Es gibt eine kleine, bildhafte Geschichte, die mich auf einem sehr tiefen Level anspricht. Die besten Ideen sind gleichzeitig wahr und nicht offensichtlich. Dies ist eine davon:
Wenn du das Leben eines Menschen zerstören willst, gib ihm ein kleines, heruntergekommenes Haus, in dem er kostenlos wohnen darf.
Kommst du 30 Jahre später zurück, wird er vermutlich immer noch darin leben.
Der Deal war zu gut, um das Haus aufzugeben.
Also ging er nie die Schritte, die sein Leben verbessert hätten.
Viele ambitionierte Ingenieure stecken in dieser Situation.
Sie haben ein gutes Gehalt, einen sicheren Job und nette Kollegen. Gleichzeitig sehen sie keine Perspektive im Job: Sie entwickeln sich kaum weiter und übernehmen keine echte Verantwortung.
Ihre Karriere ist halbtot.
Sie ist angenehm genug, um zu bleiben – und unbefriedigend genug, um immer wieder über einen Wechsel nachzudenken. Jahre vergehen, weil es keinen akuten Grund gibt, etwas zu verändern.
Die Frage ist deshalb nicht nur:
Was verliere ich, wenn ich gehe?
Die wichtigere Frage lautet:
Was verliere ich, wenn ich bleibe?

