Infinite Mindset: so entwickelst du langfristiges Denken

Im Sport gibt es Sieger und Verlierer, klare Regeln und ein Ende. In der Wirtschaft nicht – und trotzdem behandeln die meisten Menschen ihren Job, ihr Team und ihr Unternehmen wie ein Fußballspiel. Genau dieser Denkfehler kostet langfristig Erfolg.

In dieser Folge geht es um den Infinite Mindset: den Unterschied zwischen endlichen und unendlichen Spielen, warum du im Business niemals „gewinnst“ – und wie du lernst, langfristiger zu denken und zu führen.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Zwei Arten von Spielen. Die Spieltheorie (James Carse, populär gemacht von Simon Sinek) unterscheidet endliche und unendliche Spiele.
  • Das endliche Spiel (Sport): bekannte Spieler, feste Regeln, ein gemeinsames Ziel – es gibt Sieger und Verlierer, der Fokus liegt kurzfristig auf dem nächsten Gegner.
  • Das unendliche Spiel (Wirtschaft): unbekannte Spieler, wechselnde Regeln, kein Ende. Das einzige Ziel ist, im Spiel zu bleiben.
  • Die Falle: Wer mit einem endlichen Mindset („Marktführer werden, die Konkurrenz schlagen“) ins unendliche Spiel geht, trifft kurzfristige, schädliche Entscheidungen.
  • Im Business gibt es kein Gewinnen. Es gibt kein einheitliches Maß für „Sieg“ – es geht darum, besser zu werden und zu bestehen.
  • Gute Führung macht sich entbehrlich. Ein Unternehmen sollte seine Führungskraft überdauern. Dazu gehören Service-Orientierung, Überflussdenken und eine Geber-Haltung.

Das unendliche Spiel im Detail

Zwei Arten von Spielen. Der Gedanke stammt ursprünglich von James Carse (Finite and Infinite Games) und wurde von Simon Sinek in The Infinite Game populär gemacht. Die Spieltheorie unterscheidet zwei Spielarten – und das große Problem ist, wenn man nicht versteht, in welchem Spiel man sich gerade bewegt.

Das endliche Spiel. Sport ist das klassische Beispiel: Schach, Fußball, Tennis. Die Spieler sind bekannt, die Regeln sind fest, und alle haben sich auf ein Ziel geeinigt – beim Fußball elf gegen elf, 90 Minuten, möglichst viele Tore. Es gibt Sieger und Verlierer, und der Fokus liegt klar darauf, den Gegner zu schlagen. Das Denken ist kurzfristig: von Spiel zu Spiel.

Das unendliche Spiel. Die Wirtschaft funktioniert völlig anders. Die Spieler sind unbekannt – du weißt nie genau, wer alles in deinem Markt mitspielt. Die Regeln ändern sich ständig (die Digitalisierung hat ganze Märkte über Nacht umgekrempelt). Es gibt kein definiertes Ende und keine Sieger. Das einzige Ziel ist, weiter im Spiel zu bleiben. Kein Unternehmen besteht seit Anbeginn der Wirtschaft – die Wirtschaft ist größer als jedes Unternehmen und überdauert es. Disney etwa hat seinen Gründer längst überlebt, weil es nie ums „Gewinnen“ ging, sondern ums Weiterspielen.

Die Falle: endliches Denken im unendlichen Spiel. In Geschäftsberichten liest man ständig: „Wir wollen Marktführer werden, die Nummer eins, die Konkurrenz schlagen.“ Genau das ist aus Sineks Sicht irreführend. Menschen bringen einen endlichen Sport-Mindset in ein unendliches Spiel. Doch „Gewinnen“ gibt es in der Wirtschaft nicht – der eine misst Erfolg an Mitarbeiterzahl, der andere an Umsatz, der nächste an Marktanteil. Es gibt kein einheitliches Sieg-Kriterium. Jack Welch hat mit seinem Buch Winning genau diese Gegenposition verkörpert – das kurzfristige Gegeneinander, das Sinek scharf kritisiert.

Es geht ums Besserwerden, nicht ums Gewinnen. Das gilt auch für dich persönlich: Bei der eigenen Entwicklung gibt es keine Ziellinie. Es geht darum, besser zu werden, sich zu entfalten, im Spiel zu bleiben. Und es zeigt sich an der Führung: Gute Geschäftsführer sorgen dafür, dass ihr Team nicht von ihnen abhängig ist. Wenn eine Führungskraft geht und das Unternehmen sofort zusammenbricht, zeugt das von einem endlichen Mindset – sie hat zu viel auf sich selbst aufgebaut.

