Identität ändern: die stärkste Fähigkeit, die Ingenieure unterschätzen

„Ich bin …“. Das sind zwei der mächtigsten Worte der deutschen Sprache. Alles, was danach kommt, prägt dein Leben.

Die meisten Ingenieure haben ihre Identität nicht auf dem Schirm. Dabei entscheidet dein Selbstbild leise darüber, wie du kommunizierst, wie du führst und wer du in fünf Jahren bist. In dieser Folge zeige ich dir, wie du diesen Hebel bewusst nutzt.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • „Ich bin …“ formt dich. Deine Identität prägt dein Verhalten – nicht andersherum. Alles, was auf diese zwei Worte folgt, wirkt zurück auf dein Handeln.
  • Wähl eine einzige Aussage. Nimm dir einen Satz wie „Ich bin eine zuverlässige Führungskraft“ und verkörpere ihn im Alltag. Er verändert sofort dein Meeting- und Kommunikationsverhalten.
  • Lesen prägt dein Selbstbild. Fünf Bücher über gute Führung verändern deine Identität – selbst dann, wenn du nichts direkt umsetzt.
  • Negativer Self-Talk ist gefährlich. „Ich bin chaotisch“, „Ich bin nicht selbstbewusst“ – solche Sätze werden zur selbsterfüllenden Prophezeiung.
  • Bau bewusst positiven Self-Talk auf. Was du über dich sagst und denkst, stärkt oder schwächt deine Identität. Du hast die Wahl.

Identität ändern im Detail

Deine Identität ist der leise Motor unter deinem Verhalten. Wer du zu sein glaubst, entscheidet, wie du handelst. Deshalb lohnt es sich, an diesem Selbstbild bewusst zu arbeiten.

Die zwei mächtigsten Worte. „Ich bin …“ prägt dein gesamtes Leben. Alles, was du diesem Satz hinzufügst, wirkt auf dein Verhalten zurück. Die meisten Menschen füllen die Lücke unbewusst – und oft negativ.

Wähl eine einzige „Ich bin“-Aussage. Such dir einen Satz, den du im Alltag wirklich verkörpern willst. Zum Beispiel: „Ich bin eine zuverlässige Führungskraft.“ Sobald du das mit Ernsthaftigkeit von dir behauptest, verändert sich sofort dein Verhalten. Du stehst zu deinem Wort. Du willst dafür einstehen. In Meetings, in deiner Kommunikation, in deinen Entscheidungen.

Wer du wirst, hängt von deinem Umfeld ab. Die Person, die du in fünf Jahren bist, hängt stark davon ab, welche Bücher du liest, mit welchen Menschen du Zeit verbringst und welche Gewohnheiten du dir aneignest. Deine Identität ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis vieler kleiner Entscheidungen.

Lesen wirkt auch ohne direkte Umsetzung. Viele glauben, ein Buch sei nur wertvoll, wenn sie sofort etwas daraus umsetzen. Das ist ein Denkfehler. Wenn du fünf Bücher über gute Führung liest, verändert das dein Identitätsverständnis – selbst wenn du nichts direkt anwendest. Und diese Identität prägt wiederum dein Verhalten. Über indirekte Wege kannst du dich gar nicht dagegen wehren, dass Lesen dich verändert.

Achte auf negativen Self-Talk. „Ich bin chaotisch.“ „Ich bin unzuverlässig.“ „Ich bin nicht selbstbewusst.“ „Ich bin einfach nicht für Führung geeignet.“ Solche Sätze sind gefährlich, und die meisten sind sich gar nicht bewusst, wie stark sie bei ihnen ausgeprägt sind. Negativer Self-Talk hat Auswirkungen auf dein Verhalten. Er wird zur selbsterfüllenden Prophezeiung.

Dreh ihn ins Positive. Was du willst, ist positiver Self-Talk. Nutze das, was du sagst und denkst, um deine Identität zu stärken statt zu schwächen. Frag dich in deiner jetzigen Rolle: Was will ich wirklich verkörpern? Und formuliere daraus deine „Ich bin“-Aussage.

Wenn du an deiner Identität arbeitest, arbeitest du automatisch an deinen Gewohnheiten – denn beides bedingt sich. Ein Blick auf die Gewohnheiten erfolgreicher Menschen zeigt, wie stark ein klares Selbstbild wirkt. Und wenn du dein Verhalten dauerhaft verankern willst, helfen dir feste Lebensprinzipien, aus denen heraus du handelst.

