In den letzten Monaten habe ich unzählige Gespräche mit ambitionierten Ingenieuren geführt – und dabei kristallisieren sich immer wieder dieselben drei Denkfehler heraus. Sie sorgen dafür, dass viele dauerhaft unter ihrem Potenzial bleiben.
In dieser Folge nehme ich diese drei Denkfehler auseinander und gebe dir konkrete Ansätze, wie du sie vermeidest. Gleichzeitig bekommst du einen Einblick in Kernthemen, die ich immer wieder im Coaching bespreche.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- 3 Denkfehler halten dich unter deinem Potenzial: keine Ziele zu haben, zu glauben, Erfahrung komme von allein, und zu denken, gute Leistung spreche für sich.
- Denkfehler 1 – „Ich brauche keine Ziele.“ Ziele sind nicht gleich starre Lebensplanung. Du brauchst nur Klarheit über den nächsten Meilenstein.
- Orientiere dich an Vorbildern. Wer deine Ziele schon erreicht hat, ist deine Abkürzung – das Umfeld endet nicht bei deinen direkten Kollegen.
- Denkfehler 2 – „Erfahrung kommt von allein.“ 30 Jahre im Job sind nicht 30 Jahre Erfahrung. Wachstum beginnt am Ende der Komfortzone (Neuroplastizität).
- Denkfehler 3 – „Gute Leistung spricht für sich.“ Tut sie nicht. Frag dich: Bin ich sichtbar? Weiß mein Chef von meiner Leistung?
- Sichtbarkeit ist keine Politik. Es geht darum, die Anerkennung zu bekommen, die du verdienst – gerade im Homeoffice.
Potenzial entfalten: die Kernidee
Denkfehler 1: „Ich habe und brauche keine beruflichen Ziele“
Hier bleibt unglaublich viel Potenzial liegen. Oft steckt dahinter die Angst, Ziele mit starrer Planung gleichzusetzen – man müsse jetzt sein ganzes Leben durchplanen. Darum geht es nicht. Du brauchst keine Klarheit darüber, wo du in 20 oder 30 Jahren stehst – das kann ohnehin niemand vorhersagen. Du brauchst Klarheit über den nächsten Meilenstein. Der schnellste Weg zum endgültigen Ziel besteht darin, immer den nächsten Meilenstein anzusteuern. Langfristig kannst du höchstens die Richtung festlegen (interessierst du dich für Führung, willst du Richtung Geschäftsführung?). Konkret zählt: Was ist mein nächster Meilenstein – ein Unternehmenswechsel, die erste Führungsrolle, eine interne Bewerbung? Und was kann ich kurz- bis mittelfristig dafür tun? Such dir außerdem Vorbilder (Modeling Excellence): Menschen, die dein Ziel schon erreicht haben. Vorbild heißt nicht, eins zu eins diese Person zu werden, sondern von ihr zu lernen und Abkürzungen zu finden – und dank Internet bist du dabei längst nicht mehr auf dein direktes Umfeld beschränkt.
Denkfehler 2: „Erfahrung kommt von allein“
„Ich bin fertig mit dem Studium, jetzt sammle ich erst mal Erfahrung – das passiert automatisch.“ Stimmt teilweise, aber wer rein reaktiv bleibt, sammelt weit weniger Erfahrung, als möglich wäre, und bleibt unter seinem Potenzial. Es gilt: 30 Jahre im Job sind nicht 30 Jahre Erfahrung. Wer nach dem ersten Jahr 29 Jahre dasselbe macht, hat im Grunde ein Jahr Erfahrung – dreißigmal. Stell deine Denkweise um und überlege proaktiv, wie du deinen Erfahrungszuwachs beschleunigst. Wachstum beginnt am Ende der Komfortzone. Ein passender Satz: „Wir sind nicht die höchste Version von uns selbst – wir sind die niedrigste Version, die wir akzeptieren.“ Dahinter steckt echte Neurowissenschaft: Das Gehirn ist anpassungsfähig (Neuroplastizität). Erfahrung bedeutet im Kern, dass sich dein Gehirn an neue Herausforderungen anpasst – wie ein Muskel im Training. Wer anfangs vor 10 Leuten aufgeregt spricht, kann irgendwann vor 1.000 Menschen einen Vortrag halten, weil sich das Gehirn darauf einstellt. Überleg dir konkret: Welche Challenges und Herausforderungen außerhalb deiner Komfortzone trainieren dein „Erfahrungs-Gehirn“?