Service statt Wettbewerb. Aus dem unendlichen Spiel folgt der Weg weg von der Wettbewerbs- hin zur Service-Orientierung – der Gedanke des Servant Leadership. Dazu gehört ein Überflussdenken (Abundance Mindset): Du kannst in Hamburg an jeder Ecke eine weitere Bäckerei eröffnen, weil der Bedarf da ist. Es gibt genug für alle. Eine geben-statt-nehmen-Haltung (Adam Grant, Geben und Nehmen) zahlt langfristig am stärksten ein. Eine konkrete Gewohnheit dazu ist der „Fünf-Minuten-Gefallen“: Überleg dir jeden Tag, wem du mit fünf Minuten Aufwand helfen kannst – ein Lob, eine Vernetzung, eine Empfehlung. Das wirkt langfristig enorm.

Zwei Geschichten: Apple und Kodak. Apples Vision war von Anfang an, den Computer für jeden Einzelnen nutzbar zu machen. Als Steve Jobs und sein Team bei Xerox PARC die grafische Oberfläche mit Maus sahen, war kurzfristig schon viel Geld in andere Technologien geflossen – das Management sprach von Geldverschwendung. Doch weil die neue Technologie auf die langfristige Vision einzahlte, setzte Apple sie um und revolutionierte mit dem Macintosh die Bedienung von Computern. Kodak dagegen hatte die Digitalfotografie selbst erfunden – inklusive Patenten. Aber das Management entschied sich dagegen, sie voranzutreiben, um die lukrative Analog-Sparte (die Cash Cow) nicht zu gefährden. Endliches Denken. Andere sprangen auf, und Kodak brach ein: von rund 120.000 Mitarbeitern auf wenige Tausend.

Was das für dich heißt. Frag dich ehrlich: Denkst du langfristig – oder nur bis zum nächsten Ziel, bis zum Ende der Woche, des Monats, des Quartals? Jeff Bezos denkt nach eigener Aussage sieben Jahre voraus. Spiel gegen dich selbst statt gegen andere, richte dich auf Service und Beständigkeit aus, und triff Entscheidungen mit einem langen Zeithorizont – für dich, dein Team und das ganze Unternehmen.

Den psychologischen Kern dahinter – warum wir die Ursachen unserer Erfolge vergessen – vertiefe ich in Das Gesetz von Zeit und Wirkung. Wie du als Führungskraft dienst statt herrschst, hörst du in Servant Leadership für Ingenieure. Und welche Prinzipien dahinterstehen, zeigt Die 14 Leadership-Prinzipien von Amazon.

Häufige Fragen zum Infinite Mindset

Was ist ein Infinite Mindset? Die Haltung, das eigene Handeln als unendliches Spiel zu begreifen: Es geht nicht darum, kurzfristig zu gewinnen, sondern langfristig im Spiel zu bleiben, besser zu werden und Bestand zu haben.

Was ist der Unterschied zwischen endlichen und unendlichen Spielen? Endliche Spiele (z. B. Sport) haben bekannte Spieler, feste Regeln und einen klaren Sieger. Unendliche Spiele (z. B. die Wirtschaft) haben wechselnde Spieler, veränderliche Regeln und kein Ende – das Ziel ist, weiterzuspielen.

Warum gibt es im Business kein „Gewinnen“? Weil es kein einheitliches Maß für den Sieg gibt – Umsatz, Mitarbeiterzahl, Marktanteil sind beliebig. Unternehmen, die nur die Konkurrenz schlagen wollen, denken kurzfristig und schaden sich oft langfristig selbst.

Wie entwickle ich ein Infinite Mindset? Erweitere deinen Zeithorizont bei Entscheidungen, miss dich an dir selbst statt an Konkurrenten, richte dich auf Service und Beständigkeit aus und pflege eine Geber-Haltung. Mach dich als Führungskraft entbehrlich, statt alles auf dich aufzubauen.

Bücher & Ressourcen aus der Folge

Mehr dazu in meinen Buchempfehlungen zu Unternehmensführung.

Mehr zum Thema

Diese Folge gehört zum Thema strategisches Denken und Unternehmertum.

Transkript

Herzlich willkommen zu Folge 70: Infinite Mindset – so entwickelst du langfristiges Denken. Langfristiges Denken ist eine unglaublich wichtige und zentrale Kompetenz, egal welche Rolle du im Unternehmen hast – ob Berufseinsteiger mit ambitionierten Zielen, Teamleiter oder schon in einer Management-Position.

Ich habe letztens ein Video von Jeff Bezos gesehen, in dem er von drei ganz zentralen Dingen spricht, die seiner Meinung nach Bausteine für den Erfolg eines Unternehmens und für die Grundeinstellung des Managements sind: erstens Customer Obsession, zweitens Invent – also Dinge immer wieder zu hinterfragen, zu verbessern und innovativ zu sein – und drittens Long Term Thinking, langfristiges Denken. Über die Amazon-Leadership-Prinzipien habe ich in Folge 60 ausführlicher gesprochen.

