Website aus (Nice-to-have-Stellen). Und höhere Führungsrollen laufen über Headhunter und LinkedIn – die landen nie auf einem Portal. All das passiert, bevor eine Stelle öffentlich wird. Die guten, attraktiven Stellen werden also vorher abgegriffen.

Wichtig: Die Jobsuche ist ein Verkaufsprozess. Du bist das Produkt, Lebenslauf und Anschreiben sind deine Marketing-Dokumente, das Bewerbungsgespräch ist dein Sales-Pitch. Wer mehr und bessere Angebote will, sollte sich mit Marketing und Sales befassen. Der Bewerbungsprozess läuft in drei Stufen: erstens passende Stellen bzw. Chancen finden, zweitens Einladungen zu Gesprächen bekommen, drittens die Gespräche meistern, um ein Angebot zu bekommen.

Stufe 1: passende Chancen finden. Viele begrenzen sich auf den öffentlichen Markt, grasen 15 Stellen ab und warten dann. Es gibt drei weitere Kanäle – Unternehmen, Personen/Netzwerk und Persona. Geh systematisch vor, am besten mit einer Excel-Liste mit vier Reitern: Stellenausschreibungen, Unternehmen, Netzwerk, Persona. Wer keinen Job hat und sucht, für den ist das der Vollzeitjob – da hilft Systematik.

Unternehmen: Suche aktiv nach spannenden Firmen. Deutschland hat eine extrem spannende Startup-Kultur, gerade technologisch. Nutze Google und ChatGPT („Auf welchen Wegen finde ich in meiner Region spannende Unternehmen?“). Ein konkreter Tipp: Es gibt Förderprogramme für junge, dynamische, technologiegetriebene Firmen – oft Uni-Spin-offs, die schon erfolgreich sind (Product-Market-Fit, bis etwa 150–250 Mitarbeiter), aber noch in einer Anfangsphase. Suchst du nach den Namen dieser Förderprogramme online und auf LinkedIn, findest du viele Firmen, die genau diese Programme auf Website oder Profil nennen. Das ist ein sehr spannender Filter, etwa für erneuerbare Energien, Robotik oder AI. Hilfreich sind außerdem eine Branchenübersicht (Map of Engineering) sowie Ranglisten attraktiver oder besonders schnell wachsender Arbeitgeber.

Netzwerk/Personen: Liste alle Menschen auf, die du je kennengelernt hast und die relevant sein könnten. Das Entscheidende: Dein Inner Circle ist am uninteressantesten – am wertvollsten sind die Personen, die du vielleicht vor sieben Jahren zuletzt gesprochen hast, die in einer anderen Abteilung waren, zu denen du wenig Kontakt hattest. Geh deinen Lebenslauf, dein LinkedIn-Profil, deine LinkedIn- und Handy-Kontakte durch und recherchiere, wo diese Personen heute arbeiten. Oft stößt du auf Überraschendes – „Daniel arbeitet jetzt bei Airbus, total spannend“ – und nimmst die Person auf die Liste.

Persona: Jede Rolle wird von einer Person eingestellt – es gibt einen Entscheider, für den du am Ende arbeitest. Für einen Prozess- oder Qualitätsingenieur ist das vielleicht der Produktionsleiter. Du kannst also nicht nur Unternehmen suchen, sondern auf LinkedIn gezielt nach dieser Persona suchen und dir die herauspicken, die du spannend findest – etwa junge, dynamische Führungskräfte mit Servant-Leadership-Haltung, was man auf Profilen erkennt. Keywords sind entscheidend (Produktionsleiter, Production Manager, Site Manager). Die Personen, die die besten Jobs bekommen, denken zuerst in Persona: Sie suchen sich ihren idealen Chef, kommen mit ihm in Kontakt und erarbeiten – wenn die Wellenlänge stimmt – gemeinsam einen Business Case und eine Stelle, die es vorher nicht gab. Das wird selten gemacht, aber hier liegt die wahre Magie.

