Die Munger-Technik: so findest du Zeit für die wichtigen Dinge

„Ich stagniere, weil ich mir zu wenig Zeit für die wichtigen Dinge nehme.“ Diesen Satz höre ich immer wieder von ambitionierten Ingenieuren – und kenne ihn aus eigener Erfahrung. Das Problem ist selten das Was, sondern das Wann.

In dieser Folge bekommst du eine einfache, aber wirksame Antwort darauf: die Munger-Technik. Sie sorgt dafür, dass deine Weiterentwicklung nicht länger zwischen allem anderen untergeht.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Weiterentwicklung hat zwei Komponenten: das Was (Just-in-Time-Learning – woran solltest du gerade arbeiten?) und das Wann – und das Wann ist meist der eigentliche Engpass.
  • Die Munger-Technik: Nutze die beste Stunde deines Tages für deine Weiterentwicklung. Benannt nach Charlie Munger („Ein Grund, warum ich seit Jahrzehnten lerne: Ich nehme mir jeden Tag meine beste Stunde dafür.“).
  • Bezahle dich selbst zuerst: Wie beim Vermögensaufbau – nimm dir den wichtigen Anteil zuerst, bevor der Alltag ihn auffrisst.
  • Finde deine beste Stunde: die Zeit mit der meisten Energie und dem besten Fokus – für manche morgens, für andere mittags oder abends.
  • Du stehst an erster Stelle: vor Job, vor Familie und Freunden. Sorgst du nicht für deine Entwicklung und dein Wohlbefinden, leiden am Ende alle Bereiche.
  • Fang klein an: 15 Minuten am Tag reichen für den Anfang. Über Zeit entsteht daraus der Zinseszins deiner Entwicklung.

Die Munger-Technik im Detail

Das Problem ist das Wann, nicht das Was. Die zentrale Frage „Wie entwickle ich mich weiter, ohne zu stagnieren?“ hat zwei Teile. Der erste: Was sollte ich lernen? Das ist Just-in-Time-Learning – was ist gerade mein Engpass, womit mache ich jetzt den größten Fortschritt? Der zweite, oft viel schwierigere Teil: Wann nehme ich mir die Zeit dafür? Du kannst dir viel vornehmen – aber im Alltag kommt ständig etwas dazwischen, und die eigene Entwicklung bleibt auf der Strecke. Und weil Fortschritt der größte Motivator ist, entsteht genau dann Frust, wenn du das Gefühl hast, nicht voranzukommen.

Die Technik: deine beste Stunde zuerst. Charlie Munger – legendärer Investor und Partner von Warren Buffett – hat genau das gemeistert. Seine Regel: Nutze die beste Stunde des Tages für deine Weiterentwicklung. Das ist dasselbe Prinzip wie „bezahle dich selbst zuerst“ beim Geld: Wer Vermögen aufbauen will, legt am Monatsanfang zuerst etwas beiseite, statt zu hoffen, dass am Ende etwas übrig bleibt. Übertrage das auf dich: Reservier deine beste Stunde für dich, bevor der Tag sie verplant.

Was ist deine beste Stunde? Die Stunde, in der du am meisten Energie und Fokus hast und am leichtesten in den Flow kommst. Für viele ist das die Morgenroutine, für andere die Zeit nach dem Mittag oder am Abend – das ist individuell. Zwei Fragen helfen: Wann ist deine beste Stunde? Und was machst du heute in dieser Stunde? Meist ist man sich gar nicht bewusst, dass man sie verschläft oder vor dem Fernseher verbringt.

Du an erster Stelle. Bring deine Prioritäten in eine Reihenfolge: Familie und Freunde, Beruf – und du. An die oberste Stelle gehörst du. Diese beste Stunde ist deine „MyTime“: Schnapp dir ein Buch, schau ein Video, reflektiere, schreib deine Ziele auf. Wenn du keine Zeit für die wichtigen Dinge hast und Stagnation spürst, sollte genau das deine erste Priorität werden. Schau in deinen Kalender – außer echten Notfällen (die nicht die Regel sind) gibt es nichts, was dagegen gewinnt.