In den letzten Tagen habe ich das Buch The Infinite Game gehört. Der Grundgedanke stammt ursprünglich nicht von Simon Sinek, sondern von James Carse, der vor einiger Zeit Finite and Infinite Games geschrieben hat. Ich möchte dir kurz den Grundgedanken erklären, zeigen, warum er für dein langfristiges Denken wichtig ist, und zwei Geschichten teilen, die das Thema verdeutlichen.

Die Kernaussage: Wir alle bewegen uns in zwei verschiedenen Arten von Spielen. Die Spieltheorie besagt, es gibt endliche und unendliche Spiele. Ein endliches Spiel ist zum Beispiel Schach oder Fußball – die ganze Sportwelt. Ein unendliches Spiel ist die Wirtschaft, das Unternehmertum, die Geschäftswelt. Das große Problem ist, wenn man nicht versteht, in welchem Spiel man unterwegs ist. Viele Menschen bewegen sich mit einem Sport-Mindset in der Business-Welt – und genau darum geht es in diesem Buch.

Ein endliches Spiel – klassisch der Sport – hat klare Eigenschaften: Alle Spieler sind bekannt, es gibt feste Regeln, und alle haben sich auf ein Ziel geeinigt. Beim Fußball: elf Spieler pro Mannschaft, klare Regeln, ein Schiedsrichter, 90 Minuten, möglichst viele Tore, am Ende gewinnen. Es gibt Sieger und Verlierer, sehr eindeutig. Der Fokus liegt darauf, den Gegner zu schlagen, man entwickelt Taktiken dafür, und das Denken ist kurzfristig – von Spiel zu Spiel. So funktioniert die Sportwelt, und Trainer und Manager im Sport sollten sich genau damit auseinandersetzen.

Auf der anderen Seite stehen die unendlichen Spiele, klassischerweise die Wirtschaft. Hier sind die Spieler unbekannt – man weiß nicht genau, wer alles im Markt mitspielt. Die Regeln ändern sich: Die Digitalisierung etwa hat Märkte komplett revolutioniert. Es gibt keine festen Regeln, kein definiertes Ende und keine Sieger und Verlierer, weil es kein gemeinsames Ziel gibt. Das einzige Ziel ist, weiterhin zu bestehen und das Spiel weiterzuspielen. Kein Unternehmen besteht seit Anbeginn der Wirtschaft – die Wirtschaft ist größer als jedes Unternehmen und überdauert es. Disney zum Beispiel besteht seit Ewigkeiten und hat seinen Gründer überlebt, weil dieser verstanden hat: Es geht nicht ums Gewinnen, sondern ums Weiterspielen.

Wenn du dich umhörst oder den Wirtschaftsteil einer Zeitung liest, ist ständig die Rede davon, Marktführer werden zu wollen, die Nummer eins, die Mitbewerber zu schlagen. Aus Sineks Sicht ist das irreführend, weil die Leute mit einem endlichen Mindset an ein unendliches Spiel herangehen. So etwas wie „Gewinnen“ gibt es in der Wirtschaft gar nicht: Der eine misst seinen Erfolg an Mitarbeiterzahlen, der andere an Produktionsfläche, der nächste an Umsatz oder Gewinn. Es gibt kein einheitliches Maß dafür, wann man gewinnt. Deshalb geht es darum, langfristig zu denken, besser zu werden und das Spiel weiterzuspielen. Das Problem: Viele treffen Entscheidungen auf kurzfristiger Basis und schaden damit dem Unternehmen, dem Team oder sich selbst.

Das gilt auch für die eigene persönliche und berufliche Entwicklung: Es gibt keinen Endzustand, keine Ziellinie. Es geht darum, besser zu werden und sich zu entfalten. Genauso im Unternehmen. Gute Führungskräfte sorgen dafür, dass ihr Team nicht von ihnen abhängig ist, und machen sich ein Stück weit entbehrlich, damit das Unternehmen länger besteht als sie selbst. Wenn eine Führungskraft geht und das Team sofort zusammenbricht, ist das ein Anzeichen für schwache Führung – sie hat zu viel auf sich selbst aufgebaut, ein Zeichen für kurzfristiges, endliches Denken.

Sinek spricht auch über den Weg von der Wettbewerbs- zur Service-Orientierung – den Gedanken des Servant Leadership. Und über das Abundance- oder Überflussdenken: Wenn ein Kollege ähnliche Ziele verfolgt wie du, musst du nicht in eine Wettbewerbsrolle verfallen. Im Business geht es nie darum, dass einer gewinnt, denn es gibt genug für alle – du kannst an jeder Ecke eine weitere Bäckerei eröffnen, weil der Bedarf besteht. Eines meiner Lieblingsbücher, das ich immer wieder empfehle und verschenke, ist Geben und Nehmen von Adam Grant. Genau diese Geber-Haltung passt zum unendlichen Spiel.

