Selbstbestimmung: 5 Ideen für mehr Selbstbestimmung und bessere Entscheidungen

Tony Robbins sagt: „Die Summe deiner Entscheidungen bestimmt die Qualität deines Lebens.“ Und viele dieser Entscheidungen treffen wir gar nicht selbstbestimmt, sondern auf Basis dessen, was andere denken oder vorgeben.

In dieser kurzen, knackigen Folge bekommst du fünf konkrete Denkanstöße aus verschiedenen Blickwinkeln – Impulse, die dich zum Reflektieren anregen und dir helfen, selbstbestimmter zu leben und bessere Entscheidungen zu treffen.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Niemand interessiert sich für dich (außer Familie und engste Freunde) – das ist befreiend: Triff keine Entscheidung auf Basis dessen, was andere über dich denken.
  • Du startest den Tag fremdbestimmt, wenn du mit Social Media, News oder Mails beginnst – andere sagen dir dann, was du denken, sehen und tun sollst.
  • Kippe kein Benzin aufs Feuer, sondern Wasser: kleine Konflikte entschärfen, statt sie zu vergrößern.
  • Hab den Mut, „eigenartig“ zu sein: Deine Zeit ist begrenzt – verschwende sie nicht damit, das Leben eines anderen zu leben.
  • Lass die Grenzen deines Chefs nicht zu deinen werden: Wer selbst spät befördert wurde, glaubt oft nicht an junge Führungskräfte.

Selbstbestimmung: die Kernidee

1. Niemand interessiert sich für dich

Abgesehen von deiner Familie und deinen engsten Freunden kümmert sich kaum jemand wirklich um dich – und das ist unglaublich befreiend, denn es bedeutet, dass niemand ständig über dich nachdenkt. Dale Carnegie bringt es in Wie man Freunde gewinnt auf den Punkt: Das größte Interesse jedes Menschen gilt ihm selbst. Viele gehen durch die Straßen und fühlen sich beobachtet – dabei sind die anderen mit ihren eigenen Gedanken beschäftigt. Die Konsequenz: Triff keine Entscheidung im Leben auf Basis dessen, was andere über dich denken könnten.

2. Startest du den Tag fremdbestimmt?

Wer den Tag mit Social Media, Nachrichten oder dem Mail-Postfach beginnt, startet fremdbestimmt. Social Media heißt: andere sagen dir, was du denken sollst. Nachrichten heißt: andere lenken deine Aufmerksamkeit auf das, was du sehen und lesen sollst. Und dein Postfach (samt Chat-Programmen) heißt: andere sagen dir, was du tun sollst. Die meisten greifen morgens zuerst zum Handy. Besser: selbstbestimmt starten – überleg dir zuerst, was du für dich tun kannst. Genau das ist die Grundidee hinter einer Morgenroutine.

3. Kippe kein Benzin aufs Feuer, sondern Wasser

Ein wichtiges Grundprinzip im Umgang mit Menschen: Mach kleine Konflikte nicht größer, als sie sein müssen, sondern entschärfe sie. Bei jeder Meinungsverschiedenheit hast du die Wahl zwischen „Benzin“ und „Wasser“. Wer sich grundsätzlich fürs Wasser entscheidet, lässt kleine Flammen nicht zu großen Konflikten werden – und verbrennt sich langfristig keine Brücken. Konflikte gehören dazu; entscheidend ist, wie du mit ihnen umgehst.

4. Hab den Mut, „eigenartig“ zu sein

Früher hat es mich beschäftigt, was andere über mich denken – heute liebe ich es, für manche eigenartig zu sein: Ich liebe Sachbücher, mag keine Partys, lebe minimalistisch, gehe früh ins Bett, trinke kaum Alkohol, habe keine Notifications am Handy, schaue stundenlang Dokus statt Nachrichten oder TV und rede begeistert über meine Arbeit. Es gibt genug Menschen, die das hören und sich abgestoßen fühlen – und das ist völlig in Ordnung. Es geht nicht darum, das als Vorbild zu predigen, sondern darum: Deine Zeit auf dieser Erde ist begrenzt – verschwende sie nicht damit, das Leben eines anderen zu leben. Das hängt eng mit Punkt 1 zusammen und kommt mit Reife, persönlicher Entwicklung und einem klaren persönlichen Leitbild.