Denkfehler 3: „Gute Leistung spricht für sich“
Tut sie nicht. Oft scheitert es schon an der Frage, was gute Leistung überhaupt ist. Gerade nach dem Studium glauben viele, gute Leistung heiße, zugeteilte Aufgaben möglichst schnell zu erledigen. Das ist reaktiv. Wenn du wirklich effektiv und im Sinne des Unternehmens handeln willst, stell dir bei jeder Aufgabe die Frage: Wie kann ich bestmöglich zum Unternehmenserfolg beitragen – und ist das, was ich gerade tue, wirklich im Sinne des Unternehmens? Das gewinnt langfristig immer.
Der eigentliche Denkfehler aber lautet: „Meine Leistung spricht für sich.“ Gerade zurückhaltende, introvertierte Persönlichkeiten glauben das – auch, weil sie ein negatives Bild von „Selbstverkäufern“ und Politik-Spielchen haben und sich deshalb nicht in den Vordergrund stellen wollen. Die entscheidende Frage: Bin ich sichtbar? Weiß mein Chef, wissen die Kollegen, die von meiner Arbeit profitieren, von meiner Leistung? Wenn nein, solltest du dir dringend überlegen, wie du sichtbarer wirst. Sichtbarkeit heißt nicht, Politik zu betreiben, sondern dafür zu sorgen, dass du die Anerkennung und Wertschätzung bekommst, die du verdienst. Schon kleine Maßnahmen wirken – etwa Erfolge in einem größeren Verteiler zu teilen (was wir viel zu selten tun). Gerade im Homeoffice und in Remote-Arbeit ist das besonders wichtig.
Kurz gefasst: Du bleibst unter deinem Potenzial, wenn du glaubst, du brauchst keine Ziele, Erfahrung käme von allein und gute Leistung spräche für sich. Setz dir einen klaren nächsten Meilenstein, verlasse proaktiv deine Komfortzone und mach deine Leistung sichtbar.
Wie du dir den nächsten Meilenstein als klares Ziel setzt, hörst du in Wie du dir richtig Ziele setzt. Warum echtes Wachstum am Ende der Komfortzone beginnt, vertieft Komfortzone verlassen. Und wie du als stiller Performer sichtbar wirst, ohne Politik zu spielen, zeigt Warum stille Performer benachteiligt werden.
Häufige Fragen zum Thema Potenzial entfalten
Wie schöpfe ich mein Potenzial aus? Indem du drei verbreitete Denkfehler vermeidest: Setz dir ein klares Ziel für den nächsten Meilenstein, sammle Erfahrung proaktiv (statt zu warten, dass sie „von allein“ kommt) und mach deine Leistung sichtbar, statt zu hoffen, dass sie für sich spricht.
Brauche ich berufliche Ziele, wenn ich nicht alles durchplanen will? Ja – aber Ziele sind nicht dasselbe wie starre Lebensplanung. Du brauchst keine Klarheit über 20 Jahre, sondern nur über deinen nächsten Meilenstein. Den anzusteuern ist der schnellste Weg, dich langfristig zu entwickeln.
Warum reicht es nicht, einfach Jahre im Job zu sammeln? Weil 30 Jahre im Job nicht 30 Jahre Erfahrung bedeuten. Echtes Wachstum entsteht durch neue Herausforderungen am Ende der Komfortzone – dein Gehirn passt sich an (Neuroplastizität). Reine Routine bringt kaum noch Zuwachs.
Muss ich mich selbst vermarkten, um sichtbar zu sein? Sichtbarkeit ist nicht gleich Politik oder Selbstinszenierung. Es geht darum, dass die Menschen, die von deiner Arbeit profitieren, davon wissen – damit du die verdiente Anerkennung bekommst. Schon kleine Schritte (Erfolge teilen) helfen, gerade im Homeoffice.