Als kleinen Tipp am Rande: den „Five Minute Favor“, den Fünf-Minuten-Gefallen, würde ich jedem ganz oben auf die tägliche To-do-Liste schreiben. Überleg dir jeden Tag, wem du in deinem Umfeld mit fünf Minuten Aufwand helfen kannst – ein Lob, zwei Menschen miteinander vernetzen, eine Buchempfehlung aussprechen oder eine Erkenntnis teilen. Das hat unglaublich langfristige Folgen, auch für deine Sichtbarkeit, ohne dass du zum Blender wirst.

Jetzt zu zwei Geschichten, die zeigen, wie Manager großer Unternehmen ein endliches oder unendliches Mindset anwenden. Die erste kommt aus der Zeit von Apple und der Erfindung des Macintosh – des ersten Produkts, das wirklich an die breite Masse ging. Apples Vision war von vornherein, den Computer für jede Person nutzbar zu machen, gerade für kreative Einzelpersonen, während die großen Konzerne vorher industrie- und businessorientiert waren. Das ist der „Just Cause“, die Vision des Unternehmens. Das Management-Team besuchte Xerox PARC, wo gerade revolutionäre Technologien entstanden – das User Interface mit Desktop und Maus, das die Bedienung enorm vereinfachte. Steve Jobs erkannte: Wenn wir das integrieren, können Einzelpersonen viel leichter einen Computer bedienen – das zahlt auf unsere Vision ein. Kurzfristig hatte Apple aber schon viel Geld in andere Technologien gesteckt, und das Management sprach von Geldverschwendung. Drei, vier Jahre später brachte Apple den ersten Macintosh heraus und revolutionierte die Bedienung – heute Standard. Dieser Erfolg ist auf das unendliche Mindset des Teams zurückzuführen: Man hat auf die langfristige Vision eingezahlt.

Die Gegengeschichte ist Kodak. Die Firma gibt es seit über hundert Jahren. Der ursprüngliche Gedanke war, Fotografie nicht nur für Profis, sondern für jeden Verbraucher verfügbar zu machen – sehr nah an Apples Idee. Der entscheidende Unterschied: Kodak hat die Digitaltechnologie selbst entwickelt, intern, mit Patenten. Aber in den 1970er- und 1980er-Jahren entschied sich das Management dagegen, diese Technologie voranzutreiben, weil sie mit der analogen Fotografie eine riesige Cash Cow hatten – das Entwickeln der Filme brachte enorme Mengen Geld. Hätten sie die digitale Technologie weiter vorangetrieben, hätten sie ihr eigenes Geschäftsmodell gefährdet. Also blieben sie bei der alten Technologie – ein endliches Mindset, nicht langfristig gedacht. Andere sprangen Ende der 1980er und in den 1990ern auf; heute steckt Digitalfotografie in jedem Smartphone. Kodak hatte zu Bestzeiten rund 120.000 Mitarbeiter, heute nur noch wenige Tausend. Ihre Patente trugen das Geschäft etwa bis 2007, danach brach es ein, weil sie den Wandel verschlafen hatten – obwohl sie die Technologie selbst erfunden hatten.

Was ich mit diesen beiden Geschichten zeigen wollte: wie zentral langfristiges Denken, dieses unendliche Mindset, für die Entscheidungsfindung ist – und wie stark es sich auf Erfolg oder Misserfolg auswirkt. Natürlich ist es nur eine Komponente, aber eine wichtige. Du kannst das Ganze auch auf dein Team und auf dich persönlich herunterbrechen und dir die Frage stellen: Denkst du langfristig? Geht es dir darum, dich zu verbessern – oder nur ums nächste Ziel? Es geht nicht darum, keine Meilensteine zu setzen, sondern darum, sich an sich selbst zu messen statt an Konkurrenten. Eine reine Wettbewerbsorientierung macht am Ende auch unglücklich.

Wie weit reicht dein Zeithorizont? Bei den meisten geht er bis zum Ende der Woche oder des Monats; an der Börse denkt man in Quartalen. Jeff Bezos dagegen sagt, sein Ziel sei es, sieben Jahre vorauszudenken – alle seine Entscheidungen und Projekte haben einen Sieben-Jahres-Horizont. Wenn du proaktiv und effektiv arbeiten willst, überleg, wie du langfristig zum Erfolg beitragen kannst – für dich, dein Team und das ganze Unternehmen. Langfristiges Denken ist dabei essenziell.

Zusammengefasst: Es gibt endliche und unendliche Spiele. Der Unterschied liegt zwischen Gewinnen und Verlieren auf der einen und dem Weiterbestehen auf der anderen Seite. Im unendlichen Spiel spielst du letztlich nur gegen dich selbst – es geht nicht ums Gewinnen oder Verlieren, sondern darum, besser zu werden und im Spiel zu bleiben.

Danke fürs Lesen. Mehr praktische Ideen erhältst du in meinem beliebten Newsletter. Jede Woche versende ich 3 Ideen an über 3.500 ambitionierte Ingenieure. Trage dich jetzt ein und schließ dich uns an.

