Die wichtigsten Entscheidungen triffst du fast nie mit vollständigen Informationen. Soll ich das Unternehmen wechseln? Dieses große Projekt starten? Diesen Weg gehen? Du weißt nicht, was auf dich zukommt – und ob es sich lohnt.
In dieser Folge geht es um eine einfache, kontraintuitive Methode, mit der du genau solche Entscheidungen triffst: das U-Boot-Prinzip. Ein kleines Testprojekt, das unter dem Radar fliegt – und dir nach wenigen Wochen die Klarheit gibt, die endloses Grübeln nie liefert.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Die falsche Frage: „Soll ich mich für mehrere Monate committen?“ überfordert dich. Sie zwingt dich zu einer großen Entscheidung, bevor du genug weißt.
- Das U-Boot-Prinzip: Statt zu entscheiden, startest du ein kleines Testprojekt unter dem Radar. Ein klar befristeter Test (z. B. vier Wochen), danach entscheidest du.
- Handeln schlägt Grübeln: Wer ins Handeln kommt und Momentum aufbaut, versteht den Prozess viel besser – und sammelt echte Daten statt Vermutungen.
- Hypothesen testen statt glauben: Schreib auf, was du dir erhoffst und glaubst. Dann frag dich: Wie kann ich diese Hypothese mit einem kleinen Test prüfen?
- 70 % reichen: Jeff Bezos rät, mit rund 70 % der Informationen zu entscheiden. Auf 100 % zu warten ist nicht möglich.
- Die Nein-Faustregel: Hast du den Test gemacht und kannst dich immer noch nicht entscheiden, ist es ein Nein.
- Ein trainierbarer Muskel: Je mehr Verantwortung du übernimmst, desto größer die Entscheidungen unter Unsicherheit – und desto besser wirst du darin mit jeder Iteration.
Entscheidungen unter Unsicherheit im Detail
Die Ausgangslage. Manche Entscheidungen sind so groß, dass du nicht weißt, wie du überhaupt an sie herangehen sollst. Bei der Frage, ob ich ein Buch schreiben soll, war es genau so: ein langfristiges Ziel, aber totale Unsicherheit. Ich wusste nicht, was es bedeutet, ein Buch zu schreiben, und nicht, ob es sich am Ende lohnt. Jede Investition deiner Zeit ist ein Trade-off – die Brille des Essentialismus fragt: Was ist gerade wirklich wesentlich, und was gehört auf die lange Not-to-do-Liste?
Warum Ratschläge oft nicht weiterhelfen. Mein erster Reflex war richtig: mit anderen sprechen. Ich habe mit rund zehn Menschen geredet – Freunde, Bekannte, Experten, alle mit unterschiedlichen Erfahrungen. Doch fast alles fiel in eine von zwei Schubladen. Die einen sagten: „Mach es auf jeden Fall, sei mutig, hör auf dein Bauchgefühl.“ Die anderen: „Mach es auf keinen Fall, bleib fokussiert auf das Wesentliche.“ Zwei Pole, die sich gegenseitig aufhoben. Nichts davon brachte mich weiter. Ich steckte in einem Dilemma.
Der Moment, der alles veränderte. Bei einem Freund zum Kaffee, mitten in einem Gespräch, schaute er mich an und sagte etwas zunächst Merkwürdiges: „Starte doch ein U-Boot.“ Ein U-Boot? Ein kleines Testprojekt, das unter dem Radar fliegt. „Du kannst das Ganze vier Wochen lang testen, danach bist du schlauer – dann fällt dir die Entscheidung deutlich leichter.“ Gesagt, getan. Vier Wochen lang fing ich an, frühmorgens und spätabends am Buch zu arbeiten. Die Entscheidung selbst habe ich nach hinten geschoben. Meine jetzige Entscheidung war nur: Ich starte das U-Boot.