Häufige Fragen zur Identität

Was bedeutet „Identität ändern“? Identität ändern heißt, dein Selbstbild bewusst zu formen. Du entscheidest, welchen Satz du hinter „Ich bin …“ setzt – und dieser Satz prägt dein Verhalten im Alltag.

Warum sind „Ich bin“-Aussagen so wirkungsvoll? Weil deine Identität dein Verhalten steuert. Wenn du von dir behauptest, eine zuverlässige Führungskraft zu sein, veränderst du sofort, wie du in Meetings auftrittst und wie du kommunizierst.

Was ist negativer Self-Talk und warum ist er gefährlich? Negativer Self-Talk sind Sätze wie „Ich bin unsicher“ oder „Ich bin nicht für Führung geeignet“. Sie wirken auf dein Verhalten und werden zur selbsterfüllenden Prophezeiung. Deshalb solltest du sie bewusst durch positive ersetzen.

Wie verändert Lesen meine Identität? Wenn du regelmäßig zu einem Thema liest, verschiebt sich dein Selbstbild – auch ohne direkte Umsetzung. Fünf Bücher über gute Führung prägen dein Identitätsverständnis und damit indirekt dein Verhalten.

Bücher & Ressourcen aus der Folge

Bücher, die dein Selbstbild und deine Denkweise stärken, findest du in meiner Bibliothek für Ingenieure.

Mehr zum Thema

Diese Folge gehört zum Thema Persönlichkeit.

Transkript

Ingenieure sind überwiegend logisch, rational und analytisch. Das gehört zu ihren Stärken. Aber dadurch haben sie auch einige blinde Flecken. In dieser Folge möchte ich über einen Bereich sprechen, den Ingenieure in der Regel unterschätzen: Identität.

„Ich bin …“. Das sind zwei der mächtigsten Worte der deutschen Sprache. Alles, was danach kommt, prägt dein Leben. Deine Identität prägt dein Verhalten.

Es gibt eine schöne Übung, die ich dir empfehle. Wähl eine einzige „Ich bin“-Aussage, die du im Alltag verkörpern willst. Um dir ein Beispiel zu nennen: „Ich bin eine zuverlässige Führungskraft.“

Und da wirst du sofort merken: Wenn du dir das vor Augen führst und mit Ernsthaftigkeit von dir behauptest, dass du eine zuverlässige Führungskraft bist, dann hat das sofort Einfluss auf dein Verhalten. Auf dein Meetingverhalten. Auf deine Kommunikation. Du wirst zu deinem Wort stehen. Du hast das Bedürfnis, dafür einstehen zu wollen.

Die Person, die du in fünf Jahren sein wirst, hängt stark davon ab, welche Bücher du liest, was du isst, mit welchen Menschen du Zeit verbringst, welche Gewohnheiten du dir aneignest und welche Gespräche du führst.

Und da will ich noch einen wichtigen Hinweis geben. Ich spreche viel über das Lesen und über Sachbücher. Ich bin sehr überzeugt davon, dass das einen großen Mehrwert für dich bringt. Und hier ist aus meiner Sicht ein großer Denkfehler vieler Menschen: Sie haben das Gefühl, wenn ich ein Buch lese, dann muss ich daraus zwangsläufig etwas umsetzen.

Klar, Umsetzung ist sehr wertvoll. Aber hier würde ich widersprechen. Lesen ist nicht nur dann wertvoll, wenn du etwas daraus umsetzt. Ein Beispiel: Wenn du fünf Bücher über gute Führung liest, dann hat das starken Einfluss auf dein Identitätsverständnis. Also selbst dann, wenn du nichts daraus umsetzt, hat es Einfluss auf deine Identität. Und die wiederum prägt dein Verhalten. Über indirekte Wege kannst du dich gar nicht dagegen wehren, dass Lesen Einfluss auf dein Verhalten und dein Identitätsverständnis hat.

Ein weiteres Thema, über das ich in diesem Kontext sprechen möchte, ist negativer Self-Talk. Der ist nämlich sehr gefährlich, und die meisten sind sich nicht bewusst, wie stark er bei ihnen ausgeprägt ist. Beispiele: „Ich bin chaotisch.“ „Ich bin unzuverlässig.“ „Ich bin nicht selbstbewusst.“ „Ich bin unsicher.“ „Ich bin unerfahren.“ „Ich bin kein guter Zuhörer.“ „Ich bin einfach nicht für Führung geeignet.“ Oder auch: „Ich bin noch nicht so weit.“

Unterschätze das nicht. Dieser negative Self-Talk hat Auswirkungen auf dein Verhalten. Er wird zur selbsterfüllenden Prophezeiung.