Stufe 2: eine Einladung zum Gespräch bekommen. Anschreiben und Lebenslauf gehören sales-optimiert. Test: Zeig deinen Lebenslauf jemandem, der dich nicht kennt, für fünf bis zehn Sekunden – was sagt die Person dann über dich? Schlechte Lebensläufe führen den Leser nicht sofort zu den relevanten Informationen. Der CV sollte pyramidenförmig sein: in den ersten Sekunden klar erkennbar, wer du bist, was du machst, wofür du stehst – Details nachrangig. Im Sales-Jargon: Copywriting, Headlines, Bulletpoints, Farben, um Aufmerksamkeit zu lenken. Menschen scannen den Lebenslauf, sie lesen ihn nicht von oben nach unten. Ganz oben gehört eine Kurzzusammenfassung, farblich untermauert, mit zwei, drei fett hervorgehobenen Keywords. Dann: Bring dein LinkedIn-Profil auf Vordermann (siehe die Folgen zum LinkedIn-Profil). Heute schaut jeder aufs Profil; gut aufgebaut, zahlt es stark auf deine Reputation ein. Der wichtigste Schritt sind Cold Messages: Nutze LinkedIn als Hauptkanal (wer eine Nachricht bekommt, schaut zuerst aufs Profil), Premium hilft für die Suche. Schreib nicht dein Anschreiben in die Nachricht, sondern halte sie kurz: „Ich bin auf dein Profil gestoßen, finde spannend, was du machst – hast du in den nächsten Wochen mal Zeit für einen Austausch?“ Setz auf eine gewisse Masse, teste verschiedene Nachrichten (eine an eine Person reicht nicht), personalisiere leicht und schick ein, zwei Reminder, weil viele Nachrichten untergehen.

Stufe 3 klammere ich hier weitgehend aus – die Gespräche meistern –, weil der eigentliche Engpass bei den meisten davor liegt: die Excel-Liste aufzubauen, sie mit Unternehmen und Personen zu füllen, regelmäßig Nachrichten zu verschicken und das LinkedIn-Profil zu schärfen. Wenn du das tust, kommst du mit spannenden Menschen ins Gespräch. Im Gespräch gilt: Mach dir vorher ein paar Stichpunkte, stell Fragen und bleib neugierig – die Magie liegt in den Fragen. Überleg dir, wie du antwortest, wenn man fragt, was du machst und vorhast. Du musst nicht mit der Tür ins Haus fallen. Und nach guten Gesprächen liegt viel Magie in den Follow-ups.

Ich verstehe, dass viele Respekt vor diesem Weg haben – gerade ohne Begleitung kann er zäh sein, und nur ein kleiner Teil traut sich. Aber genau diese Menschen sind erfolgreich. Es gibt nichts zu verlieren: Du wirst verwundert sein, wie einfach es heute ist, an spannende Personen heranzukommen – weil es fast niemand macht. Man muss eine Hürde überwinden und die Komfortzone verlassen, aber die Mutigen werden belohnt. Ich selbst habe als introvertierte Persönlichkeit genau dadurch meine Komfortzone stark verlassen und bin daran gewachsen. Trau dich. Liebe Grüße aus Hamburg, dein Tim.

Danke fürs Lesen. Mehr praktische Ideen erhältst du in meinem beliebten Newsletter. Jede Woche versende ich 3 Ideen an über 3.500 ambitionierte Ingenieure. Trage dich jetzt ein und schließ dich uns an.

Über den Host

Tim Schmaddebeck entwickelt ambitionierte Ingenieure zu strategischen Leadern. Er ist Autor von No Zero Days und schreibt über Karriere, Führung und Strategie.

Der verdeckte Stellenmarkt: Jobsuche für Fortgeschrittene

Die meisten suchen Jobs nur dort, wo es alle tun: auf Stepstone, Indeed und LinkedIn – einem echten Haifischbecken. Das Problem: Die wirklich attraktiven Stellen werden dort oft gar nicht erst ausgeschrieben. Sie sind längst vergeben, bevor sie ein Portal je erreichen.