Fang klein an – der Rest ist Zinseszins. Du musst nicht viel tun: eine halbe bis eine Stunde am Tag reicht, zum Start auch 15 Minuten. Wichtig ist, es machbar zu halten und das Rad in Bewegung zu bringen. Machst du das täglich, führt es unweigerlich zum Zinseszins deiner persönlichen Entwicklung – und es wird schwer, in irgendeinem Lebensbereich zu stagnieren.

Was du in dieser Stunde lernst, entscheidest du nach deinem aktuellen Engpass – wie das geht, vertieft Lebenslanges Lernen. Für viele ist die beste Stunde die Morgenroutine. Und warum sich diese Investition in dich selbst über die Jahre potenziert, hörst du in In sich selbst investieren – ausführlich im Artikel Der Zinseszins der persönlichen Entwicklung.

Häufige Fragen zur Munger-Technik

Was ist die Munger-Technik? Eine simple Regel nach Charlie Munger: Nimm dir jeden Tag deine beste Stunde für deine Weiterentwicklung – bevor der Alltag sie verplant. So stellst du sicher, dass du kontinuierlich Fortschritte machst, statt zu stagnieren.

Wie finde ich Zeit für die wichtigen Dinge? Indem du das Wann zur Priorität machst, nicht nur das Was. Reservier dir deine beste Stunde fest (Prinzip „bezahle dich selbst zuerst“), beginne klein (15 Minuten) und streiche dafür anderes – außer echten Notfällen gibt es kaum etwas Wichtigeres.

Wann ist die „beste Stunde des Tages“? Die Stunde mit der meisten Energie, dem besten Fokus und der besten Chance auf Flow – ohne Ablenkung. Das ist von Person zu Person verschieden: morgens, mittags oder abends.

Warum stagniere ich trotz guter Vorsätze? Weil das eigentliche Problem meist nicht fehlende Ideen sind, sondern die Umsetzung – das Wann. Ständig kommt etwas dazwischen. Wer sich seine beste Stunde fest reserviert, löst genau diesen Engpass.

Mehr zum Thema

Diese Folge gehört zum Thema Produktivität und persönliche Entwicklung.

Transkript

In dieser Folge geht es um einen Satz, den ich im Mentoring mit ambitionierten Ingenieuren immer wieder höre: „Ich habe das Gefühl zu stagnieren oder nur langsame Fortschritte zu machen, weil ich mir zu wenig Zeit für die wichtigen Dinge nehme – immer kommt etwas dazwischen.“ Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Zeit für die wichtigen Dinge zu finden, ist eine ganz essenzielle Herausforderung.

Fangen wir einen Schritt vorher an, bei der zentralen Frage: Wie kann ich mich persönlich weiterentwickeln, um nicht zu stagnieren? Aus meiner Sicht hat das zwei Komponenten. Erstens: Was sollte ich lernen, womit sollte ich mich befassen? Das ist Just-in-Time-Learning – was ist gerade mein Engpass, was bringt jetzt den größten Fortschritt? Zweitens: Wann nehme ich mir die Zeit dafür? Und diese Frage nach dem Wann ist oft viel schwieriger. Du kannst dir viel vornehmen, aber die Umsetzung – wann du dir die Zeit nimmst – ist häufig der eigentliche Engpass. Es gibt unzählige Dinge, die im beruflichen und privaten Alltag dazwischenkommen und Zeit und Energie rauben. Nicht selten bleibt die eigene Entwicklung auf der Strecke oder kommt nur langsam voran. Und weil Fortschritt der größte Motivator ist, kann genau das demotivieren.

Was hat es nun mit der Munger-Technik auf sich? Charlie Munger – berühmter Investor und Partner von Warren Buffett – ist dafür bekannt, die Frage nach dem Wann gemeistert zu haben. Eine seiner Aussagen: „Einer der Gründe, warum ich seit Jahrzehnten stetig lerne, ist, dass ich mir jeden Tag meine beste Stunde dafür nehme.“ Genau das ist die Munger-Technik: Nutze die beste Stunde des Tages für deine Weiterentwicklung.

