Erfolg: die Essenz eines erfolgreichen Lebens in einem Satz

Arnold Schwarzenegger hat drei Leben gelebt: als Bodybuilder, Schauspieler und Politiker. In seiner Doku nennt er einen Satz als Lebensphilosophie: „Early to bed, early to rise, work like hell – and advertise.“

Im ersten Moment klingt das simpel, doch dahinter stecken drei der grundlegendsten Erfolgsprinzipien. In dieser Folge zerlege ich den Satz in seine drei Teile – und zeige, was wirklich gemeint ist.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Early to bed, early to rise: Deine Ziele und deine Entwicklung haben oberste Priorität – jeden Tag, mit deiner besten Energie.
  • „Bezahle dich selbst zuerst“: Investiere zuerst in dich, statt mit der Restenergie am Tagesende.
  • Work like hell: Arbeite hart – aber an der richtigen Sache, deiner echten Leidenschaft.
  • Leidenschaft statt Workaholic: Hart arbeiten an deinem Thema ist gesund; hart an etwas Falschem führt in den Burnout.
  • Advertise: Selbstvermarktung ist der größte blinde Fleck vieler Ingenieure – und lernbar.

Die Essenz des Erfolgs im Detail

Teil 1 – Early to bed, early to rise. Wörtlich geht es um Biorhythmus und Morgenroutine. Dahinter steckt aber eine tiefere Botschaft: Deine eigenen Ziele und deine persönliche Entwicklung sollten immer oberste Priorität haben – wie die Sauerstoffmaske im Flugzeug, die du zuerst dir selbst aufsetzt. Das ist kein Egoismus, sondern Lebenserhaltung. Aus der Investmentwelt passt die Faustregel „bezahle dich selbst zuerst“: Deine Sparquote (und deine Investition in deine Entwicklung) geht zuerst vom Konto, nicht das, was am Ende übrig bleibt. Übertragen heißt das: Investiere deine beste Energie zuerst am Tag in deine Entwicklung – denn über den Tag sinkt sie (Stichwort Decision Fatigue). Wer sagt „Ich komme nicht zum Lesen“, meint in Wahrheit: Es ist eine Frage der Priorität, nicht der Zeit.

Teil 2 – Work like hell. Marc Andreessen (Mitentwickler des ersten Massen-Browsers, heute Top-Venture-Capitalist) sagt: Es gibt keinen herausragenden CEO, der nicht hart arbeitet – und gleichzeitig haben fast alle florierende Familien. Das ist kein Widerspruch. Entscheidend ist der Unterschied zwischen Workaholic und Leidenschaft: Ein Workaholic ist krankhaft getrieben (in Japan sterben Menschen daran). Wer dagegen an seiner echten Leidenschaft arbeitet, kann intensiv und „all in“ gehen und versteht trotzdem die Bedeutung von Erholung und Energiemanagement. Der Twist: Es ist subjektiv – was für den einen Leidenschaft ist (etwa Sachbücher lesen), wirkt von außen wie Workaholic. „Work like hell“ heißt deshalb: erst an der richtigen Opportunity arbeiten (deiner Leidenschaft), dann Vollgas geben. Beim Einstellen heißt das, auf Mission Alignment zu achten – die Überschneidung der Ziele von Person und Unternehmen.

Teil 3 – Advertise. Es reicht nicht, diszipliniert und leidenschaftlich an der richtigen Sache zu arbeiten – du musst dich auch vermarkten können. Das ist der größte blinde Fleck vieler Ingenieure, voller begrenzender Glaubenssätze („Verkaufen ist schlecht“, „ich bin kein Verkäufer“, „die anderen werden meine Leistung schon sehen“). Dabei sind Ingenieure mit ihrem analytischen, prozessorientierten Denken oft hervorragend in Marketing und Verkauf – das ist lernbar, niemand wird dazu geboren. Im Kern bedeutet es, Psychologie und Kommunikation zu beherrschen: Cold Mails, Copywriting, Positionierung, Personal Branding. Ein starkes Beispiel: Bewerbungsunterlagen, die diese Prinzipien nutzen, erzeugen einen solchen Sog, dass du kaum noch ein Nein hörst. Schwarzeneggers größter Hebel war genau dieser Teil – seine einzigartige Positionierung als muskulöser Österreicher mit Akzent in Hollywood war kein Zufall.