Was du also willst, ist positiver Self-Talk, was deine Identität anbelangt. Du willst durch das, was du sagst und was du denkst, deine Identität stärken.

Das ist ein Thema, das viele Ingenieure überhaupt nicht auf dem Schirm haben und unterschätzen. In den ganzen Gesprächen, die ich mit Ingenieuren führe, spüre ich immer wieder, dass sie das Bewusstsein dafür nicht haben. Sie nehmen ihre Identität nicht bewusst wahr – und deswegen auch ihren negativen Self-Talk nicht. Und der ist sehr gefährlich. Da musst du auf jeden Fall aufpassen.

Nimm dir das zu Herzen. „Ich bin“ – das sind zwei der mächtigsten Worte der deutschen Sprache, weil alles, was danach kommt, dein gesamtes Leben prägt. Deine Identität prägt dein Verhalten.

Wähl dir also eine einzige „Ich bin“-Aussage. Natürlich kann positiver Self-Talk vielseitig sein und es gibt auch mehrere. Aber nimm dir gerne im Nachgang des Podcasts eine Aussage vor und überleg dir: Was will ich in meiner jetzigen Rolle wirklich verkörpern? Gerade wenn du Führungskraft bist oder Führungskraft werden willst: Was ist eine „Ich bin“-Aussage, die deine Identität stärkt und nicht schwächt?

Ich hoffe, du konntest einige Dinge mitnehmen, die vielleicht ein bisschen unkonventionell für dich als analytisch denkenden Ingenieur sind. Das soll es gewesen sein für diese Folge. Liebe Grüße aus Hamburg, dein Tim.

Danke fürs Lesen. Mehr praktische Ideen erhältst du in meinem beliebten Newsletter. Jede Woche versende ich 3 Ideen an über 3.500 ambitionierte Ingenieure. Trage dich jetzt ein und schließ dich uns an.

Identität ändern: die stärkste Fähigkeit, die Ingenieure unterschätzen

„Ich bin …“. Das sind zwei der mächtigsten Worte der deutschen Sprache. Alles, was danach kommt, prägt dein Leben.

Die meisten Ingenieure haben ihre Identität nicht auf dem Schirm. Dabei entscheidet dein Selbstbild leise darüber, wie du kommunizierst, wie du führst und wer du in fünf Jahren bist. In dieser Folge zeige ich dir, wie du diesen Hebel bewusst nutzt.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • „Ich bin …“ formt dich. Deine Identität prägt dein Verhalten – nicht andersherum. Alles, was auf diese zwei Worte folgt, wirkt zurück auf dein Handeln.
  • Wähl eine einzige Aussage. Nimm dir einen Satz wie „Ich bin eine zuverlässige Führungskraft“ und verkörpere ihn im Alltag. Er verändert sofort dein Meeting- und Kommunikationsverhalten.
  • Lesen prägt dein Selbstbild. Fünf Bücher über gute Führung verändern deine Identität – selbst dann, wenn du nichts direkt umsetzt.
  • Negativer Self-Talk ist gefährlich. „Ich bin chaotisch“, „Ich bin nicht selbstbewusst“ – solche Sätze werden zur selbsterfüllenden Prophezeiung.
  • Bau bewusst positiven Self-Talk auf. Was du über dich sagst und denkst, stärkt oder schwächt deine Identität. Du hast die Wahl.

Identität ändern im Detail

Deine Identität ist der leise Motor unter deinem Verhalten. Wer du zu sein glaubst, entscheidet, wie du handelst. Deshalb lohnt es sich, an diesem Selbstbild bewusst zu arbeiten.

Die zwei mächtigsten Worte. „Ich bin …“ prägt dein gesamtes Leben. Alles, was du diesem Satz hinzufügst, wirkt auf dein Verhalten zurück. Die meisten Menschen füllen die Lücke unbewusst – und oft negativ.

