Allein unter Geschäftsführern

Dieser Artikel ist ein Auszug aus No Zero Days, meinem Bestseller für ambitionierte Ingenieure.

Donnerstag, der 20. November 2014, war für mich kein normaler Arbeitstag. Diesen Tag werde ich nie wieder vergessen. Er gehört zu den Tagen, die mich in meinem Leben am meisten geprägt haben.

Alles begann einen Tag zuvor mit einer E-Mail meines Chefs.

„Bitte kurzfristig einspringen“

Als ich diese Betreffzeile las, ahnte ich noch nicht, dass dies der Auftakt zu einem der inspirierendsten Tage meines Lebens werden würde.

Mein Chef war bekannt für kurzfristige Aktionen.

Er kam nicht selten mit einer Bitte in mein Büro, die meine Prioritäten für den Tag vollständig durcheinander wirbelten. Also, nichts Ungewöhnliches.

Ich öffnete seine E-Mail und las.

„Morgen ist ein Termin, zu dem ich es leider nicht schaffe. Würden Sie bitte für mich teilnehmen?

Hier die Einladung:“

Auf meiner Uhr am Laptop war es 16:37 Uhr.

Beim Blick auf die Überschrift zu dem Termin blieb mein Herz stehen.

Business Round Table – Exklusiver Workshop für geschäftsführende Gesellschafter im Mittelstand

Geschäftsführer … ?!?
Gesellschafter … ?!?

Sofort stieg mein Puls und meine Hände wurden schwitzig. Erst vor wenigen Monaten hatte ich mein Ingenieurstudium abgeschlossen und als Qualitätsmanager begonnen.

Ich war komplett grün hinter den Ohren – und als introvertierte Persönlichkeit war ein Workshop mit Geschäftsführern meilenweit außerhalb meiner Komfortzone.

Mein Chef hatte die E-Mail an mich versandt, kurz bevor er das Büro verließ und zu einem wichtigen Termin fuhr. Kein Briefing. Keine Vorbereitung.

Ich war auf mich allein gestellt.

Schon auf dem Weg zum Veranstaltungszentrum war ich durchgeschwitzt vor Aufregung. An jedem Platz stand ein Namensschild – meins fehlte natürlich.

Alle begrüßten sich herzlich, als würden sie sich seit Jahren kennen. Es dauerte nicht lange, bis ich merkte, dass genau das der Fall war.

Es war eine eingespielte Gruppe von Unternehmerfreunden, die sich schon seit Jahren regelmäßig traf – insgesamt 24 Geschäftsführer.

Ich war deutlich der Jüngste und machte mir Sorgen, dass ich mich und meinen Chef blamieren würde.

Doch dann sagte der Gastgeber etwas, das mich überraschte:

„Ich finde es klasse, dass wir heute einen Ehrengast mit dabei haben. Ein echtes Nachwuchstalent. Ihr Chef hat mich gestern noch angerufen.“

Diese Worte halfen mir. Sie nahmen mir den Druck und beflügelten mich.

Der Rest des Tages verging, wie im Flug. Es gab Gruppendiskussionen, Workshops und Einzelgespräche. Es wurde gelacht und hitzig diskutiert.

Ich habe Worte gehört, die ich nicht kannte.
Perspektiven gesehen, die für mich neu waren.
Und Strategien gehört, die mich stark beeindruckten.

Ich weiß noch genau, wie ich meinem Chef am Freitag voller Begeisterung von all diesen Eindrücken erzählte.

In den ersten Jahren meines Berufslebens gab es viele Momente außerhalb meiner Komfortzone:

  • Ich habe auf Betriebsversammlungen gesprochen,
  • Strategie-Workshops der Unternehmensführung moderiert und
  • Vorlesungen an der Uni gehalten.

Aber es war dieses eine Event – dieses elitäre Treffen mit 24 Geschäftsführern – das mich inspiriert hat, größer zu denken.

Nach diesem Tag war für mich klar:

Ich werde Geschäftsführer.

Danke fürs Lesen. Mehr praktische Ideen erhältst du in meinem beliebten Newsletter. Jede Woche versende ich 3 Ideen an über 3.500 ambitionierte Ingenieure. Trage dich jetzt ein und schließ dich uns an.