Wie du den ersten Teil praktisch umsetzt, hörst du in Morgenroutine. Warum „bezahle dich selbst zuerst“ deine wichtigste Investition ist, vertiefst du in In sich selbst investieren. Und wie du den „Advertise“-Teil angehst und sichtbar wirst, zeigt Selbstmarketing.

Häufige Fragen zur Essenz des Erfolgs

Wie lautet Arnold Schwarzeneggers Erfolgsformel? „Early to bed, early to rise, work like hell – and advertise.“ Übersetzt: früh ins Bett, früh aufstehen, hart arbeiten – und sich vermarkten. Dahinter stehen drei grundlegende Erfolgsprinzipien.

Was bedeutet „early to bed, early to rise“ wirklich? Im Kern: Deine eigenen Ziele und deine Entwicklung haben oberste Priorität, und du investierst deine beste Energie zuerst am Tag – nicht erst die Restenergie am Abend. „Bezahle dich selbst zuerst.“

Macht hartes Arbeiten krank? Nur, wenn du hart an der falschen Sache arbeitest – das führt in Richtung Workaholic und Burnout. Hart an deiner echten Leidenschaft zu arbeiten ist dagegen gesund, solange du auch Erholung und andere Lebensbereiche pflegst.

Warum ist „advertise“ so wichtig? Weil exzellente Arbeit allein nicht reicht, wenn niemand sie wahrnimmt. Selbstvermarktung ist ein lernbarer Skill und für viele Ingenieure der größte Hebel – im Kern geht es um Psychologie und Kommunikation.

Bücher & Ressourcen aus der Folge

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Mehr zum Thema

Diese Folge gehört zum Thema Persönlichkeit.

Transkript

In dieser Folge geht es um die Essenz des Erfolgs – ein erfolgreiches Leben in einem Satz. Ich spreche über eine beeindruckende Persönlichkeit, die drei Leben gelebt hat: ein sehr erfolgreicher Bodybuilder, dann Schauspieler, dann Politiker – Arnold Schwarzenegger. Wenig bekannt ist, dass er seine erste Million nicht mit Bodybuilding oder Schauspielerei verdient hat, sondern mit Immobilieninvestitionen; er hat sich also immer auch in anderen Bereichen weitergebildet. Seine Biografie kann ich sehr empfehlen. Anlass ist eine dreiteilige Dokumentation über ihn, in der er von seiner Lebensphilosophie spricht – einem Satz, der ihn nicht mehr losgelassen hat. Ursprünglich stammt der Satz von einem gewissen Turner und lautet: „Early to bed, early to rise, work like hell, and advertise.“ Ich teile ihn in drei Teile.

Teil eins: Early to bed, early to rise – früh schlafen, früh aufstehen. Wörtlich kann ich mich damit stark identifizieren; ich bin klar ein Morgenmensch, dazu habe ich in einer der ersten Folgen über Morgenroutine gesprochen. Aber wenn du eine Eule bist, ist das kein Problem, denn im Kern geht es nicht um das Wörtliche, sondern um die Botschaft dahinter: Deine eigenen Ziele und deine persönliche Entwicklung sollten immer oberste Priorität haben – vor der Arbeit und sogar vor der Familie. Das klingt hart, ist aber wie die Sauerstoffmaske im Flugzeug: Setz erst deine eigene auf, bevor du anderen hilfst. Das ist kein Egoismus, sondern Lebenserhaltung, denn Fortschritt in die richtige Richtung ist der größte Motivator. Aus der Investmentwelt passt die Faustregel „bezahle dich selbst zuerst“: Statt am Monatsende zu sparen, was übrig bleibt, geht deine Sparquote – und deine Investition in dich – als Erstes vom Konto. Genauso sollte deine beste Energie zuerst in deine Entwicklung fließen, denn über den Tag sinkt sie, Stichwort Decision Fatigue. Wer sich sagen hört „Ich komme nicht zum Lesen, ich komme nicht zum Podcasthören“, bei dem ist die Ursache: Es ist eine Frage der Priorität, nicht der Zeit.