Infinite Mindset: so entwickelst du langfristiges Denken

Im Sport gibt es Sieger und Verlierer, klare Regeln und ein Ende. In der Wirtschaft nicht – und trotzdem behandeln die meisten Menschen ihren Job, ihr Team und ihr Unternehmen wie ein Fußballspiel. Genau dieser Denkfehler kostet langfristig Erfolg.

In dieser Folge geht es um den Infinite Mindset: den Unterschied zwischen endlichen und unendlichen Spielen, warum du im Business niemals „gewinnst“ – und wie du lernst, langfristiger zu denken und zu führen.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Zwei Arten von Spielen. Die Spieltheorie (James Carse, populär gemacht von Simon Sinek) unterscheidet endliche und unendliche Spiele.
  • Das endliche Spiel (Sport): bekannte Spieler, feste Regeln, ein gemeinsames Ziel – es gibt Sieger und Verlierer, der Fokus liegt kurzfristig auf dem nächsten Gegner.
  • Das unendliche Spiel (Wirtschaft): unbekannte Spieler, wechselnde Regeln, kein Ende. Das einzige Ziel ist, im Spiel zu bleiben.
  • Die Falle: Wer mit einem endlichen Mindset („Marktführer werden, die Konkurrenz schlagen“) ins unendliche Spiel geht, trifft kurzfristige, schädliche Entscheidungen.
  • Im Business gibt es kein Gewinnen. Es gibt kein einheitliches Maß für „Sieg“ – es geht darum, besser zu werden und zu bestehen.
  • Gute Führung macht sich entbehrlich. Ein Unternehmen sollte seine Führungskraft überdauern. Dazu gehören Service-Orientierung, Überflussdenken und eine Geber-Haltung.

Das unendliche Spiel im Detail

Zwei Arten von Spielen. Der Gedanke stammt ursprünglich von James Carse (Finite and Infinite Games) und wurde von Simon Sinek in The Infinite Game populär gemacht. Die Spieltheorie unterscheidet zwei Spielarten – und das große Problem ist, wenn man nicht versteht, in welchem Spiel man sich gerade bewegt.

Das endliche Spiel. Sport ist das klassische Beispiel: Schach, Fußball, Tennis. Die Spieler sind bekannt, die Regeln sind fest, und alle haben sich auf ein Ziel geeinigt – beim Fußball elf gegen elf, 90 Minuten, möglichst viele Tore. Es gibt Sieger und Verlierer, und der Fokus liegt klar darauf, den Gegner zu schlagen. Das Denken ist kurzfristig: von Spiel zu Spiel.

Das unendliche Spiel. Die Wirtschaft funktioniert völlig anders. Die Spieler sind unbekannt – du weißt nie genau, wer alles in deinem Markt mitspielt. Die Regeln ändern sich ständig (die Digitalisierung hat ganze Märkte über Nacht umgekrempelt). Es gibt kein definiertes Ende und keine Sieger. Das einzige Ziel ist, weiter im Spiel zu bleiben. Kein Unternehmen besteht seit Anbeginn der Wirtschaft – die Wirtschaft ist größer als jedes Unternehmen und überdauert es. Disney etwa hat seinen Gründer längst überlebt, weil es nie ums „Gewinnen“ ging, sondern ums Weiterspielen.

Die Falle: endliches Denken im unendlichen Spiel. In Geschäftsberichten liest man ständig: „Wir wollen Marktführer werden, die Nummer eins, die Konkurrenz schlagen.“ Genau das ist aus Sineks Sicht irreführend. Menschen bringen einen endlichen Sport-Mindset in ein unendliches Spiel. Doch „Gewinnen“ gibt es in der Wirtschaft nicht – der eine misst Erfolg an Mitarbeiterzahl, der andere an Umsatz, der nächste an Marktanteil. Es gibt kein einheitliches Sieg-Kriterium. Jack Welch hat mit seinem Buch Winning genau diese Gegenposition verkörpert – das kurzfristige Gegeneinander, das Sinek scharf kritisiert.

Es geht ums Besserwerden, nicht ums Gewinnen. Das gilt auch für dich persönlich: Bei der eigenen Entwicklung gibt es keine Ziellinie. Es geht darum, besser zu werden, sich zu entfalten, im Spiel zu bleiben. Und es zeigt sich an der Führung: Gute Geschäftsführer sorgen dafür, dass ihr Team nicht von ihnen abhängig ist. Wenn eine Führungskraft geht und das Unternehmen sofort zusammenbricht, zeugt das von einem endlichen Mindset – sie hat zu viel auf sich selbst aufgebaut.