Deine beste Stunde kann nach dem Aufwachen sein – in einer der allerersten Podcast-Folgen, ich glaube Folge 6, habe ich meine Morgenroutine zu meiner besten Stunde gemacht, das hat mir persönlich unglaublich viel gegeben. Für viele gehört eine Morgenroutine zur besten Stunde, wo sie am fittesten und energiegeladensten sind und in den Flow kommen. Andere sagen, eine Morgenroutine ist nichts für sie, und machen es mittags oder abends. Wichtig ist, dass du dir die Zeit nimmst. Stell dir die Frage: Was ist die beste Stunde deines Tages – wann hast du die meiste Energie, den meisten Fokus, die beste Möglichkeit, in den Flow zu kommen?

Aus der Finanzwelt kennst du den Spruch „bezahle dich selbst zuerst“: Wenn du Vermögen aufbauen willst, legst du am Monatsanfang zuerst einen Teil beiseite. Dasselbe gilt für deine persönliche Entwicklung. Frag dich zuerst: Wann ist meine beste Stunde, und was mache ich heute in dieser Stunde? Meist ist man sich gar nicht bewusst, was man da tut – man verschläft sie oder verbringt sie abends vor dem TV. Bring deine Prioritäten in eine Reihenfolge: Familie und Freunde, Beruf – und du. Ganz wichtig: Du stehst an erster Stelle. Wenn du nicht für dich, deine Entwicklung, deine Motivation und deine Zufriedenheit sorgst, leiden alle anderen Lebensbereiche. Diese beste Stunde gehört dir – das ist deine MyTime. Investier sie in dich, deine Weiterentwicklung und dein Wohlbefinden. Wenn du Ambitionen hast, ist Wohlbefinden unweigerlich mit persönlicher Entwicklung verbunden. Schnapp dir ein Buch, schau ein Video, reflektiere, schreib deine Ziele auf – es gibt so viele Dinge, die du in dieser goldenen Stunde tun kannst.

Wenn du das Gefühl hast, keine Zeit für die wichtigen Dinge zu haben, und Stagnation und Frust spürst, dann sollte das deine oberste Priorität sein: dir die beste Stunde des Tages zu nehmen. Schau in deinen Kalender. Außer echten Notfällen – und die sind nicht die Regel – gibt es nichts, was dagegen gewinnt. Es liegt an dir, das zur Priorität zu machen und anderes zu streichen. Du musst gar nicht enorm viel tun; es reicht diese halbe bis eine Stunde am Tag für genau diese Themen. Wenn du das jeden Tag tust, führt es unweigerlich zum Zinseszins der persönlichen Entwicklung – dazu gibt es eine eigene, sehr empfehlenswerte Folge. Es wird dann sehr schwer, in irgendeinem Bereich zu stagnieren oder in Frust zu verfallen.

Zusammengefasst: Bei der Frage, wie du dich weiterentwickelst, ohne zu stagnieren, gibt es zwei Komponenten – das Was (Just-in-Time-Learning) und, viel wichtiger, das Wann. Es gibt Dutzende Dinge, die dazwischenkommen. Die Munger-Regel lautet: Nutze die beste Stunde des Tages für deine persönliche Weiterentwicklung – egal ob morgens, mittags oder abends. Hauptsache, du bist energiegeladen, fokussiert und ohne Ablenkung. Und wenn du mit 15 Minuten startest, ist das völlig in Ordnung. Mach es machbar, bring Momentum hinein und nutze den Zinseszins deiner Entwicklung. Dein zukünftiges Ich wird es dir danken. Liebe Grüße aus Hamburg, dein Tim.

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Die Munger-Technik: so findest du Zeit für die wichtigen Dinge

„Ich stagniere, weil ich mir zu wenig Zeit für die wichtigen Dinge nehme.“ Diesen Satz höre ich immer wieder von ambitionierten Ingenieuren – und kenne ihn aus eigener Erfahrung. Das Problem ist selten das Was, sondern das Wann.