Teil zwei: Work like hell. Ich habe ein Interview mit Marc Andreessen gehört, der mit Netscape den ersten massentauglichen Browser entwickelt und einen der bekanntesten Risikokapitalgeber des Silicon Valley aufgebaut hat. Seine Aussage: Es gibt keinen herausragenden CEO, der nicht hart arbeitet – Work-Life-Balance auf diesem Leistungsniveau hält er für absurd. Gleichzeitig sagt er, fast alle diese CEOs hätten florierende Familien. Für viele ist das ein Widerspruch, ist es aber nicht. Wichtig ist die Differenzierung, denn „work like hell“ lässt viele sofort an Workaholic und Burnout denken. Ein Workaholic ist krankhaft getrieben, zieht keine Energie mehr aus der Arbeit und baut körperlich ab – in Japan ist das eine Volkskrankheit, an der Menschen sterben. Auf der anderen Seite stehen Menschen voller Leidenschaft, die intensiv arbeiten können und trotzdem die Bedeutung von Ausgleich, Erholung und Energiemanagement verstehen. Der Twist: Es ist subjektiv. Wenn meine Leidenschaft ist, Sachbücher zu lesen, wirkt das auf jemanden, für den das eine Qual ist, wie Workaholic-Verhalten – für mich ist es Erfüllung. „Work like hell“ heißt deshalb zweierlei: erstens an der richtigen Opportunity arbeiten, also an deiner Leidenschaft, und zweitens dann Vollgas geben. Arbeitest du hart an etwas, das keine Leidenschaft für dich ist, führt das in Richtung Burnout. Der wichtigste Schritt ist dann, herauszuzoomen und ein Umfeld oder Feld zu suchen, in dem du dich voll einbringen kannst. Als Führungskraft solltest du beim Einstellen zuerst auf Mission Alignment achten: die Überschneidung zwischen den Leidenschaften und Zielen der Person und den Zielen des Unternehmens.

Teil drei: Advertise. Es reicht nicht, diszipliniert und leidenschaftlich an der richtigen Sache zu arbeiten – du musst dich auch selbst vermarkten können. Das ist ein großer blinder Fleck, den ich bei mir und bei vielen Ingenieuren gesehen habe. Es gibt viele begrenzende Glaubenssätze: „Verkaufen ist schlecht“, „ich will mich nicht aufdrängen“, „die anderen werden schon sehen, dass ich gute Arbeit mache“, „ich bin einfach kein Verkäufer“. Dabei habe ich gelernt: Ingenieure sind mit ihrem analytischen, prozessorientierten Denken oft der beste Typ für Marketing und Verkauf. Man wird nicht dazu geboren, man lernt es – es gibt nur unterschiedliche Arten, an Marketing und Sales heranzugehen, und die Aufgabe ist, den eigenen Weg zu finden. Im Kern bedeutet Marketing und Verkauf, Psychologie und Kommunikation zu beherrschen – Cold Mails, Copywriting, Positionierung, Personal Branding. Bücher dazu sind für mich Pflichtprogramm: Wie man Freunde gewinnt, Die 7 Wege zur Effektivität (gerade die Wege 4, 5 und 6) und Die 22 Immutable Laws of Marketing. Sehr empfehlenswert ist auch der kurze Artikel „The Day You Became a Better Writer“ von Scott Adams. Konkret kann das bedeuten: Hervorragend ausgearbeitete Bewerbungsunterlagen, die diese Prinzipien nutzen, erzeugen einen solchen Sog, dass du kaum noch ein Nein hörst – selbst wenn du noch nie eine Führungsrolle hattest. Viele haben so etwas noch nie erlebt, weil sie sich nie mit diesen Themen befasst haben.

Zusammengefasst: Early to bed, early to rise, work like hell, and advertise. Nach der Doku würde ich sagen, Schwarzeneggers größter Hebel war der letzte Teil – das Advertise. Seine Positionierung als großer, muskulöser Österreicher mit Akzent in Hollywood war kein Zufall, sondern das Resultat seiner Marketing- und Verkaufskompetenz – und auch der Weg, wie er Gouverneur von Kalifornien wurde. Der Satz enthält drei grundlegende Prinzipien: Erstens haben deine Ziele und deine persönliche Entwicklung oberste Priorität. Zweitens arbeitest du an einem Thema, das dich absolut begeistert – dann ist es gesund, mit Vollgas dranzubleiben. Und drittens verstehst du die Power des Marketings für dich zu nutzen. Liebe Grüße aus Hamburg, dein Tim.