Service statt Wettbewerb. Aus dem unendlichen Spiel folgt der Weg weg von der Wettbewerbs- hin zur Service-Orientierung – der Gedanke des Servant Leadership. Dazu gehört ein Überflussdenken (Abundance Mindset): Du kannst in Hamburg an jeder Ecke eine weitere Bäckerei eröffnen, weil der Bedarf da ist. Es gibt genug für alle. Eine geben-statt-nehmen-Haltung (Adam Grant, Geben und Nehmen) zahlt langfristig am stärksten ein. Eine konkrete Gewohnheit dazu ist der „Fünf-Minuten-Gefallen“: Überleg dir jeden Tag, wem du mit fünf Minuten Aufwand helfen kannst – ein Lob, eine Vernetzung, eine Empfehlung. Das wirkt langfristig enorm.

Zwei Geschichten: Apple und Kodak. Apples Vision war von Anfang an, den Computer für jeden Einzelnen nutzbar zu machen. Als Steve Jobs und sein Team bei Xerox PARC die grafische Oberfläche mit Maus sahen, war kurzfristig schon viel Geld in andere Technologien geflossen – das Management sprach von Geldverschwendung. Doch weil die neue Technologie auf die langfristige Vision einzahlte, setzte Apple sie um und revolutionierte mit dem Macintosh die Bedienung von Computern. Kodak dagegen hatte die Digitalfotografie selbst erfunden – inklusive Patenten. Aber das Management entschied sich dagegen, sie voranzutreiben, um die lukrative Analog-Sparte (die Cash Cow) nicht zu gefährden. Endliches Denken. Andere sprangen auf, und Kodak brach ein: von rund 120.000 Mitarbeitern auf wenige Tausend.

Was das für dich heißt. Frag dich ehrlich: Denkst du langfristig – oder nur bis zum nächsten Ziel, bis zum Ende der Woche, des Monats, des Quartals? Jeff Bezos denkt nach eigener Aussage sieben Jahre voraus. Spiel gegen dich selbst statt gegen andere, richte dich auf Service und Beständigkeit aus, und triff Entscheidungen mit einem langen Zeithorizont – für dich, dein Team und das ganze Unternehmen.

Den psychologischen Kern dahinter – warum wir die Ursachen unserer Erfolge vergessen – vertiefe ich in Das Gesetz von Zeit und Wirkung. Wie du als Führungskraft dienst statt herrschst, hörst du in Servant Leadership für Ingenieure. Und welche Prinzipien dahinterstehen, zeigt Die 14 Leadership-Prinzipien von Amazon.

Häufige Fragen zum Infinite Mindset

Was ist ein Infinite Mindset? Die Haltung, das eigene Handeln als unendliches Spiel zu begreifen: Es geht nicht darum, kurzfristig zu gewinnen, sondern langfristig im Spiel zu bleiben, besser zu werden und Bestand zu haben.

Was ist der Unterschied zwischen endlichen und unendlichen Spielen? Endliche Spiele (z. B. Sport) haben bekannte Spieler, feste Regeln und einen klaren Sieger. Unendliche Spiele (z. B. die Wirtschaft) haben wechselnde Spieler, veränderliche Regeln und kein Ende – das Ziel ist, weiterzuspielen.

Warum gibt es im Business kein „Gewinnen“? Weil es kein einheitliches Maß für den Sieg gibt – Umsatz, Mitarbeiterzahl, Marktanteil sind beliebig. Unternehmen, die nur die Konkurrenz schlagen wollen, denken kurzfristig und schaden sich oft langfristig selbst.

Wie entwickle ich ein Infinite Mindset? Erweitere deinen Zeithorizont bei Entscheidungen, miss dich an dir selbst statt an Konkurrenten, richte dich auf Service und Beständigkeit aus und pflege eine Geber-Haltung. Mach dich als Führungskraft entbehrlich, statt alles auf dich aufzubauen.

Bücher & Ressourcen aus der Folge

Mehr dazu in meinen Buchempfehlungen zu Unternehmensführung.

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Diese Folge gehört zum Thema strategisches Denken und Unternehmertum.

Transkript

Herzlich willkommen zu Folge 70: Infinite Mindset – so entwickelst du langfristiges Denken. Langfristiges Denken ist eine unglaublich wichtige und zentrale Kompetenz, egal welche Rolle du im Unternehmen hast – ob Berufseinsteiger mit ambitionierten Zielen, Teamleiter oder schon in einer Management-Position.

Ich habe letztens ein Video von Jeff Bezos gesehen, in dem er von drei ganz zentralen Dingen spricht, die seiner Meinung nach Bausteine für den Erfolg eines Unternehmens und für die Grundeinstellung des Managements sind: erstens Customer Obsession, zweitens Invent – also Dinge immer wieder zu hinterfragen, zu verbessern und innovativ zu sein – und drittens Long Term Thinking, langfristiges Denken. Über die Amazon-Leadership-Prinzipien habe ich in Folge 60 ausführlicher gesprochen.