In dieser Folge bekommst du eine einfache, aber wirksame Antwort darauf: die Munger-Technik. Sie sorgt dafür, dass deine Weiterentwicklung nicht länger zwischen allem anderen untergeht.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Weiterentwicklung hat zwei Komponenten: das Was (Just-in-Time-Learning – woran solltest du gerade arbeiten?) und das Wann – und das Wann ist meist der eigentliche Engpass.
  • Die Munger-Technik: Nutze die beste Stunde deines Tages für deine Weiterentwicklung. Benannt nach Charlie Munger („Ein Grund, warum ich seit Jahrzehnten lerne: Ich nehme mir jeden Tag meine beste Stunde dafür.“).
  • Bezahle dich selbst zuerst: Wie beim Vermögensaufbau – nimm dir den wichtigen Anteil zuerst, bevor der Alltag ihn auffrisst.
  • Finde deine beste Stunde: die Zeit mit der meisten Energie und dem besten Fokus – für manche morgens, für andere mittags oder abends.
  • Du stehst an erster Stelle: vor Job, vor Familie und Freunden. Sorgst du nicht für deine Entwicklung und dein Wohlbefinden, leiden am Ende alle Bereiche.
  • Fang klein an: 15 Minuten am Tag reichen für den Anfang. Über Zeit entsteht daraus der Zinseszins deiner Entwicklung.

Die Munger-Technik im Detail

Das Problem ist das Wann, nicht das Was. Die zentrale Frage „Wie entwickle ich mich weiter, ohne zu stagnieren?“ hat zwei Teile. Der erste: Was sollte ich lernen? Das ist Just-in-Time-Learning – was ist gerade mein Engpass, womit mache ich jetzt den größten Fortschritt? Der zweite, oft viel schwierigere Teil: Wann nehme ich mir die Zeit dafür? Du kannst dir viel vornehmen – aber im Alltag kommt ständig etwas dazwischen, und die eigene Entwicklung bleibt auf der Strecke. Und weil Fortschritt der größte Motivator ist, entsteht genau dann Frust, wenn du das Gefühl hast, nicht voranzukommen.

Die Technik: deine beste Stunde zuerst. Charlie Munger – legendärer Investor und Partner von Warren Buffett – hat genau das gemeistert. Seine Regel: Nutze die beste Stunde des Tages für deine Weiterentwicklung. Das ist dasselbe Prinzip wie „bezahle dich selbst zuerst“ beim Geld: Wer Vermögen aufbauen will, legt am Monatsanfang zuerst etwas beiseite, statt zu hoffen, dass am Ende etwas übrig bleibt. Übertrage das auf dich: Reservier deine beste Stunde für dich, bevor der Tag sie verplant.

Was ist deine beste Stunde? Die Stunde, in der du am meisten Energie und Fokus hast und am leichtesten in den Flow kommst. Für viele ist das die Morgenroutine, für andere die Zeit nach dem Mittag oder am Abend – das ist individuell. Zwei Fragen helfen: Wann ist deine beste Stunde? Und was machst du heute in dieser Stunde? Meist ist man sich gar nicht bewusst, dass man sie verschläft oder vor dem Fernseher verbringt.

Du an erster Stelle. Bring deine Prioritäten in eine Reihenfolge: Familie und Freunde, Beruf – und du. An die oberste Stelle gehörst du. Diese beste Stunde ist deine „MyTime“: Schnapp dir ein Buch, schau ein Video, reflektiere, schreib deine Ziele auf. Wenn du keine Zeit für die wichtigen Dinge hast und Stagnation spürst, sollte genau das deine erste Priorität werden. Schau in deinen Kalender – außer echten Notfällen (die nicht die Regel sind) gibt es nichts, was dagegen gewinnt.