Bücher & Ressourcen aus der Folge
- Anders Ericsson – Top (Peak): die Wissenschaft des bewussten Lernens – warum gezieltes Üben und nicht bloße Routine zu echter Expertise führt.
- Gerald Hüter: der Hirnforscher zum Thema Neuroplastizität – wie sich das Gehirn durch neue Herausforderungen anpasst und entwickelt.
Mehr dazu in meinen Buchempfehlungen zu Mindset.
Diese Folge gehört zum Thema Persönlichkeit.
Transkript
Herzlich willkommen zu Podcast-Folge Nummer 19: Warum du dein Potenzial nicht ausschöpfst. Ich habe in den letzten Monaten unglaublich viele Gespräche und Telefonate mit ambitionierten Ingenieuren geführt, und immer wieder kristallisieren sich drei Dinge heraus – drei Denkfehler, die dafür sorgen, dass viele unter ihrem Potenzial bleiben. Darüber spreche ich heute. Du bekommst damit auch einen direkten Einblick in einige klassische Coaching-Themen, denn diese drei Fragen sind große Kernthemen, die ich immer wieder im Coaching bespreche.
Der erste Denkfehler ist der Satz, den ich immer wieder höre: „Ich habe und brauche keine beruflichen Ziele.“ Dabei bleibt unglaublich viel Potenzial liegen. Ich habe viele Gegenbeispiele gesehen, die zeigen, was möglich ist, wenn man zielorientiert ist. Viele sind nicht zielorientiert, was ihre berufliche Entwicklung angeht, und oft herrscht die Angst, Ziele mit Planung gleichzusetzen – die Angst, man müsse jetzt sein ganzes Leben planmäßig und genauestens den Weg vorweg festlegen. Wichtig: Es geht nicht darum, sein Leben durch einen Plan zu fixieren. Es geht darum, sich ganz konkret zu überlegen: Wo will ich hin, was ist der nächste Meilenstein? Wir wissen alle, dass wir nicht klar vorhersagen können, wo wir in 20 oder 30 Jahren stehen. Du brauchst also gar keine Klarheit darüber, wo du langfristig hin willst.
Es gibt einen Satz, der diese Denkweise gut beschreibt: Der schnellste Weg zum endgültigen Ziel besteht darin, immer den nächsten Meilenstein anzusteuern. Du brauchst Klarheit über den nächsten Meilenstein – das muss ein klares Ziel sein, ein Fixstern, den du definitiv ansteuerst. Wo es langfristig hingeht, ist die Folge daraus, wenn du Meilenstein nach Meilenstein anpeilst und immer den nächsten vor Augen hast. Wo du in 20, 30 Jahren sein willst, kannst du höchstens grob überlegen: Interessierst du dich grundsätzlich für Führung, bist du eher technisch orientiert? Das hat mit deiner Persönlichkeit zu tun. Aber zu sagen „In 30 Jahren will ich diese Position bekleiden“, ist unrealistisch – darum geht es nicht. Es geht darum, den ganz konkreten nächsten Meilenstein anzusteuern.
Die Frage, ob du langfristig in eine Richtung willst, kannst du dir trotzdem stellen: Bist du ambitioniert, möchtest du Verantwortung übernehmen, ein Unternehmen mitgestalten, im Mittelstand eine Geschäftsführer-Position einnehmen? Für viele ist das sehr spannend – und das ist vollkommen ausreichend, ohne dass du zwangsweise genau darauf hinsteuerst. Daraus ergibt sich die Frage: Was ist ganz konkret der nächste Meilenstein, und was kannst du kurz- oder mittelfristig dafür tun, um langfristig dahinzukommen? Dieser nächste Meilenstein ist den meisten Menschen sehr wohl bewusst – etwa: Es ist Zeit, das Unternehmen zu wechseln, oder es wird Zeit, die Führungsrolle anzusteuern und sich intern zu bewerben. Darüber solltest du ganz genaue Klarheit haben.
