Vielleicht hast du es schon viele Male gehört, aber nie so richtig ernst genommen. So ging es jedenfalls mir im Mai 2020.
Zu der Zeit las ich den Weltbestseller „Getting things done“ von David Allen und hatte eigentlich das Gefühl meine Produktivität im Griff zu haben.
Ein Gedanke von David Allen ließ mich allerdings nicht in Ruhe.
„Mit 60 Minuten pro Woche kannst du deine Produktivität ohne Probleme verzehnfachen.“
David Allen‘s Zauberwort: ein Weekly Review.
Seit ich David Allen’s Buch gelesen habe, hat sich bei mir viel verändert. Ich habe mein eigenes Weekly Review entwickelt und fest in meine Woche etabliert.
Ich arbeite heute fokussierter und produktiver denn je.
Im Folgenden möchte ich meine Gedanken und Erfahrungen rund um das Weekly Review mit dir teilen.
Die erste Frage, die ich mir damals gestellt habe, war:
Wann mache ich mein Weekly Review?
Für mich kamen 3 Optionen infrage:
- Freitag Nachmittag
- Sonntag Abend
- Montag Morgen
Ich kenne durchaus Personen, die ihr Weekly Review ans Ende einer Woche legen. Jeder hat seine eigenen Präferenzen.
Für mich ist das Weekly Review der perfekte Wochenstart. Daher fiel die Wahl nicht schwer.
Auch, wenn es immer wieder Freitage und Wochenenden gibt, an denen ich bereits einige Gedanken für das Weekly Review festhalte.
Nächster Schritt:
Was mache ich während des Weekly Reviews?
Bei dieser Frage habe ich mich von David Allen inspirieren lassen. Er empfiehlt 5 simple Schritte. Meine Herangehensweisen kommt dem sehr nahe.

Damit ich nichts vergesse, habe ich alle Punkte meines Weekly Reviews in einer Checkliste festgehalten.
Wie ein Pilot vor dem Start des Fluges greife auch ich zur Checkliste vor dem Start meiner Woche.
Hier meine Checkliste:
(1) Aufräumen (physisch und mental)
- Schreibtisch aufräumen
- Screenshots, Bilder und Dokumente auf meinem Desktop wegsortieren
- E-Mails, What‘s App und weitere Nachrichten checken
- Offene Aufgaben & Reminder festhalten (und alles was mir noch durch den Kopf geht…)
(2) Wochenrückblick und Reflexion
- Letzte Woche im Kalender ansehen
- Handschriftliche Notizen ansehen und sortieren
(3) Ziele und Projekte
- Den Fortschritt meiner wichtigsten Projekte und Ziele checken
- Kennzahlen checken
- Kernaktivitäten reflektieren
- Finanzen checken
(4) Wochenplanung
- To-do-Liste für die Woche erstellen
- Zeitblocker im Kalender einplanen
- Relationship Building:
- Wer kann mir bei meinen Herausforderungen helfen?
- Mit wem tausche ich mich diese Woche aus?
- Pausen und Sport einplanen
(5) Bigger Picture
- Persönliches Leitbild ansehen
- Was würde alles andere einfacher machen?
- Welche (neuen) Themen begeistern mich?
Auf den ersten Blick wirkt diese Liste ziemlich lang.
Tatsächlich gibt es aber Wochen, in denen ich bereits nach nur 15-20 Minuten alles erledigt habe.
Mein Fazit: Eine Praktik, die (gerade am Anfang) etwas Disziplin erfordert, aber sich langfristig in jedem Fall lohnt.