5. Lass die Grenzen deines Chefs nicht zu deinen werden

Einer der größten Bremsfaktoren im Berufsleben: Dein Chef glaubt nicht an junge Führungskräfte, weil er oder sie selbst erst spät befördert wurde. Ich sprach erst kürzlich mit einer Person Mitte 20, der ihr Vorgesetzter (mit Anfang 40 Führungskraft geworden) immer wieder sagt: „Warum so viel Drive? Warte doch noch 15 Jahre.“ Das kann zu einer echten Stagnationsfalle werden. Oft wird der schwammige Begriff „Erfahrung“ als Synonym für „warten“ benutzt – frag deshalb ganz konkret nach, was „Erfahrung“ eigentlich heißen soll. Dahinter steckt menschliches Ego: Wer selbst lange warten musste, müsste sonst eingestehen, dass es auch schneller ginge. Lass diese irrationalen Grenzen nicht zu deinen eigenen werden.

Mehrere dieser Impulse haben eigene Folgen: Wie du bessere Entscheidungen systematisch triffst, vertieft Smarte Entscheidungen treffen. Den Mut, „eigenartig“ zu sein und die Komfortzone zu verlassen, stärkt Komfortzone verlassen. Und warum du dir von „erst Erfahrung sammeln“ keine Grenzen setzen lassen solltest, zeigt Führungskraft werden ohne Führungserfahrung.

Häufige Fragen zu Selbstbestimmung & Entscheidungen

Wie werde ich selbstbestimmter? Indem du aufhörst, Entscheidungen danach zu treffen, was andere über dich denken (kaum jemand denkt wirklich über dich nach), deinen Tag selbstbestimmt statt mit Social Media und Mails startest und den Mut entwickelst, deinen eigenen Weg zu gehen – auch wenn er nicht Mainstream ist.

Warum sollte ich meinen Tag nicht mit dem Handy beginnen? Weil Social Media, Nachrichten und das Mail-Postfach dir vorgeben, was du denken, sehen und tun sollst – du startest fremdbestimmt. Eine bewusste Morgenroutine sorgt dafür, dass du den Tag aus einer selbstbestimmten Haltung beginnst.

Was tun, wenn mein Chef nicht an junge Führungskräfte glaubt? Lass seine Grenzen nicht zu deinen werden. Oft steht „Erfahrung“ nur als Synonym für „warten“ – frag konkret nach den echten Kriterien. Wenn die Barriere irrational bleibt, prüfe, ob ein anderes Umfeld besser zu deiner Entwicklung passt.

Wie hängen Selbstbestimmung und gute Entscheidungen zusammen? Wer selbstbestimmt ist, trifft Entscheidungen aus den eigenen Werten heraus statt aus Angst vor dem Urteil anderer. Das führt zu klareren, mutigeren und langfristig besseren Entscheidungen – die Summe dieser Entscheidungen bestimmt die Qualität deines Lebens.

Bücher & Ressourcen aus der Folge

Mehr zum Thema

Diese Folge gehört zum Thema persönliche Entwicklung und bessere Entscheidungen treffen.

Transkript

Herzlich willkommen zur Folge 166: 5 Ideen für mehr Selbstbestimmung und bessere Entscheidungen. Heute eine kürzere, knackigere Folge mit fünf ganz konkreten Denkanstößen. Tony Robbins sagt, die Summe deiner Entscheidungen bestimmt die Qualität deines Lebens; auch Ray Dalio ist mit Principles nicht weit davon entfernt. Ich gebe dir fünf Impulse aus verschiedenen Blickwinkeln, die zum Nachdenken anregen, dir helfen, dich persönlich zu entwickeln und bessere Entscheidungen zu treffen.

Punkt 1: Niemand interessiert sich für dich. Abgesehen von deiner Familie und deinen engsten Freunden kümmert sich wirklich niemand um dich – und das Gute ist: Das ist unglaublich befreiend, denn es bedeutet, dass niemand ständig über dich nachdenkt. Triff also keine Entscheidungen auf Basis dessen, was andere über dich denken. Wenn du Carnegies Wie man Freunde gewinnt gelesen hast, weißt du: In der menschlichen Psychologie ist tief verankert, dass das größte Interesse jedes Menschen er oder sie selbst ist. Viele gehen durch die Straßen und haben das Gefühl, von allen angeschaut zu werden – aber die anderen sind mit ihren eigenen Gedanken bei sich selbst.

Punkt 2: Startest du den Tag fremdbestimmt? Wenn du deinen Tag mit Social Media, den Nachrichten oder deinen Mails beginnst, solltest du dir bewusst sein, dass du fremdbestimmt startest. Social Media bedeutet, dass andere dir sagen, was du denken sollst. Nachrichten bedeuten, dass andere deine Aufmerksamkeit lenken, was du sehen und lesen sollst. Und dein Mail-Postfach (samt internen Chat-Programmen) bedeutet, dass andere dir sagen, was du tun sollst. Die meisten greifen morgens zuerst zum Handy. Ich würde jedem empfehlen, den Tag nicht in dieser fremdbestimmten Haltung zu starten, sondern zuerst zu überlegen, was du für dich selbst tun kannst – das ist die Grundidee hinter der Morgenroutine.