Was das U-Boot-Prinzip eigentlich ist. Es ist nichts anderes als eine wissenschaftliche Vorgehensweise. Du hast eine Hypothese, eine Idee. Bevor du dich auf etwas Großes und Langfristiges committest, testest du diese Hypothese bestmöglich mit einem kleinen Projekt. Wenn du aktiv ins Handeln kommst und Momentum aufbaust, verstehst du viel besser, wie der Prozess funktioniert. Du sammelst mehr Informationen, alles wird klarer – und die Entscheidung, die vorher riesig und unsicher wirkte, ist plötzlich gar nicht mehr so groß. Nach vier Wochen war für mich klar, was die richtige Entscheidung ist. Ich bin den Weg des Buches gegangen.
Hypothesen sichtbar machen. Das funktioniert weit über Buchprojekte hinaus. Du willst das Unternehmen wechseln oder dein Berufsfeld komplett ändern? Dann führ dir vor Augen: Warum findest du das attraktiv? Dahinter stecken Hypothesen. Oft ist das Gras nur scheinbar grüner – eine Falle, in die man schnell tappt. Schreib also auf, was du dir erhoffst und woran du glaubst. Und dann frag dich: Wie kannst du diese Hypothese mit einem kleinen Test prüfen? So triffst du gute Entscheidungen.
Warum das kontraintuitiv ist. Denk an deine Studienwahl zurück. Die meisten gehen mit einer riesigen Frage heran: „Was will ich für den Rest meines Lebens tun?“ Aus meiner Sicht ist das die falsche Frage. Im schlechtesten Fall grübelst du zu lange und sammelst zu wenige Daten, statt zu testen. Mir hat damals geholfen, zwei Wochen vor Studienstart einfach mal in eine Vorlesung mitzukommen und mit Studierenden zu sprechen. Klein, kein „echtes“ U-Boot – aber genug, um ein Gefühl zu bekommen. Greifbare, praktische Informationen schlagen jede Vermutung.
Die 70-Prozent-Regel und das Nein. Jeff Bezos hat sinngemäß gesagt: Wenn du 70 % der Informationen hast, reicht das, um zu entscheiden. Auf eine hundertprozentige Informationslage zu warten, ist nicht möglich. Und es gibt eine zweite Faustregel, die mir über die Jahre geholfen hat: Wenn du dich nicht entscheiden kannst, ist es ein Nein. Meistens liegt es daran, dass du noch eine Testphase brauchst. Aber wenn du den Test durch hast und dich immer noch nicht entscheiden kannst, dann ist die ehrlichere Antwort das Nein.
Ein Muskel, den du trainierst. Je beruflich ambitionierter du bist und je mehr Verantwortung du übernimmst, desto größer werden die Entscheidungen unter Unsicherheit. Anschaffungen in Millionenhöhe, Menschen einstellen oder gehen lassen, Umstrukturierungen leiten, Projekte initiieren. Das ist ein Muskel, den du trainieren kannst. Je öfter du unter Unsicherheit entscheidest und iterierst, desto besser wirst du – durch Hypothesen testen, ins Handeln kommen und aufhören, dir den Kopf zu zerbrechen.
Wer mehr Verantwortung übernimmt, trifft solche Entscheidungen ständig – ein Werkzeugkasten hilft. Warum Handeln oft besser ist als endloses Planen, zeigt Ready, Fire, Aim. Die Grundlagen guter Entscheidungen findest du in Entscheidungen treffen und – warum selbst kluge Menschen danebenliegen – in smarte Entscheidungen treffen. Und wie du die Folgen deiner Entscheidungen mitdenkst, zeigt Second-Order Thinking.
Häufige Fragen zu Entscheidungen unter Unsicherheit
Was bedeutet „Entscheidungen unter Unsicherheit treffen“? Es bedeutet, handlungsfähig zu bleiben, obwohl du unvollständige Informationen hast und nicht weißt, was auf dich zukommt. Statt auf vollständige Klarheit zu warten, sammelst du gezielt Daten – etwa über einen kleinen Test – und entscheidest auf dieser Grundlage fundierter.
Was ist das U-Boot-Prinzip? Das U-Boot-Prinzip ist ein kleines, befristetes Testprojekt, das unter dem Radar fliegt. Bevor du dich auf etwas Großes und Langfristiges festlegst, testest du deine Idee als Hypothese – zum Beispiel vier Wochen lang. Danach hast du echte Informationen und entscheidest deutlich leichter.