In dieser Folge geht es um den verdeckten Stellenmarkt: warum die besten Stellen nie öffentlich werden, welche drei Fehler die meisten Bewerber machen – und wie du systematisch über Unternehmen, Netzwerk und Persona an Chancen kommst, die kein anderer sieht.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Die guten Stellen werden vorher abgegriffen: Stellenbedarf ist oft schwammig, intern wird zuerst gefragt „Kennen wir jemanden?“, vieles steht nur auf der Website, Top-Rollen laufen über Headhunter – bevor etwas auf ein Portal kommt.
  • Drei häufige Fehler: nur der offene Stellenmarkt, Overthinking (Suche nach der „perfekten“ Stelle/Bewerbung) und schwache Verkaufs-Skills.
  • Jobsuche ist ein Verkaufsprozess: Du bist das Produkt, Lebenslauf und Anschreiben sind deine Marketing-Dokumente, das Gespräch ist dein Sales-Pitch.
  • Chancen finden über drei Kanäle: spannende Unternehmen, dein Netzwerk (gerade schwache Kontakte!) und die richtige Persona (dein künftiger Chef).
  • Werkzeuge: eine systematische Excel-Liste, ein optimiertes LinkedIn-Profil und kurze, personalisierte Cold Messages (plus 1–2 Reminder).
  • Die Mutigen werden belohnt: Fast niemand geht diesen Weg – genau deshalb funktioniert er so gut.

Verdeckter Stellenmarkt: die Kernidee

Wie der verdeckte Stellenmarkt funktioniert

Stell dir die Perspektive des Unternehmens vor: Eine Führungskraft hat Stellenbedarf – meist gar nicht messerscharf, sondern schwammig (viele schaffen eine Stelle, sobald der Business Case klar ist). Was passiert zuerst? Man fragt sich: „Kennen wir jemanden?“ Intern, im eigenen Netzwerk, oft auch zuerst intern ausgeschrieben. Wer in diesem Inner Circle ist, braucht keine Bewerbungsunterlagen – man kommt einfach ins Gespräch. Viele Stellen stehen außerdem nur auf der Unternehmens-Website (Nice-to-have-Stellen), und höhere Führungsrollen laufen über Headhunter und LinkedIn. All das passiert, bevor eine Stelle je auf einem Portal landet. Die Folge: Die attraktiven Stellen werden vorher abgegriffen – der öffentliche Stellenmarkt ist nur die Spitze des Eisbergs.

Die drei häufigsten Fehler

Erstens: der reine Fokus auf den offenen Stellenmarkt – dadurch viel weniger Optionen. Zweitens: Overthinking – die Suche nach der einen perfekten Stelle und der perfekten Bewerbung führt zur Paralyse, man kommt nicht ins Handeln. Drittens, der wichtigste: schwache Verkaufs-Skills. Gerade Ingenieure haben im Studium und Beruf wenig mit Sales und Psychologie zu tun – die Folge sind Lebensläufe und Anschreiben, die nicht verkaufspsychologisch optimiert sind, also weniger Gespräche und weniger Angebote.

Die Grundhaltung: Jobsuche ist ein Verkaufsprozess

Du bist das Produkt. Lebenslauf und Anschreiben sind deine Marketing-Dokumente, das Bewerbungsgespräch ist dein Sales-Pitch. Wer mehr und bessere Angebote will, sollte sich mit Marketing und Sales befassen. Der Prozess hat drei Stufen: passende Chancen finden, Einladungen zu Gesprächen bekommen, Gespräche meistern.