Über den Autor

Tim Schmaddebeck entwickelt ambitionierte Ingenieure zu strategischen Leadern. Er ist Autor von No Zero Days und schreibt über Karriere, Führung und strategisches Arbeiten.

Allein unter Geschäftsführern

Dieser Artikel ist ein Auszug aus No Zero Days, meinem Bestseller für ambitionierte Ingenieure.

Donnerstag, der 20. November 2014, war für mich kein normaler Arbeitstag. Diesen Tag werde ich nie wieder vergessen. Er gehört zu den Tagen, die mich in meinem Leben am meisten geprägt haben.

Alles begann einen Tag zuvor mit einer E-Mail meines Chefs.

„Bitte kurzfristig einspringen“

Als ich diese Betreffzeile las, ahnte ich noch nicht, dass dies der Auftakt zu einem der inspirierendsten Tage meines Lebens werden würde.

Mein Chef war bekannt für kurzfristige Aktionen.

Er kam nicht selten mit einer Bitte in mein Büro, die meine Prioritäten für den Tag vollständig durcheinander wirbelten. Also, nichts Ungewöhnliches.

Ich öffnete seine E-Mail und las.

„Morgen ist ein Termin, zu dem ich es leider nicht schaffe. Würden Sie bitte für mich teilnehmen?

Hier die Einladung:“

Auf meiner Uhr am Laptop war es 16:37 Uhr.

Beim Blick auf die Überschrift zu dem Termin blieb mein Herz stehen.

Business Round Table – Exklusiver Workshop für geschäftsführende Gesellschafter im Mittelstand

Geschäftsführer … ?!?
Gesellschafter … ?!?

Sofort stieg mein Puls und meine Hände wurden schwitzig. Erst vor wenigen Monaten hatte ich mein Ingenieurstudium abgeschlossen und als Qualitätsmanager begonnen.

Ich war komplett grün hinter den Ohren – und als introvertierte Persönlichkeit war ein Workshop mit Geschäftsführern meilenweit außerhalb meiner Komfortzone.

Mein Chef hatte die E-Mail an mich versandt, kurz bevor er das Büro verließ und zu einem wichtigen Termin fuhr. Kein Briefing. Keine Vorbereitung.

Ich war auf mich allein gestellt.

Schon auf dem Weg zum Veranstaltungszentrum war ich durchgeschwitzt vor Aufregung. An jedem Platz stand ein Namensschild – meins fehlte natürlich.

Alle begrüßten sich herzlich, als würden sie sich seit Jahren kennen. Es dauerte nicht lange, bis ich merkte, dass genau das der Fall war.

Es war eine eingespielte Gruppe von Unternehmerfreunden, die sich schon seit Jahren regelmäßig traf – insgesamt 24 Geschäftsführer.

Ich war deutlich der Jüngste und machte mir Sorgen, dass ich mich und meinen Chef blamieren würde.

Doch dann sagte der Gastgeber etwas, das mich überraschte:

„Ich finde es klasse, dass wir heute einen Ehrengast mit dabei haben. Ein echtes Nachwuchstalent. Ihr Chef hat mich gestern noch angerufen.“

Diese Worte halfen mir. Sie nahmen mir den Druck und beflügelten mich.

Der Rest des Tages verging, wie im Flug. Es gab Gruppendiskussionen, Workshops und Einzelgespräche. Es wurde gelacht und hitzig diskutiert.

Ich habe Worte gehört, die ich nicht kannte.
Perspektiven gesehen, die für mich neu waren.
Und Strategien gehört, die mich stark beeindruckten.

Ich weiß noch genau, wie ich meinem Chef am Freitag voller Begeisterung von all diesen Eindrücken erzählte.

In den ersten Jahren meines Berufslebens gab es viele Momente außerhalb meiner Komfortzone:

  • Ich habe auf Betriebsversammlungen gesprochen,
  • Strategie-Workshops der Unternehmensführung moderiert und
  • Vorlesungen an der Uni gehalten.

Aber es war dieses eine Event – dieses elitäre Treffen mit 24 Geschäftsführern – das mich inspiriert hat, größer zu denken.

Nach diesem Tag war für mich klar:

Ich werde Geschäftsführer.

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Über den Autor

Tim Schmaddebeck entwickelt ambitionierte Ingenieure zu strategischen Leadern. Er ist Autor von No Zero Days und schreibt über Karriere, Führung und strategisches Arbeiten.

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