Wie treffe ich eine große Entscheidung, wenn ich nicht weiß, was auf mich zukommt? Mach die Entscheidung kleiner. Statt dich sofort für Monate zu committen, startest du ein kurzes Testprojekt. Schreib deine Hypothesen auf, prüfe sie praktisch und komm ins Handeln. Momentum und echte Daten lösen das Dilemma, das endloses Grübeln nie löst.
Was, wenn ich mich nach dem Test immer noch nicht entscheiden kann? Dann ist es ein Nein. Wenn du eine Testphase durchlaufen hast, genug Informationen besitzt und dich trotzdem nicht entscheiden kannst, ist der Weg des Neins meist der ehrlichere. Auf eine hundertprozentige Informationslage zu warten, ist ohnehin nicht möglich – rund 70 % reichen für eine Entscheidung.
Bücher & Ressourcen aus der Folge
- Greg McKeown – Essentialismus: Die Brille, gezielt auszuwählen, was wirklich wesentlich ist – und alles andere auf die Not-to-do-Liste zu setzen.
- Roman Gaida – Working Dad: Das Buch, dessen Veröffentlichung den ersten Impuls gab, selbst eines zu schreiben.
Mehr dazu in meinen Buchempfehlungen zu Entscheidungen.
Diese Folge gehört zum Thema Bessere Entscheidungen treffen.
Transkript
In dieser Folge möchte ich darüber sprechen, was du lernen kannst, wenn es um Entscheidungen vor Unsicherheit geht – und warum mein Buch fast nicht zustande gekommen wäre.
Alles begann mit einer simplen, sehr einfachen Frage im September 2022: Warum schreibst du eigentlich kein Buch? Ich hatte mich mit Roman Geider getroffen, kurz nachdem er sein Buch „Working Dead“ veröffentlicht hatte. Wir trafen uns in Hamburg, und in den Tagen danach konnte ich an nichts anderes mehr denken. Das Thema stand schon ewig auf meiner Bucket List – Vorbilder wie Tim Ferriss, James Clear und Jim Collins haben schließlich alle Bücher geschrieben. Also ging mir eine Frage nicht aus dem Kopf: Soll ich ein Buch schreiben?
Es ist eine große Frage, und ich war mir total unsicher. Es war zwar mein langfristiges Ziel, aber sollte ich es jetzt tun? Meine Kernfrage war eigentlich: Wie soll ich eine so große Entscheidung treffen, wenn ich nicht weiß, was auf mich zukommt und ob es sich überhaupt lohnt? Ich hatte keine Ahnung, was es bedeutet, ein Buch zu schreiben. Längere wissenschaftliche Arbeiten hatte ich verfasst, aber ein Buch ist noch einmal etwas anderes. Und genauso die Frage, ob es sich lohnt – am Ende ist es immer ein Trade-off, die eigene Zeit richtig zu investieren. Das ist die Essentialismus-Brille von Greg McKeown: Was ist jetzt wirklich relevant, was ist das Wesentliche, und was gehört eher auf eine lange Not-to-do-Liste?
Was macht man als Erstes? Mit anderen Menschen sprechen. Um die Frage für mich zu klären, sprach ich mit etwa zehn Personen – Freunde, Bekannte, Experten, alle mit unterschiedlichen Erfahrungen und Sichtweisen. Aber schnell wurde mir klar, dass das überhaupt nicht half. Alle sagten etwas, das in eine von zwei Kategorien fiel. Die eine Gruppe sagte: „Mach es auf jeden Fall, sei mutig, hör auf dein Bauchgefühl, es wird schon das Richtige sein.“ Die andere Gruppe sagte: „Mach es auf keinen Fall, lass dich nicht ablenken, bleib fokussiert auf das Wesentliche – Mentorwerk ist der Kern.“ Zwei Pole. Nichts davon brachte mich weiter. Es fühlte sich an, als stecke ich in einem Dilemma. Mein Bauchgefühl sagte mir, da ist etwas Spannendes, vielleicht ist jetzt der richtige Zeitpunkt – aber ich konnte mich einfach nicht entscheiden.