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Erfolg: die Essenz eines erfolgreichen Lebens in einem Satz

Arnold Schwarzenegger hat drei Leben gelebt: als Bodybuilder, Schauspieler und Politiker. In seiner Doku nennt er einen Satz als Lebensphilosophie: „Early to bed, early to rise, work like hell – and advertise.“

Im ersten Moment klingt das simpel, doch dahinter stecken drei der grundlegendsten Erfolgsprinzipien. In dieser Folge zerlege ich den Satz in seine drei Teile – und zeige, was wirklich gemeint ist.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Early to bed, early to rise: Deine Ziele und deine Entwicklung haben oberste Priorität – jeden Tag, mit deiner besten Energie.
  • „Bezahle dich selbst zuerst“: Investiere zuerst in dich, statt mit der Restenergie am Tagesende.
  • Work like hell: Arbeite hart – aber an der richtigen Sache, deiner echten Leidenschaft.
  • Leidenschaft statt Workaholic: Hart arbeiten an deinem Thema ist gesund; hart an etwas Falschem führt in den Burnout.
  • Advertise: Selbstvermarktung ist der größte blinde Fleck vieler Ingenieure – und lernbar.

Die Essenz des Erfolgs im Detail

Teil 1 – Early to bed, early to rise. Wörtlich geht es um Biorhythmus und Morgenroutine. Dahinter steckt aber eine tiefere Botschaft: Deine eigenen Ziele und deine persönliche Entwicklung sollten immer oberste Priorität haben – wie die Sauerstoffmaske im Flugzeug, die du zuerst dir selbst aufsetzt. Das ist kein Egoismus, sondern Lebenserhaltung. Aus der Investmentwelt passt die Faustregel „bezahle dich selbst zuerst“: Deine Sparquote (und deine Investition in deine Entwicklung) geht zuerst vom Konto, nicht das, was am Ende übrig bleibt. Übertragen heißt das: Investiere deine beste Energie zuerst am Tag in deine Entwicklung – denn über den Tag sinkt sie (Stichwort Decision Fatigue). Wer sagt „Ich komme nicht zum Lesen“, meint in Wahrheit: Es ist eine Frage der Priorität, nicht der Zeit.

Teil 2 – Work like hell. Marc Andreessen (Mitentwickler des ersten Massen-Browsers, heute Top-Venture-Capitalist) sagt: Es gibt keinen herausragenden CEO, der nicht hart arbeitet – und gleichzeitig haben fast alle florierende Familien. Das ist kein Widerspruch. Entscheidend ist der Unterschied zwischen Workaholic und Leidenschaft: Ein Workaholic ist krankhaft getrieben (in Japan sterben Menschen daran). Wer dagegen an seiner echten Leidenschaft arbeitet, kann intensiv und „all in“ gehen und versteht trotzdem die Bedeutung von Erholung und Energiemanagement. Der Twist: Es ist subjektiv – was für den einen Leidenschaft ist (etwa Sachbücher lesen), wirkt von außen wie Workaholic. „Work like hell“ heißt deshalb: erst an der richtigen Opportunity arbeiten (deiner Leidenschaft), dann Vollgas geben. Beim Einstellen heißt das, auf Mission Alignment zu achten – die Überschneidung der Ziele von Person und Unternehmen.

Teil 3 – Advertise. Es reicht nicht, diszipliniert und leidenschaftlich an der richtigen Sache zu arbeiten – du musst dich auch vermarkten können. Das ist der größte blinde Fleck vieler Ingenieure, voller begrenzender Glaubenssätze („Verkaufen ist schlecht“, „ich bin kein Verkäufer“, „die anderen werden meine Leistung schon sehen“). Dabei sind Ingenieure mit ihrem analytischen, prozessorientierten Denken oft hervorragend in Marketing und Verkauf – das ist lernbar, niemand wird dazu geboren. Im Kern bedeutet es, Psychologie und Kommunikation zu beherrschen: Cold Mails, Copywriting, Positionierung, Personal Branding. Ein starkes Beispiel: Bewerbungsunterlagen, die diese Prinzipien nutzen, erzeugen einen solchen Sog, dass du kaum noch ein Nein hörst. Schwarzeneggers größter Hebel war genau dieser Teil – seine einzigartige Positionierung als muskulöser Österreicher mit Akzent in Hollywood war kein Zufall.