Wähl eine einzige „Ich bin“-Aussage. Such dir einen Satz, den du im Alltag wirklich verkörpern willst. Zum Beispiel: „Ich bin eine zuverlässige Führungskraft.“ Sobald du das mit Ernsthaftigkeit von dir behauptest, verändert sich sofort dein Verhalten. Du stehst zu deinem Wort. Du willst dafür einstehen. In Meetings, in deiner Kommunikation, in deinen Entscheidungen.

Wer du wirst, hängt von deinem Umfeld ab. Die Person, die du in fünf Jahren bist, hängt stark davon ab, welche Bücher du liest, mit welchen Menschen du Zeit verbringst und welche Gewohnheiten du dir aneignest. Deine Identität ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis vieler kleiner Entscheidungen.

Lesen wirkt auch ohne direkte Umsetzung. Viele glauben, ein Buch sei nur wertvoll, wenn sie sofort etwas daraus umsetzen. Das ist ein Denkfehler. Wenn du fünf Bücher über gute Führung liest, verändert das dein Identitätsverständnis – selbst wenn du nichts direkt anwendest. Und diese Identität prägt wiederum dein Verhalten. Über indirekte Wege kannst du dich gar nicht dagegen wehren, dass Lesen dich verändert.

Achte auf negativen Self-Talk. „Ich bin chaotisch.“ „Ich bin unzuverlässig.“ „Ich bin nicht selbstbewusst.“ „Ich bin einfach nicht für Führung geeignet.“ Solche Sätze sind gefährlich, und die meisten sind sich gar nicht bewusst, wie stark sie bei ihnen ausgeprägt sind. Negativer Self-Talk hat Auswirkungen auf dein Verhalten. Er wird zur selbsterfüllenden Prophezeiung.

Dreh ihn ins Positive. Was du willst, ist positiver Self-Talk. Nutze das, was du sagst und denkst, um deine Identität zu stärken statt zu schwächen. Frag dich in deiner jetzigen Rolle: Was will ich wirklich verkörpern? Und formuliere daraus deine „Ich bin“-Aussage.

Wenn du an deiner Identität arbeitest, arbeitest du automatisch an deinen Gewohnheiten – denn beides bedingt sich. Ein Blick auf die Gewohnheiten erfolgreicher Menschen zeigt, wie stark ein klares Selbstbild wirkt. Und wenn du dein Verhalten dauerhaft verankern willst, helfen dir feste Lebensprinzipien, aus denen heraus du handelst.

Häufige Fragen zur Identität

Was bedeutet „Identität ändern“? Identität ändern heißt, dein Selbstbild bewusst zu formen. Du entscheidest, welchen Satz du hinter „Ich bin …“ setzt – und dieser Satz prägt dein Verhalten im Alltag.

Warum sind „Ich bin“-Aussagen so wirkungsvoll? Weil deine Identität dein Verhalten steuert. Wenn du von dir behauptest, eine zuverlässige Führungskraft zu sein, veränderst du sofort, wie du in Meetings auftrittst und wie du kommunizierst.

Was ist negativer Self-Talk und warum ist er gefährlich? Negativer Self-Talk sind Sätze wie „Ich bin unsicher“ oder „Ich bin nicht für Führung geeignet“. Sie wirken auf dein Verhalten und werden zur selbsterfüllenden Prophezeiung. Deshalb solltest du sie bewusst durch positive ersetzen.

Wie verändert Lesen meine Identität? Wenn du regelmäßig zu einem Thema liest, verschiebt sich dein Selbstbild – auch ohne direkte Umsetzung. Fünf Bücher über gute Führung prägen dein Identitätsverständnis und damit indirekt dein Verhalten.

Bücher & Ressourcen aus der Folge

Bücher, die dein Selbstbild und deine Denkweise stärken, findest du in meiner Bibliothek für Ingenieure.

Mehr zum Thema

Diese Folge gehört zum Thema Persönlichkeit.

Transkript

Ingenieure sind überwiegend logisch, rational und analytisch. Das gehört zu ihren Stärken. Aber dadurch haben sie auch einige blinde Flecken. In dieser Folge möchte ich über einen Bereich sprechen, den Ingenieure in der Regel unterschätzen: Identität.

„Ich bin …“. Das sind zwei der mächtigsten Worte der deutschen Sprache. Alles, was danach kommt, prägt dein Leben. Deine Identität prägt dein Verhalten.