Dann saß ich an einem Sonntag bei einem Freund zum Kaffee, wie öfter. Wir philosophierten über die unterschiedlichsten Dinge, unter anderem über diese Frage. Und aus dem Nichts schaute er mich an und sagte etwas zunächst sehr Merkwürdiges: „Starte doch ein U-Boot.“ Ich schaute ihn nur an: „Ein was? Ein U-Boot?“ Daraufhin sagte er: „Ja, ein kleines Testprojekt, ein Testprojekt, das unter dem Radar fliegt. Du kannst das Ganze vier Wochen testen, danach bist du schlauer, dann fällt dir die Entscheidung deutlich leichter.“
Gesagt, getan. Vier Wochen lang fing ich an, das Buch zu schreiben – ich fing einfach an, kam ins Handeln. Die Entscheidung habe ich also vier Wochen nach hinten geschoben. Meine jetzige Entscheidung war: Ich entscheide mich für das U-Boot. Das U-Boot-Projekt dauert vier Wochen, und danach kann ich noch einmal entscheiden, ob ich weitermache oder aufhöre. Also arbeitete ich vier Wochen lang frühmorgens und spätabends am Buch.
Das zeigt zwei Dinge. Wenn man aktiv ins Handeln kommt und Momentum aufbaut, versteht man viel besser, wie der Prozess funktioniert. Man sammelt mehr Informationen, alles wird klarer. Die Entscheidung, die vorher vor Unsicherheit stand, ist plötzlich gar nicht mehr so groß und unsicher. Nach vier Wochen war für mich klar, was die richtige Entscheidung ist. Ich habe mich damals dafür entschieden, den Weg des Buches zu gehen. Natürlich wird die Zeit zeigen, ob es sich am Ende gelohnt hat, aber der Weg selbst war schon eine unheimlich wertvolle Erfahrung.
Im Nachgang habe ich reflektiert, was die Learnings aus diesem Buchprojekt waren – unabhängig davon, wie man ein Buch schreibt. Eines der wichtigsten Elemente ganz am Anfang: Wenn du unsicher bist und dich nicht entscheiden kannst, hör auf, dir den Kopf zu zerbrechen. Versuch, ins Handeln zu kommen. Und nimm dieses Bild des U-Boots gerne mit. Mittlerweile sprechen wir auch im Team bei Mentorwerk häufig davon: Sollten wir da nicht ein U-Boot starten?
Das U-Boot ist nichts anderes als eine sehr wissenschaftliche Vorgehensweise. Du hast eine Hypothese, eine Idee – und diese Idee solltest du bestmöglich testen, bevor du dich auf etwas sehr Großes und Langfristiges committest. Idealerweise nutzt du ein kleines Testprojekt, um deine Hypothese zu prüfen. Es kann auch hilfreich sein, deine Hypothese auszuformulieren.
Das hilft bei verschiedenen Perspektiven für ambitionierte Ingenieure. Wenn du das Unternehmen wechseln oder einen ganzen Change in deinem Berufsfeld machen möchtest, kann es sehr hilfreich sein, dir vor Augen zu führen: Warum findest du das attraktiv? Dahinter stecken Hypothesen. Du kennst das wahrscheinlich – das Gras ist auf der anderen Seite immer grüner, da tappt man schnell in die Falle. Ich habe in den letzten Jahren mit vielen Ingenieuren genau diese Übung gemacht: zu überlegen, was sind deine Hypothesen, was erhoffst du dir, was glaubst du? Diese Hypothesen aufzuschreiben und sich dann zu fragen: Wie kannst du sie testen? Das ist der beste Weg, gute Entscheidungen zu treffen.
Das gilt auch für eine große Frage wie ein Buchprojekt – soll ich mich auf ein halbes Jahr oder länger committen? Aus eigener Erfahrung: Das ist die falsche Frage. Genau da hilft ein U-Boot-Projekt. Diese Denkweise, Hypothesen zu testen und iterativ vorzugehen, ist kontraintuitiv. Versetz dich zurück: Wie hast du entschieden, welches Studium du wählst? Wenn du das hörst, hast du dich wahrscheinlich für einen Studiengang mit Ingenieurskontext entschieden – Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen, Elektrotechnik oder angrenzende Fächer.