Stufe 1: Chancen finden – Unternehmen, Netzwerk, Persona

Geh systematisch vor – am besten mit einer Excel-Liste mit vier Reitern: Stellenausschreibungen, Unternehmen, Netzwerk, Persona. Unternehmen: Suche aktiv nach spannenden Firmen (Google, ChatGPT: „Wie finde ich in meiner Region spannende Unternehmen?“, LinkedIn-Keywords). Ein starker Filter sind Förderprogramme für junge, technologiegetriebene Firmen (Uni-Spin-offs mit Product-Market-Fit, oft bis 150–250 Mitarbeiter): Suchst du nach den Namen dieser Förderprogramme, findest du Firmen, die sie auf Website oder LinkedIn nennen. Hilfreich sind auch Branchenübersichten und Ranglisten attraktiver oder schnell wachsender Arbeitgeber. Netzwerk: Liste alle Menschen, die du je kennengelernt hast – und zwar sind gerade die schwachen Kontakte am wertvollsten (Leute, die du vor sieben Jahren zuletzt gesprochen hast, aus anderen Abteilungen), nicht dein Inner Circle. Geh deine LinkedIn- und Handy-Kontakte sowie deinen eigenen Lebenslauf durch und recherchiere, wo diese Personen heute arbeiten. Persona: Jede Rolle wird von einer Person eingestellt – deinem künftigen Chef. Suche gezielt nach dieser Persona auf LinkedIn (z. B. „Produktionsleiter“, aber auch „Production Manager“, „Site Manager“ – Keywords sind entscheidend) und pick dir inspirierende Führungskräfte heraus. Die Profis denken zuerst in Persona: Sie suchen sich den idealen Chef, nehmen Kontakt auf und erarbeiten im besten Fall gemeinsam einen Business Case für eine Stelle, die es noch gar nicht gibt. Genau hier liegt die wahre Magie – und kaum jemand macht es.

Stufe 2: Einladungen bekommen – Sales-optimierte Unterlagen, LinkedIn, Cold Messages

Lebenslauf und Anschreiben gehören sales-optimiert. Test: Zeig deinen Lebenslauf jemandem für fünf Sekunden – was bleibt hängen? Der CV sollte pyramidenförmig aufgebaut sein: In den ersten 5–10 Sekunden muss klar sein, wer du bist, was du machst und wofür du stehst; Details sind nachrangig. Menschen scannen, sie lesen nicht von oben nach unten – arbeite mit Kurzzusammenfassung oben, Headlines, Bulletpoints und gezielter farblicher Hervorhebung wichtiger Keywords. Bring dann dein LinkedIn-Profil auf Vordermann (wird heute fast immer angeschaut und zahlt auf deine Reputation ein). Der entscheidende Schritt sind Cold Messages: LinkedIn als Hauptkanal nutzen (wer eine Nachricht bekommt, schaut zuerst aufs Profil), Premium hilft für die Suche. Schreib nicht dein Anschreiben in die Nachricht, sondern halte sie kurz und persönlich („Ich bin auf dein Profil gestoßen, finde spannend, was du machst – hättest du in den nächsten Wochen Zeit für einen kurzen Austausch?“). Setz auf Masse statt auf die eine perfekte Nachricht, personalisiere leicht und schick ruhig ein, zwei Reminder.

Stufe 3: Gespräche meistern – und Mut

Im Gespräch liegt die Magie in deinen Fragen – bereite dir vorab ein paar Stichpunkte und Fragen vor und überleg dir, wie du auf „Was machst du, was hast du vor?“ antwortest. Bleib dran mit Follow-ups. Das Ganze braucht Mut und einen Schritt aus der Komfortzone – aber es gibt nichts zu verlieren. Fast niemand geht diesen Weg; genau deshalb ist es heute so einfach, an spannende Menschen und Stellen heranzukommen. Die Mutigen werden belohnt.

Diese Folge ist die strategische Erweiterung von Jobs ohne Bewerbung (die Kunst des Deal Flow). Weil Jobsuche ein Verkaufsprozess ist, lohnt sich ein Blick in Sales für Ingenieure; und wie du dein wichtigstes Werkzeug schärfst, zeigt LinkedIn-Profil optimieren. Wie du über eine Initiativbewerbung sogar Stellen erzeugst, die es noch gar nicht gibt, hörst du in Traumjob selbst schaffen.