Fang klein an – der Rest ist Zinseszins. Du musst nicht viel tun: eine halbe bis eine Stunde am Tag reicht, zum Start auch 15 Minuten. Wichtig ist, es machbar zu halten und das Rad in Bewegung zu bringen. Machst du das täglich, führt es unweigerlich zum Zinseszins deiner persönlichen Entwicklung – und es wird schwer, in irgendeinem Lebensbereich zu stagnieren.

Was du in dieser Stunde lernst, entscheidest du nach deinem aktuellen Engpass – wie das geht, vertieft Lebenslanges Lernen. Für viele ist die beste Stunde die Morgenroutine. Und warum sich diese Investition in dich selbst über die Jahre potenziert, hörst du in In sich selbst investieren – ausführlich im Artikel Der Zinseszins der persönlichen Entwicklung.

Häufige Fragen zur Munger-Technik

Was ist die Munger-Technik? Eine simple Regel nach Charlie Munger: Nimm dir jeden Tag deine beste Stunde für deine Weiterentwicklung – bevor der Alltag sie verplant. So stellst du sicher, dass du kontinuierlich Fortschritte machst, statt zu stagnieren.

Wie finde ich Zeit für die wichtigen Dinge? Indem du das Wann zur Priorität machst, nicht nur das Was. Reservier dir deine beste Stunde fest (Prinzip „bezahle dich selbst zuerst“), beginne klein (15 Minuten) und streiche dafür anderes – außer echten Notfällen gibt es kaum etwas Wichtigeres.

Wann ist die „beste Stunde des Tages“? Die Stunde mit der meisten Energie, dem besten Fokus und der besten Chance auf Flow – ohne Ablenkung. Das ist von Person zu Person verschieden: morgens, mittags oder abends.

Warum stagniere ich trotz guter Vorsätze? Weil das eigentliche Problem meist nicht fehlende Ideen sind, sondern die Umsetzung – das Wann. Ständig kommt etwas dazwischen. Wer sich seine beste Stunde fest reserviert, löst genau diesen Engpass.

Mehr zum Thema

Diese Folge gehört zum Thema Produktivität und persönliche Entwicklung.

Transkript

In dieser Folge geht es um einen Satz, den ich im Mentoring mit ambitionierten Ingenieuren immer wieder höre: „Ich habe das Gefühl zu stagnieren oder nur langsame Fortschritte zu machen, weil ich mir zu wenig Zeit für die wichtigen Dinge nehme – immer kommt etwas dazwischen.“ Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Zeit für die wichtigen Dinge zu finden, ist eine ganz essenzielle Herausforderung.

Fangen wir einen Schritt vorher an, bei der zentralen Frage: Wie kann ich mich persönlich weiterentwickeln, um nicht zu stagnieren? Aus meiner Sicht hat das zwei Komponenten. Erstens: Was sollte ich lernen, womit sollte ich mich befassen? Das ist Just-in-Time-Learning – was ist gerade mein Engpass, was bringt jetzt den größten Fortschritt? Zweitens: Wann nehme ich mir die Zeit dafür? Und diese Frage nach dem Wann ist oft viel schwieriger. Du kannst dir viel vornehmen, aber die Umsetzung – wann du dir die Zeit nimmst – ist häufig der eigentliche Engpass. Es gibt unzählige Dinge, die im beruflichen und privaten Alltag dazwischenkommen und Zeit und Energie rauben. Nicht selten bleibt die eigene Entwicklung auf der Strecke oder kommt nur langsam voran. Und weil Fortschritt der größte Motivator ist, kann genau das demotivieren.

Was hat es nun mit der Munger-Technik auf sich? Charlie Munger – berühmter Investor und Partner von Warren Buffett – ist dafür bekannt, die Frage nach dem Wann gemeistert zu haben. Eine seiner Aussagen: „Einer der Gründe, warum ich seit Jahrzehnten stetig lerne, ist, dass ich mir jeden Tag meine beste Stunde dafür nehme.“ Genau das ist die Munger-Technik: Nutze die beste Stunde des Tages für deine Weiterentwicklung.