Wie du den ersten Teil praktisch umsetzt, hörst du in Morgenroutine. Warum „bezahle dich selbst zuerst“ deine wichtigste Investition ist, vertiefst du in In sich selbst investieren. Und wie du den „Advertise“-Teil angehst und sichtbar wirst, zeigt Selbstmarketing.

Häufige Fragen zur Essenz des Erfolgs

Wie lautet Arnold Schwarzeneggers Erfolgsformel? „Early to bed, early to rise, work like hell – and advertise.“ Übersetzt: früh ins Bett, früh aufstehen, hart arbeiten – und sich vermarkten. Dahinter stehen drei grundlegende Erfolgsprinzipien.

Was bedeutet „early to bed, early to rise“ wirklich? Im Kern: Deine eigenen Ziele und deine Entwicklung haben oberste Priorität, und du investierst deine beste Energie zuerst am Tag – nicht erst die Restenergie am Abend. „Bezahle dich selbst zuerst.“

Macht hartes Arbeiten krank? Nur, wenn du hart an der falschen Sache arbeitest – das führt in Richtung Workaholic und Burnout. Hart an deiner echten Leidenschaft zu arbeiten ist dagegen gesund, solange du auch Erholung und andere Lebensbereiche pflegst.

Warum ist „advertise“ so wichtig? Weil exzellente Arbeit allein nicht reicht, wenn niemand sie wahrnimmt. Selbstvermarktung ist ein lernbarer Skill und für viele Ingenieure der größte Hebel – im Kern geht es um Psychologie und Kommunikation.

Bücher & Ressourcen aus der Folge

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Mehr zum Thema

Diese Folge gehört zum Thema Persönlichkeit.

Transkript

In dieser Folge geht es um die Essenz des Erfolgs – ein erfolgreiches Leben in einem Satz. Ich spreche über eine beeindruckende Persönlichkeit, die drei Leben gelebt hat: ein sehr erfolgreicher Bodybuilder, dann Schauspieler, dann Politiker – Arnold Schwarzenegger. Wenig bekannt ist, dass er seine erste Million nicht mit Bodybuilding oder Schauspielerei verdient hat, sondern mit Immobilieninvestitionen; er hat sich also immer auch in anderen Bereichen weitergebildet. Seine Biografie kann ich sehr empfehlen. Anlass ist eine dreiteilige Dokumentation über ihn, in der er von seiner Lebensphilosophie spricht – einem Satz, der ihn nicht mehr losgelassen hat. Ursprünglich stammt der Satz von einem gewissen Turner und lautet: „Early to bed, early to rise, work like hell, and advertise.“ Ich teile ihn in drei Teile.

Teil eins: Early to bed, early to rise – früh schlafen, früh aufstehen. Wörtlich kann ich mich damit stark identifizieren; ich bin klar ein Morgenmensch, dazu habe ich in einer der ersten Folgen über Morgenroutine gesprochen. Aber wenn du eine Eule bist, ist das kein Problem, denn im Kern geht es nicht um das Wörtliche, sondern um die Botschaft dahinter: Deine eigenen Ziele und deine persönliche Entwicklung sollten immer oberste Priorität haben – vor der Arbeit und sogar vor der Familie. Das klingt hart, ist aber wie die Sauerstoffmaske im Flugzeug: Setz erst deine eigene auf, bevor du anderen hilfst. Das ist kein Egoismus, sondern Lebenserhaltung, denn Fortschritt in die richtige Richtung ist der größte Motivator. Aus der Investmentwelt passt die Faustregel „bezahle dich selbst zuerst“: Statt am Monatsende zu sparen, was übrig bleibt, geht deine Sparquote – und deine Investition in dich – als Erstes vom Konto. Genauso sollte deine beste Energie zuerst in deine Entwicklung fließen, denn über den Tag sinkt sie, Stichwort Decision Fatigue. Wer sich sagen hört „Ich komme nicht zum Lesen, ich komme nicht zum Podcasthören“, bei dem ist die Ursache: Es ist eine Frage der Priorität, nicht der Zeit.