Es gibt eine schöne Übung, die ich dir empfehle. Wähl eine einzige „Ich bin“-Aussage, die du im Alltag verkörpern willst. Um dir ein Beispiel zu nennen: „Ich bin eine zuverlässige Führungskraft.“

Und da wirst du sofort merken: Wenn du dir das vor Augen führst und mit Ernsthaftigkeit von dir behauptest, dass du eine zuverlässige Führungskraft bist, dann hat das sofort Einfluss auf dein Verhalten. Auf dein Meetingverhalten. Auf deine Kommunikation. Du wirst zu deinem Wort stehen. Du hast das Bedürfnis, dafür einstehen zu wollen.

Die Person, die du in fünf Jahren sein wirst, hängt stark davon ab, welche Bücher du liest, was du isst, mit welchen Menschen du Zeit verbringst, welche Gewohnheiten du dir aneignest und welche Gespräche du führst.

Und da will ich noch einen wichtigen Hinweis geben. Ich spreche viel über das Lesen und über Sachbücher. Ich bin sehr überzeugt davon, dass das einen großen Mehrwert für dich bringt. Und hier ist aus meiner Sicht ein großer Denkfehler vieler Menschen: Sie haben das Gefühl, wenn ich ein Buch lese, dann muss ich daraus zwangsläufig etwas umsetzen.

Klar, Umsetzung ist sehr wertvoll. Aber hier würde ich widersprechen. Lesen ist nicht nur dann wertvoll, wenn du etwas daraus umsetzt. Ein Beispiel: Wenn du fünf Bücher über gute Führung liest, dann hat das starken Einfluss auf dein Identitätsverständnis. Also selbst dann, wenn du nichts daraus umsetzt, hat es Einfluss auf deine Identität. Und die wiederum prägt dein Verhalten. Über indirekte Wege kannst du dich gar nicht dagegen wehren, dass Lesen Einfluss auf dein Verhalten und dein Identitätsverständnis hat.

Ein weiteres Thema, über das ich in diesem Kontext sprechen möchte, ist negativer Self-Talk. Der ist nämlich sehr gefährlich, und die meisten sind sich nicht bewusst, wie stark er bei ihnen ausgeprägt ist. Beispiele: „Ich bin chaotisch.“ „Ich bin unzuverlässig.“ „Ich bin nicht selbstbewusst.“ „Ich bin unsicher.“ „Ich bin unerfahren.“ „Ich bin kein guter Zuhörer.“ „Ich bin einfach nicht für Führung geeignet.“ Oder auch: „Ich bin noch nicht so weit.“

Unterschätze das nicht. Dieser negative Self-Talk hat Auswirkungen auf dein Verhalten. Er wird zur selbsterfüllenden Prophezeiung.

Was du also willst, ist positiver Self-Talk, was deine Identität anbelangt. Du willst durch das, was du sagst und was du denkst, deine Identität stärken.

Das ist ein Thema, das viele Ingenieure überhaupt nicht auf dem Schirm haben und unterschätzen. In den ganzen Gesprächen, die ich mit Ingenieuren führe, spüre ich immer wieder, dass sie das Bewusstsein dafür nicht haben. Sie nehmen ihre Identität nicht bewusst wahr – und deswegen auch ihren negativen Self-Talk nicht. Und der ist sehr gefährlich. Da musst du auf jeden Fall aufpassen.

Nimm dir das zu Herzen. „Ich bin“ – das sind zwei der mächtigsten Worte der deutschen Sprache, weil alles, was danach kommt, dein gesamtes Leben prägt. Deine Identität prägt dein Verhalten.

Wähl dir also eine einzige „Ich bin“-Aussage. Natürlich kann positiver Self-Talk vielseitig sein und es gibt auch mehrere. Aber nimm dir gerne im Nachgang des Podcasts eine Aussage vor und überleg dir: Was will ich in meiner jetzigen Rolle wirklich verkörpern? Gerade wenn du Führungskraft bist oder Führungskraft werden willst: Was ist eine „Ich bin“-Aussage, die deine Identität stärkt und nicht schwächt?

Ich hoffe, du konntest einige Dinge mitnehmen, die vielleicht ein bisschen unkonventionell für dich als analytisch denkenden Ingenieur sind. Das soll es gewesen sein für diese Folge. Liebe Grüße aus Hamburg, dein Tim.

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Über den Host

Tim Schmaddebeck entwickelt ambitionierte Ingenieure zu strategischen Leadern. Er ist Autor von No Zero Days und schreibt über Karriere, Führung und Strategie.

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