Dann solltest du überlegen, an welchen Personen du dich orientieren kannst – Stichwort Modeling Excellence: Welche Personen haben diese Ziele schon erreicht, welche sind exzellente Experten auf ihrem Gebiet? Daran kannst du dich orientieren, und das betrifft nicht nur dein direktes Umfeld. In deinem direkten Umfeld bist du beschränkt, aber das Internet bietet unzählige Möglichkeiten, dich von anderen Persönlichkeiten inspirieren zu lassen. Mir fällt immer wieder auf, dass wenige Leute Vorbilder haben. Vorbild bedeutet nicht, dass du eins zu eins diese Person werden musst, sondern dass du inspirierende Persönlichkeiten hast, an denen du dich orientieren und von denen du lernen kannst – das ist ganz wichtig, um Abkürzungen zum nächsten Meilenstein zu finden. Vermeide also den Denkfehler „Ich habe und brauche keine beruflichen Ziele“. Du hast nichts zu verlieren und brauchst keine Angst vor starrer Planung zu haben – mach dir Gedanken über einen konkreten nächsten Meilenstein und steuere ihn an. Überleg auch, welche Bücher und Quellen dir helfen, das nötige Wissen zu sammeln. Es gibt deutlich mehr Möglichkeiten, als du vielleicht glaubst. Das war Punkt eins.
Punkt zwei, ein riesengroßes Thema: der Glaube „Erfahrung kommt von ganz allein“. Ich höre immer wieder: „Ich bin fertig mit dem Studium, jetzt geht es darum, Erfahrung zu sammeln, und das passiert automatisch im Alltag.“ Eines ist klar: Das stimmt teilweise. Aber was ebenfalls automatisch folgt: Man bleibt unter seinem Potenzial. Denn wer nichts dafür tut, wer reaktiv statt proaktiv ist, sammelt weniger Erfahrung, als er könnte. Es gibt den schönen Satz: 30 Jahre heißen nicht 30 Jahre Erfahrung. Wenn du 30 Jahre in einer Position bist, im ersten Jahr viel gelernt hast und danach 29 Jahre dasselbe machst, hast du über 30 Jahre hinweg eigentlich nur ein Jahr Erfahrung gesammelt.
Stell deine Denkweise also etwas um und überlege proaktiv, wie du deinen Erfahrungszuwachs beschleunigst und den reaktiven Weg verlässt. Es ist allseits bekannt: Wachstum beginnt am Ende der Komfortzone. Wenn du deinen Erfahrungszuwachs beschleunigen möchtest, wirst du nicht darum herumkommen, die Grenzen deiner Komfortzone auszutesten – ganz proaktiv durch verschiedene Herausforderungen. Ein passender Satz lautet: Wir sind nicht die höchste Version von uns selbst, wir sind die niedrigste Version, die wir akzeptieren. Die meisten akzeptieren eine niedrigere Version, indem sie passiv sind und nicht aktiv an sich arbeiten.
Spannend ist, was die wenigsten wissen: Nach neurowissenschaftlichen Erkenntnissen ist das Gehirn grundsätzlich anpassungsfähig – man spricht von Neuroplastizität. Erfahrung bedeutet im Kern, dass dein Gehirn anpassungsfähig wird und sich an verschiedene Herausforderungen anpasst. Ein klassisches Beispiel: Wenn du einen Vortrag vor zehn Leuten hältst, bist du vielleicht aufgeregt; wenn du das immer wieder und auch vor größeren Gruppen machst, kannst du irgendwann vor tausend Leuten einen Vortrag halten, weil sich dein Gehirn darauf anpasst – wie ein Muskel, den du im Fitnessstudio trainierst und der größer wird. Wenn du tiefer einsteigen möchtest, schau dir Anders Ericsson an, einen führenden Forscher auf dem Gebiet; sein Buch heißt „Top“ (die neue Wissenschaft des Lernens). Ein zweites, ebenfalls neurowissenschaftlich geprägtes Thema findet sich rund um den Hirnforscher Gerald Hüter, der in dem Bereich sehr aktiv und in der Öffentlichkeit präsent ist. Es geht um bewusstes Lernen – aktiv außergewöhnliche Erfahrungen zu suchen, außerhalb der Komfortzone zu agieren. Überleg dir konkret: Welche Challenges und Herausforderungen sorgen dafür, dass sich dein Gehirn anpasst und du es wie einen Muskel trainierst? Genau hier liegt der große Denkfehler, dass viele glauben, Erfahrung käme von allein. Ja, passiv passiert auch etwas – wir sind immer in Bewegung, und das Gehirn passt sich ohnehin an. Aber es ist deutlich mehr möglich. Du bleibst unter deinem Potenzial, wenn du dir nicht überlegst, wie du proaktiv wachsen und deine Erfahrung fördern kannst. Das war Punkt zwei.