Deine beste Stunde kann nach dem Aufwachen sein – in einer der allerersten Podcast-Folgen, ich glaube Folge 6, habe ich meine Morgenroutine zu meiner besten Stunde gemacht, das hat mir persönlich unglaublich viel gegeben. Für viele gehört eine Morgenroutine zur besten Stunde, wo sie am fittesten und energiegeladensten sind und in den Flow kommen. Andere sagen, eine Morgenroutine ist nichts für sie, und machen es mittags oder abends. Wichtig ist, dass du dir die Zeit nimmst. Stell dir die Frage: Was ist die beste Stunde deines Tages – wann hast du die meiste Energie, den meisten Fokus, die beste Möglichkeit, in den Flow zu kommen?

Aus der Finanzwelt kennst du den Spruch „bezahle dich selbst zuerst“: Wenn du Vermögen aufbauen willst, legst du am Monatsanfang zuerst einen Teil beiseite. Dasselbe gilt für deine persönliche Entwicklung. Frag dich zuerst: Wann ist meine beste Stunde, und was mache ich heute in dieser Stunde? Meist ist man sich gar nicht bewusst, was man da tut – man verschläft sie oder verbringt sie abends vor dem TV. Bring deine Prioritäten in eine Reihenfolge: Familie und Freunde, Beruf – und du. Ganz wichtig: Du stehst an erster Stelle. Wenn du nicht für dich, deine Entwicklung, deine Motivation und deine Zufriedenheit sorgst, leiden alle anderen Lebensbereiche. Diese beste Stunde gehört dir – das ist deine MyTime. Investier sie in dich, deine Weiterentwicklung und dein Wohlbefinden. Wenn du Ambitionen hast, ist Wohlbefinden unweigerlich mit persönlicher Entwicklung verbunden. Schnapp dir ein Buch, schau ein Video, reflektiere, schreib deine Ziele auf – es gibt so viele Dinge, die du in dieser goldenen Stunde tun kannst.

Wenn du das Gefühl hast, keine Zeit für die wichtigen Dinge zu haben, und Stagnation und Frust spürst, dann sollte das deine oberste Priorität sein: dir die beste Stunde des Tages zu nehmen. Schau in deinen Kalender. Außer echten Notfällen – und die sind nicht die Regel – gibt es nichts, was dagegen gewinnt. Es liegt an dir, das zur Priorität zu machen und anderes zu streichen. Du musst gar nicht enorm viel tun; es reicht diese halbe bis eine Stunde am Tag für genau diese Themen. Wenn du das jeden Tag tust, führt es unweigerlich zum Zinseszins der persönlichen Entwicklung – dazu gibt es eine eigene, sehr empfehlenswerte Folge. Es wird dann sehr schwer, in irgendeinem Bereich zu stagnieren oder in Frust zu verfallen.

Zusammengefasst: Bei der Frage, wie du dich weiterentwickelst, ohne zu stagnieren, gibt es zwei Komponenten – das Was (Just-in-Time-Learning) und, viel wichtiger, das Wann. Es gibt Dutzende Dinge, die dazwischenkommen. Die Munger-Regel lautet: Nutze die beste Stunde des Tages für deine persönliche Weiterentwicklung – egal ob morgens, mittags oder abends. Hauptsache, du bist energiegeladen, fokussiert und ohne Ablenkung. Und wenn du mit 15 Minuten startest, ist das völlig in Ordnung. Mach es machbar, bring Momentum hinein und nutze den Zinseszins deiner Entwicklung. Dein zukünftiges Ich wird es dir danken. Liebe Grüße aus Hamburg, dein Tim.

Danke fürs Lesen. Mehr praktische Ideen erhältst du in meinem beliebten Newsletter. Jede Woche versende ich 3 Ideen an über 3.500 ambitionierte Ingenieure. Trage dich jetzt ein und schließ dich uns an.

Über den Host

Tim Schmaddebeck entwickelt ambitionierte Ingenieure zu strategischen Leadern. Er ist Autor von No Zero Days und schreibt über Karriere, Führung und Strategie.

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