In den letzten Tagen habe ich das Buch The Infinite Game gehört. Der Grundgedanke stammt ursprünglich nicht von Simon Sinek, sondern von James Carse, der vor einiger Zeit Finite and Infinite Games geschrieben hat. Ich möchte dir kurz den Grundgedanken erklären, zeigen, warum er für dein langfristiges Denken wichtig ist, und zwei Geschichten teilen, die das Thema verdeutlichen.

Die Kernaussage: Wir alle bewegen uns in zwei verschiedenen Arten von Spielen. Die Spieltheorie besagt, es gibt endliche und unendliche Spiele. Ein endliches Spiel ist zum Beispiel Schach oder Fußball – die ganze Sportwelt. Ein unendliches Spiel ist die Wirtschaft, das Unternehmertum, die Geschäftswelt. Das große Problem ist, wenn man nicht versteht, in welchem Spiel man unterwegs ist. Viele Menschen bewegen sich mit einem Sport-Mindset in der Business-Welt – und genau darum geht es in diesem Buch.

Ein endliches Spiel – klassisch der Sport – hat klare Eigenschaften: Alle Spieler sind bekannt, es gibt feste Regeln, und alle haben sich auf ein Ziel geeinigt. Beim Fußball: elf Spieler pro Mannschaft, klare Regeln, ein Schiedsrichter, 90 Minuten, möglichst viele Tore, am Ende gewinnen. Es gibt Sieger und Verlierer, sehr eindeutig. Der Fokus liegt darauf, den Gegner zu schlagen, man entwickelt Taktiken dafür, und das Denken ist kurzfristig – von Spiel zu Spiel. So funktioniert die Sportwelt, und Trainer und Manager im Sport sollten sich genau damit auseinandersetzen.

Auf der anderen Seite stehen die unendlichen Spiele, klassischerweise die Wirtschaft. Hier sind die Spieler unbekannt – man weiß nicht genau, wer alles im Markt mitspielt. Die Regeln ändern sich: Die Digitalisierung etwa hat Märkte komplett revolutioniert. Es gibt keine festen Regeln, kein definiertes Ende und keine Sieger und Verlierer, weil es kein gemeinsames Ziel gibt. Das einzige Ziel ist, weiterhin zu bestehen und das Spiel weiterzuspielen. Kein Unternehmen besteht seit Anbeginn der Wirtschaft – die Wirtschaft ist größer als jedes Unternehmen und überdauert es. Disney zum Beispiel besteht seit Ewigkeiten und hat seinen Gründer überlebt, weil dieser verstanden hat: Es geht nicht ums Gewinnen, sondern ums Weiterspielen.

Wenn du dich umhörst oder den Wirtschaftsteil einer Zeitung liest, ist ständig die Rede davon, Marktführer werden zu wollen, die Nummer eins, die Mitbewerber zu schlagen. Aus Sineks Sicht ist das irreführend, weil die Leute mit einem endlichen Mindset an ein unendliches Spiel herangehen. So etwas wie „Gewinnen“ gibt es in der Wirtschaft gar nicht: Der eine misst seinen Erfolg an Mitarbeiterzahlen, der andere an Produktionsfläche, der nächste an Umsatz oder Gewinn. Es gibt kein einheitliches Maß dafür, wann man gewinnt. Deshalb geht es darum, langfristig zu denken, besser zu werden und das Spiel weiterzuspielen. Das Problem: Viele treffen Entscheidungen auf kurzfristiger Basis und schaden damit dem Unternehmen, dem Team oder sich selbst.

Das gilt auch für die eigene persönliche und berufliche Entwicklung: Es gibt keinen Endzustand, keine Ziellinie. Es geht darum, besser zu werden und sich zu entfalten. Genauso im Unternehmen. Gute Führungskräfte sorgen dafür, dass ihr Team nicht von ihnen abhängig ist, und machen sich ein Stück weit entbehrlich, damit das Unternehmen länger besteht als sie selbst. Wenn eine Führungskraft geht und das Team sofort zusammenbricht, ist das ein Anzeichen für schwache Führung – sie hat zu viel auf sich selbst aufgebaut, ein Zeichen für kurzfristiges, endliches Denken.

Sinek spricht auch über den Weg von der Wettbewerbs- zur Service-Orientierung – den Gedanken des Servant Leadership. Und über das Abundance- oder Überflussdenken: Wenn ein Kollege ähnliche Ziele verfolgt wie du, musst du nicht in eine Wettbewerbsrolle verfallen. Im Business geht es nie darum, dass einer gewinnt, denn es gibt genug für alle – du kannst an jeder Ecke eine weitere Bäckerei eröffnen, weil der Bedarf besteht. Eines meiner Lieblingsbücher, das ich immer wieder empfehle und verschenke, ist Geben und Nehmen von Adam Grant. Genau diese Geber-Haltung passt zum unendlichen Spiel.