Punkt drei, ebenfalls ein riesengroßer Denkfehler: „Gute Leistung spricht für sich.“ Vorab: Oft scheitert es schon an der Frage, was gute Leistung ist und wie sie erzielt wird. Gerade nach dem Studium passiert es, dass man reaktiv Aufgabenpakete bekommt und glaubt, gute Leistung bedeute, diese Aufgaben einfach schnell zu erledigen. So ist es nicht. Alles, was du tust, jede Entscheidung, die du triffst – wenn du effektiv sein und gute Leistung erbringen willst, musst du dir immer wieder die Frage stellen: Wie kann ich bestmöglich zum Unternehmenserfolg beitragen, und ist das, was ich gerade tue, wirklich im Sinne des Unternehmens? Das ist die wichtigste Frage, um gute Leistung zu erbringen und im Sinne des Unternehmens zu handeln. Das gewinnt langfristig immer.
Der Denkfehler ist aber, dass diese Leistung für sich spreche. Gerade zurückhaltende Persönlichkeiten haben verschiedene Glaubenssätze, die hier hineinspielen: der Glaube, die Leistung, die ich erbringe, spricht für sich. Viele wissen vielleicht, dass das nicht stimmt, kommen aber an die Grenzen ihrer Komfortzone, weil sie ungern über sich sprechen. Dazu kommt, dass viele – gerade zurückhaltende Personen – ein negatives Bild von Verkäufern oder von Leuten haben, die in der Firma viele Politik-Spielchen spielen, und deshalb selbst wenig über ihre Leistung sprechen, um sich nicht in den Vordergrund zu stellen.
Das kann zum echten Problem werden, weil gute Leistung eben nicht für sich spricht. Jeder sollte sich die Frage stellen: Bin ich sichtbar? Weiß mein Chef, wissen meine Kollegen, wissen alle, die von meiner Leistung profitieren oder davon berührt sind, von meiner Leistung? Wenn nein, solltest du dir schleunigst Gedanken machen, wie du dich sichtbarer machst. Das kann mit Punkt zwei zusammenhängen: Wenn ich mich schwer damit tue, mich öffentlich zu zeigen, weil ich vielleicht introvertiert bin, dann ist das ein Punkt, den man üben und lernen kann – am Rande der Komfortzone. Überleg dir, wie du sichtbarer wirst. Das hängt wieder mit Proaktivität zusammen: Es kann auch bedeuten, nach einem Meeting oder einem Projekt eine E-Mail in einen größeren Verteiler zu schreiben, um die Personen in deiner Umgebung darüber zu informieren, was du gemacht hast – und Erfolge zu feiern, was wir viel zu selten tun. Hab also nicht nur den Blick darauf, deine Leistung zu erbringen, sondern auch darauf, wie du sichtbarer wirst. Das bedeutet nicht, Politik-Spielchen zu betreiben, sondern einfach dafür zu sorgen, dass du sichtbar bist und die Anerkennung und Wertschätzung bekommst, die du verdient hast. Auch hier können kleine Maßnahmen viel bewirken – gerade in der jetzigen Phase, in der viele im Homeoffice oder remote arbeiten.
Ich fasse die drei Denkfehler kurz zusammen, zur Überschrift „Warum du dein Potenzial nicht ausschöpfst“: Erstens glaubst du, du hast und brauchst keine beruflichen Ziele. Zweitens, Erfahrung kommt von allein. Drittens, gute Leistung spricht für sich. Wenn du dich ein wenig ertappt fühlst, hab ich dir in dieser Folge zu jedem Punkt Ansätze genannt, an denen du dich orientieren und die du kurzfristig umsetzen kannst. Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen. Liebe Grüße aus Hamburg, dein Tim.