Teil zwei: Work like hell. Ich habe ein Interview mit Marc Andreessen gehört, der mit Netscape den ersten massentauglichen Browser entwickelt und einen der bekanntesten Risikokapitalgeber des Silicon Valley aufgebaut hat. Seine Aussage: Es gibt keinen herausragenden CEO, der nicht hart arbeitet – Work-Life-Balance auf diesem Leistungsniveau hält er für absurd. Gleichzeitig sagt er, fast alle diese CEOs hätten florierende Familien. Für viele ist das ein Widerspruch, ist es aber nicht. Wichtig ist die Differenzierung, denn „work like hell“ lässt viele sofort an Workaholic und Burnout denken. Ein Workaholic ist krankhaft getrieben, zieht keine Energie mehr aus der Arbeit und baut körperlich ab – in Japan ist das eine Volkskrankheit, an der Menschen sterben. Auf der anderen Seite stehen Menschen voller Leidenschaft, die intensiv arbeiten können und trotzdem die Bedeutung von Ausgleich, Erholung und Energiemanagement verstehen. Der Twist: Es ist subjektiv. Wenn meine Leidenschaft ist, Sachbücher zu lesen, wirkt das auf jemanden, für den das eine Qual ist, wie Workaholic-Verhalten – für mich ist es Erfüllung. „Work like hell“ heißt deshalb zweierlei: erstens an der richtigen Opportunity arbeiten, also an deiner Leidenschaft, und zweitens dann Vollgas geben. Arbeitest du hart an etwas, das keine Leidenschaft für dich ist, führt das in Richtung Burnout. Der wichtigste Schritt ist dann, herauszuzoomen und ein Umfeld oder Feld zu suchen, in dem du dich voll einbringen kannst. Als Führungskraft solltest du beim Einstellen zuerst auf Mission Alignment achten: die Überschneidung zwischen den Leidenschaften und Zielen der Person und den Zielen des Unternehmens.

Teil drei: Advertise. Es reicht nicht, diszipliniert und leidenschaftlich an der richtigen Sache zu arbeiten – du musst dich auch selbst vermarkten können. Das ist ein großer blinder Fleck, den ich bei mir und bei vielen Ingenieuren gesehen habe. Es gibt viele begrenzende Glaubenssätze: „Verkaufen ist schlecht“, „ich will mich nicht aufdrängen“, „die anderen werden schon sehen, dass ich gute Arbeit mache“, „ich bin einfach kein Verkäufer“. Dabei habe ich gelernt: Ingenieure sind mit ihrem analytischen, prozessorientierten Denken oft der beste Typ für Marketing und Verkauf. Man wird nicht dazu geboren, man lernt es – es gibt nur unterschiedliche Arten, an Marketing und Sales heranzugehen, und die Aufgabe ist, den eigenen Weg zu finden. Im Kern bedeutet Marketing und Verkauf, Psychologie und Kommunikation zu beherrschen – Cold Mails, Copywriting, Positionierung, Personal Branding. Bücher dazu sind für mich Pflichtprogramm: Wie man Freunde gewinnt, Die 7 Wege zur Effektivität (gerade die Wege 4, 5 und 6) und Die 22 Immutable Laws of Marketing. Sehr empfehlenswert ist auch der kurze Artikel „The Day You Became a Better Writer“ von Scott Adams. Konkret kann das bedeuten: Hervorragend ausgearbeitete Bewerbungsunterlagen, die diese Prinzipien nutzen, erzeugen einen solchen Sog, dass du kaum noch ein Nein hörst – selbst wenn du noch nie eine Führungsrolle hattest. Viele haben so etwas noch nie erlebt, weil sie sich nie mit diesen Themen befasst haben.

Zusammengefasst: Early to bed, early to rise, work like hell, and advertise. Nach der Doku würde ich sagen, Schwarzeneggers größter Hebel war der letzte Teil – das Advertise. Seine Positionierung als großer, muskulöser Österreicher mit Akzent in Hollywood war kein Zufall, sondern das Resultat seiner Marketing- und Verkaufskompetenz – und auch der Weg, wie er Gouverneur von Kalifornien wurde. Der Satz enthält drei grundlegende Prinzipien: Erstens haben deine Ziele und deine persönliche Entwicklung oberste Priorität. Zweitens arbeitest du an einem Thema, das dich absolut begeistert – dann ist es gesund, mit Vollgas dranzubleiben. Und drittens verstehst du die Power des Marketings für dich zu nutzen. Liebe Grüße aus Hamburg, dein Tim.

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Über den Host

Tim Schmaddebeck entwickelt ambitionierte Ingenieure zu strategischen Leadern. Er ist Autor von No Zero Days und schreibt über Karriere, Führung und Strategie.

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