Häufige Fragen zum verdeckten Stellenmarkt

Was ist der verdeckte Stellenmarkt? Alle Stellen, die besetzt werden, ohne öffentlich ausgeschrieben zu sein – über internes Netzwerk, interne Ausschreibungen, die Unternehmens-Website oder Headhunter. Gerade die attraktiven Rollen werden so vergeben, lange bevor sie auf einem Stellenportal erscheinen.

Wie finde ich Stellen, die nicht ausgeschrieben sind? Über drei Kanäle: aktiv spannende Unternehmen recherchieren (z. B. über Förderprogramme, Branchenübersichten, Arbeitgeber-Ranglisten), dein Netzwerk systematisch durchgehen (besonders schwache Kontakte) und gezielt nach der Persona deines künftigen Chefs auf LinkedIn suchen. Halte alles in einer Excel-Liste fest und nimm per Cold Message Kontakt auf.

Warum sind schwache Kontakte bei der Jobsuche so wertvoll? Weil dein enger Kreis dieselben Informationen hat wie du. Lose Kontakte – Menschen, die du lange nicht gesprochen hast oder die in anderen Bereichen arbeiten – öffnen dir Zugang zu Unternehmen und Chancen, von denen du sonst nie erfahren würdest.

Wie schreibe ich Leute auf LinkedIn an? Kurz, persönlich und ohne dein Anschreiben hineinzukopieren: Bezieh dich auf ihr Profil, zeig echtes Interesse und bitte um einen kurzen Austausch. Setz auf Volumen statt Perfektion, personalisiere leicht und schick ein, zwei freundliche Reminder, da viele Nachrichten untergehen.

Mehr zum Thema

Diese Folge gehört zum Thema Jobsuche.

Transkript

Ich habe diese Woche einen Workshop zum Thema verdeckter Stellenmarkt gehalten – Jobsuche und Bewerbung abseits der öffentlichen Stellenausschreibungen, wie du sie von Stepstone oder LinkedIn kennst. Auch wenn das Thema für dich gerade nicht akut ist, lohnt sich Dranbleiben: Vieles ist langfristig wichtig, weil man heute schon das Fundament legen kann.

Zuerst: Wie gehen die meisten Bewerber vor? Man ist unzufrieden im Job, sucht in dieser Phase hier und da bei LinkedIn oder Stepstone, verschickt vielleicht ein paar Standardbewerbungen – ohne richtiges Commitment. Klappt es nicht, wird es auf äußere Faktoren geschoben: fehlender MBA, schlechte Wirtschaftslage, strukturschwache Region. Dahinter steckt aber nicht die Wahrheit. Die häufigsten Probleme sind: nur der Fokus auf den offenen Stellenmarkt (dadurch weniger Optionen), Overthinking (die Suche nach der perfekten Stelle und der perfekten Bewerbung paralysiert) und – am wichtigsten – mangelhafte Verkaufs-Skills. Gerade Ingenieure haben im Studium und Beruf wenig mit Sales und Psychologie zu tun, deshalb sind Lebenslauf und Anschreiben oft nicht verkaufspsychologisch optimiert – das sorgt für weniger Gespräche und weniger Angebote.

Der öffentliche Stellenmarkt ist ein Haifischbecken. Wechseln wir die Perspektive: In einem Unternehmen hat eine Führungskraft Stellenbedarf – meist gar nicht klar abgegrenzt, sondern schwammig. Viele Führungskräfte sind durchaus offen, eine neue Stelle zu schaffen, wenn der Business Case klar ist. Was passiert zuerst? Alle Beteiligten fragen sich: Kennen wir jemanden? Haben wir jemanden im Netzwerk – intern oder extern? In größeren Unternehmen wird standardmäßig zuerst intern ausgeschrieben. Wer in diesem Inner Circle rund um den Stellenbedarf ist, braucht keine Bewerbungsunterlagen – man kommt einfach ins Gespräch. Außerdem schreiben viele Personaler ohne große Dringlichkeit erst einmal nur auf der eigenen Website aus (Nice-to-have-Stellen). Und höhere Führungsrollen laufen über Headhunter und LinkedIn – die landen nie auf einem Portal. All das passiert, bevor eine Stelle öffentlich wird. Die guten, attraktiven Stellen werden also vorher abgegriffen.