Als kleinen Tipp am Rande: den „Five Minute Favor“, den Fünf-Minuten-Gefallen, würde ich jedem ganz oben auf die tägliche To-do-Liste schreiben. Überleg dir jeden Tag, wem du in deinem Umfeld mit fünf Minuten Aufwand helfen kannst – ein Lob, zwei Menschen miteinander vernetzen, eine Buchempfehlung aussprechen oder eine Erkenntnis teilen. Das hat unglaublich langfristige Folgen, auch für deine Sichtbarkeit, ohne dass du zum Blender wirst.

Jetzt zu zwei Geschichten, die zeigen, wie Manager großer Unternehmen ein endliches oder unendliches Mindset anwenden. Die erste kommt aus der Zeit von Apple und der Erfindung des Macintosh – des ersten Produkts, das wirklich an die breite Masse ging. Apples Vision war von vornherein, den Computer für jede Person nutzbar zu machen, gerade für kreative Einzelpersonen, während die großen Konzerne vorher industrie- und businessorientiert waren. Das ist der „Just Cause“, die Vision des Unternehmens. Das Management-Team besuchte Xerox PARC, wo gerade revolutionäre Technologien entstanden – das User Interface mit Desktop und Maus, das die Bedienung enorm vereinfachte. Steve Jobs erkannte: Wenn wir das integrieren, können Einzelpersonen viel leichter einen Computer bedienen – das zahlt auf unsere Vision ein. Kurzfristig hatte Apple aber schon viel Geld in andere Technologien gesteckt, und das Management sprach von Geldverschwendung. Drei, vier Jahre später brachte Apple den ersten Macintosh heraus und revolutionierte die Bedienung – heute Standard. Dieser Erfolg ist auf das unendliche Mindset des Teams zurückzuführen: Man hat auf die langfristige Vision eingezahlt.

Die Gegengeschichte ist Kodak. Die Firma gibt es seit über hundert Jahren. Der ursprüngliche Gedanke war, Fotografie nicht nur für Profis, sondern für jeden Verbraucher verfügbar zu machen – sehr nah an Apples Idee. Der entscheidende Unterschied: Kodak hat die Digitaltechnologie selbst entwickelt, intern, mit Patenten. Aber in den 1970er- und 1980er-Jahren entschied sich das Management dagegen, diese Technologie voranzutreiben, weil sie mit der analogen Fotografie eine riesige Cash Cow hatten – das Entwickeln der Filme brachte enorme Mengen Geld. Hätten sie die digitale Technologie weiter vorangetrieben, hätten sie ihr eigenes Geschäftsmodell gefährdet. Also blieben sie bei der alten Technologie – ein endliches Mindset, nicht langfristig gedacht. Andere sprangen Ende der 1980er und in den 1990ern auf; heute steckt Digitalfotografie in jedem Smartphone. Kodak hatte zu Bestzeiten rund 120.000 Mitarbeiter, heute nur noch wenige Tausend. Ihre Patente trugen das Geschäft etwa bis 2007, danach brach es ein, weil sie den Wandel verschlafen hatten – obwohl sie die Technologie selbst erfunden hatten.

Was ich mit diesen beiden Geschichten zeigen wollte: wie zentral langfristiges Denken, dieses unendliche Mindset, für die Entscheidungsfindung ist – und wie stark es sich auf Erfolg oder Misserfolg auswirkt. Natürlich ist es nur eine Komponente, aber eine wichtige. Du kannst das Ganze auch auf dein Team und auf dich persönlich herunterbrechen und dir die Frage stellen: Denkst du langfristig? Geht es dir darum, dich zu verbessern – oder nur ums nächste Ziel? Es geht nicht darum, keine Meilensteine zu setzen, sondern darum, sich an sich selbst zu messen statt an Konkurrenten. Eine reine Wettbewerbsorientierung macht am Ende auch unglücklich.

Wie weit reicht dein Zeithorizont? Bei den meisten geht er bis zum Ende der Woche oder des Monats; an der Börse denkt man in Quartalen. Jeff Bezos dagegen sagt, sein Ziel sei es, sieben Jahre vorauszudenken – alle seine Entscheidungen und Projekte haben einen Sieben-Jahres-Horizont. Wenn du proaktiv und effektiv arbeiten willst, überleg, wie du langfristig zum Erfolg beitragen kannst – für dich, dein Team und das ganze Unternehmen. Langfristiges Denken ist dabei essenziell.

Zusammengefasst: Es gibt endliche und unendliche Spiele. Der Unterschied liegt zwischen Gewinnen und Verlieren auf der einen und dem Weiterbestehen auf der anderen Seite. Im unendlichen Spiel spielst du letztlich nur gegen dich selbst – es geht nicht ums Gewinnen oder Verlieren, sondern darum, besser zu werden und im Spiel zu bleiben.

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Über den Host

Tim Schmaddebeck entwickelt ambitionierte Ingenieure zu strategischen Leadern. Er ist Autor von No Zero Days und schreibt über Karriere, Führung und Strategie.

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