Das Entscheidende: Die meisten gehen die Studienwahl mit einer großen Frage an. Sie fragen sich: Was will ich für den Rest meines Lebens tun, was bereitet mir Freude, was hat die größten Zukunftschancen? Aus meiner Sicht ist das die falsche, eine schlechte Frage. Sie sorgt im schlechtesten Fall dafür, dass du zu lange grübelst, dir den Kopf zerbrichst und auf Grundlage zu weniger Informationen entscheidest. Idealerweise testest du den Prozess so schnell wie möglich: Hypothesen aufschreiben, dir vor Augen führen, was du glaubst – und dann fragen, wie du es testen kannst.
Ich hatte damals zufällig zwei Wochen vor meinem Studienstart die Möglichkeit, bei jemandem, der schon weit fortgeschritten war, einfach mal in die Vorlesung mitzukommen, sie mir anzuhören und mit den Leuten zu sprechen. Kleine Möglichkeiten, die ich damals nie als U-Boot bezeichnet hätte – es war auch nicht so groß wie ein U-Boot-Projekt. Aber es half, ein paar Dinge zu testen und ein Gefühl zu bekommen. Das kann bei jeder Form von großen Entscheidungen helfen: einen Test zu machen, um greifbarere, praktischere Informationen zu sammeln und dann eine fundiertere Entscheidung zu treffen.
Aus meiner Sicht kann dieses U-Boot-Thema bei jeglicher Form von Entscheidungen vor Unsicherheit helfen. Wenn du beruflich ambitioniert bist, mehr bewegen und Führungsverantwortung übernehmen möchtest – egal ob du heute schon Führungskraft bist oder nicht, vielleicht sogar irgendwann in Richtung Geschäftsführung gehst – steigt mit jedem Schritt die Größe der Entscheidung, die du unter Unsicherheit treffen musst. Am Anfang sind es kleine Dinge, später entscheidest du vielleicht über eine Maschinenanschaffung in Millionenhöhe, stellst Mitarbeiter ein, lässt Mitarbeiter gehen, leitest eine Umstrukturierung, initiierst Projekte. Ich kann dir versichern: Es ist ein Muskel, den man trainieren kann. Je mehr Entscheidungen du unter Unsicherheit triffst, desto besser wirst du darin, und desto mehr Iterationen machst du.
Gerade Dinge wie Hypothesen testen, ins Handeln kommen und sich nicht zu sehr den Kopf zu zerbrechen helfen. Es gibt einen schönen Satz: Wenn du dich nicht entscheiden kannst, dann ist es ein Nein. Für mich sind das zwei Wege. Erstens: Wie viel Information hast du wirklich, auf welcher Grundlage triffst du die Entscheidung? In den meisten Fällen, wenn du prokrastinierst und dich nicht entscheiden kannst, liegt es daran, dass du eine Testphase brauchst. Aber wenn du die Testphase durch hast und dich immer noch nicht entscheiden kannst, dann ist es ein Nein. Das ist eine Faustregel, die mir in den letzten Jahren immer geholfen hat: Wenn du viele Informationen hast und dich trotzdem nicht entscheiden kannst, ist es besser, den Weg des Neins zu gehen.
Wenn du in den nächsten Jahren mehr Verantwortung übernehmen willst, garantiere ich dir: Viele Entscheidungen warten auf dich. Und es gibt nicht immer Klarheit – du hast wenig oder begrenzte Informationen. Jeff Bezos hat einmal gesagt: Wenn du 70 % der Informationen hast, ist das ausreichend, um eine Entscheidung zu treffen. Viele versuchen, eine hundertprozentige Informationslage zu erreichen – das ist nicht möglich. In dem Kontext kann ein U-Boot-Projekt helfen, eine kleine Testphase. Nimm das gerne mit und nutze es, wenn du das nächste Mal unsicher bist und dich nicht entscheiden kannst.
Liebe Grüße aus Hamburg, dein Tim.