Wichtig: Die Jobsuche ist ein Verkaufsprozess. Du bist das Produkt, Lebenslauf und Anschreiben sind deine Marketing-Dokumente, das Bewerbungsgespräch ist dein Sales-Pitch. Wer mehr und bessere Angebote will, sollte sich mit Marketing und Sales befassen. Der Bewerbungsprozess läuft in drei Stufen: erstens passende Stellen bzw. Chancen finden, zweitens Einladungen zu Gesprächen bekommen, drittens die Gespräche meistern, um ein Angebot zu bekommen.

Stufe 1: passende Chancen finden. Viele begrenzen sich auf den öffentlichen Markt, grasen 15 Stellen ab und warten dann. Es gibt drei weitere Kanäle – Unternehmen, Personen/Netzwerk und Persona. Geh systematisch vor, am besten mit einer Excel-Liste mit vier Reitern: Stellenausschreibungen, Unternehmen, Netzwerk, Persona. Wer keinen Job hat und sucht, für den ist das der Vollzeitjob – da hilft Systematik.

Unternehmen: Suche aktiv nach spannenden Firmen. Deutschland hat eine extrem spannende Startup-Kultur, gerade technologisch. Nutze Google und ChatGPT („Auf welchen Wegen finde ich in meiner Region spannende Unternehmen?“). Ein konkreter Tipp: Es gibt Förderprogramme für junge, dynamische, technologiegetriebene Firmen – oft Uni-Spin-offs, die schon erfolgreich sind (Product-Market-Fit, bis etwa 150–250 Mitarbeiter), aber noch in einer Anfangsphase. Suchst du nach den Namen dieser Förderprogramme online und auf LinkedIn, findest du viele Firmen, die genau diese Programme auf Website oder Profil nennen. Das ist ein sehr spannender Filter, etwa für erneuerbare Energien, Robotik oder AI. Hilfreich sind außerdem eine Branchenübersicht (Map of Engineering) sowie Ranglisten attraktiver oder besonders schnell wachsender Arbeitgeber.

Netzwerk/Personen: Liste alle Menschen auf, die du je kennengelernt hast und die relevant sein könnten. Das Entscheidende: Dein Inner Circle ist am uninteressantesten – am wertvollsten sind die Personen, die du vielleicht vor sieben Jahren zuletzt gesprochen hast, die in einer anderen Abteilung waren, zu denen du wenig Kontakt hattest. Geh deinen Lebenslauf, dein LinkedIn-Profil, deine LinkedIn- und Handy-Kontakte durch und recherchiere, wo diese Personen heute arbeiten. Oft stößt du auf Überraschendes – „Daniel arbeitet jetzt bei Airbus, total spannend“ – und nimmst die Person auf die Liste.

Persona: Jede Rolle wird von einer Person eingestellt – es gibt einen Entscheider, für den du am Ende arbeitest. Für einen Prozess- oder Qualitätsingenieur ist das vielleicht der Produktionsleiter. Du kannst also nicht nur Unternehmen suchen, sondern auf LinkedIn gezielt nach dieser Persona suchen und dir die herauspicken, die du spannend findest – etwa junge, dynamische Führungskräfte mit Servant-Leadership-Haltung, was man auf Profilen erkennt. Keywords sind entscheidend (Produktionsleiter, Production Manager, Site Manager). Die Personen, die die besten Jobs bekommen, denken zuerst in Persona: Sie suchen sich ihren idealen Chef, kommen mit ihm in Kontakt und erarbeiten – wenn die Wellenlänge stimmt – gemeinsam einen Business Case und eine Stelle, die es vorher nicht gab. Das wird selten gemacht, aber hier liegt die wahre Magie.

Stufe 2: eine Einladung zum Gespräch bekommen. Anschreiben und Lebenslauf gehören sales-optimiert. Test: Zeig deinen Lebenslauf jemandem, der dich nicht kennt, für fünf bis zehn Sekunden – was sagt die Person dann über dich? Schlechte Lebensläufe führen den Leser nicht sofort zu den relevanten Informationen. Der CV sollte pyramidenförmig sein: in den ersten Sekunden klar erkennbar, wer du bist, was du machst, wofür du stehst – Details nachrangig. Im Sales-Jargon: Copywriting, Headlines, Bulletpoints, Farben, um Aufmerksamkeit zu lenken. Menschen scannen den Lebenslauf, sie lesen ihn nicht von oben nach unten. Ganz oben gehört eine Kurzzusammenfassung, farblich untermauert, mit zwei, drei fett hervorgehobenen Keywords. Dann: Bring dein LinkedIn-Profil auf Vordermann (siehe die Folgen zum LinkedIn-Profil). Heute schaut jeder aufs Profil; gut aufgebaut, zahlt es stark auf deine Reputation ein. Der wichtigste Schritt sind Cold Messages: Nutze LinkedIn als Hauptkanal (wer eine Nachricht bekommt, schaut zuerst aufs Profil), Premium hilft für die Suche. Schreib nicht dein Anschreiben in die Nachricht, sondern halte sie kurz: „Ich bin auf dein Profil gestoßen, finde spannend, was du machst – hast du in den nächsten Wochen mal Zeit für einen Austausch?“ Setz auf eine gewisse Masse, teste verschiedene Nachrichten (eine an eine Person reicht nicht), personalisiere leicht und schick ein, zwei Reminder, weil viele Nachrichten untergehen.

Stufe 3 klammere ich hier weitgehend aus – die Gespräche meistern –, weil der eigentliche Engpass bei den meisten davor liegt: die Excel-Liste aufzubauen, sie mit Unternehmen und Personen zu füllen, regelmäßig Nachrichten zu verschicken und das LinkedIn-Profil zu schärfen. Wenn du das tust, kommst du mit spannenden Menschen ins Gespräch. Im Gespräch gilt: Mach dir vorher ein paar Stichpunkte, stell Fragen und bleib neugierig – die Magie liegt in den Fragen. Überleg dir, wie du antwortest, wenn man fragt, was du machst und vorhast. Du musst nicht mit der Tür ins Haus fallen. Und nach guten Gesprächen liegt viel Magie in den Follow-ups.

Ich verstehe, dass viele Respekt vor diesem Weg haben – gerade ohne Begleitung kann er zäh sein, und nur ein kleiner Teil traut sich. Aber genau diese Menschen sind erfolgreich. Es gibt nichts zu verlieren: Du wirst verwundert sein, wie einfach es heute ist, an spannende Personen heranzukommen – weil es fast niemand macht. Man muss eine Hürde überwinden und die Komfortzone verlassen, aber die Mutigen werden belohnt. Ich selbst habe als introvertierte Persönlichkeit genau dadurch meine Komfortzone stark verlassen und bin daran gewachsen. Trau dich. Liebe Grüße aus Hamburg, dein Tim.

Danke fürs Lesen. Mehr praktische Ideen erhältst du in meinem beliebten Newsletter. Jede Woche versende ich 3 Ideen an über 3.500 ambitionierte Ingenieure. Trage dich jetzt ein und schließ dich uns an.

Über den Host

Tim Schmaddebeck entwickelt ambitionierte Ingenieure zu strategischen Leadern. Er ist Autor von No Zero Days und schreibt über Karriere, Führung und Strategie.

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