Punkt 3, der kürzeste: Kippe kein Benzin auf das Feuer, sondern Wasser. Ein wichtiges Grundprinzip im Umgang mit Menschen: Mach kleine Konflikte nicht größer, als sie sein müssen, sondern entschärfe sie. Bei Meinungsverschiedenheiten hast du zwei Ressourcen zur Hand – Benzin oder Wasser. Wenn du dich grundsätzlich dafür entscheidest, in Beziehungen (privat wie bei der Arbeit) das Wasser zu wählen, lässt du kleine Flammen nicht zu großen Konflikten werden und verbrennst dir keine Brücken. Konflikte gehören dazu – es ist eine Frage der gesunden Einstellung.

Punkt 4: Früher hat es mich beschäftigt, was andere über mich denken – heute liebe ich es, für manche eigenartig zu sein. Ich liebe Sachbücher, mag keine Partys, lebe minimalistisch, gehe gern früh ins Bett, trinke kaum Alkohol, habe keine Notifications am Handy an, schaue stundenlang Dokumentationen, aber kein normales Fernsehen, und rede begeistert über meine Arbeit. Wichtig: Deine Zeit auf dieser Erde ist begrenzt – verschwende sie nicht damit, das Leben eines anderen zu leben. Das hat lange gedauert und hängt mit Punkt 1 zusammen: stärker zu sich selbst zu finden. Im Mentoring arbeiten wir sehr stark mit einem persönlichen Leitbild, um diesen Werten auf den Grund zu gehen und das Selbstbild zu schärfen. Es gibt genug Menschen, die das, was ich beschreibe, hören und sich abgestoßen fühlen – das ist völlig in Ordnung. Es ist nicht als Predigt gemeint, aber es ist mein Leben.

Punkt 5, wichtig für deine berufliche Entwicklung: Dein Chef glaubt nicht an junge Führungskräfte, weil er oder sie selbst erst spät befördert wurde. Dann lass seine oder ihre Grenzen nicht zu deinen werden. Ich sprach kürzlich mit einer Person Mitte 20, deren Vorgesetzter (mit Anfang 40 Führungskraft geworden) immer wieder sagt: „Warum hast du so viel Drive, warum willst du unbedingt Führungskraft werden, warte doch noch 15 Jahre.“ Das kann zu einer großen Stagnationsfalle werden. Gerade in Konzernen dauert es wegen bürokratischer Prozesse manchmal, und Leute glauben dann, zum Führungskraftwerden gehöre das Warten dazu – ein absurder Gedanke, der nichts mit der Realität zu tun hat. Viele bringen den schwammigen Begriff „Erfahrung“ damit zusammen; eigentlich meinen sie „warten“. Frag konkret nach, was Erfahrung bedeutet. Dahinter steckt oft Ego: Wer selbst spät befördert wurde, müsste sich sonst eingestehen, dass es auch früher ginge. Wenn du in so einer Konstellation steckst, ist das einer der größten Bremsfaktoren – lass diese irrationalen Grenzen nicht zu deinen eigenen werden.

Zusammengefasst: Erstens, niemand interessiert sich für dich – triff keine Entscheidung auf Basis dessen, was andere denken. Zweitens, starte deinen Tag selbstbestimmt statt mit Social Media, News und Mails. Drittens, kippe kein Benzin aufs Feuer, sondern Wasser – entschärfe kleine Konflikte. Viertens, hab den Mut, „eigenartig“ zu sein; deine Zeit ist begrenzt, lebe nicht das Leben eines anderen. Und fünftens, lass die Grenzen deines Chefs niemals zu deinen werden. Der eine oder andere Gedanke hilft dir, bessere Entscheidungen zu treffen und nicht in einer Stagnationsphase zu landen, sondern deine berufliche Weiterentwicklung aufrechtzuerhalten. Liebe Grüße aus Hamburg, dein Tim.

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Über den Host

Tim Schmaddebeck entwickelt ambitionierte Ingenieure zu strategischen Leadern. Er ist Autor von No Zero Days und schreibt über Karriere, Führung und Strategie.

Selbstbestimmung: 5 Ideen für mehr Selbstbestimmung und bessere Entscheidungen

Tony Robbins sagt: „Die Summe deiner Entscheidungen bestimmt die Qualität deines Lebens.“ Und viele dieser Entscheidungen treffen wir gar nicht selbstbestimmt, sondern auf Basis dessen, was andere denken oder vorgeben.

In dieser kurzen, knackigen Folge bekommst du fünf konkrete Denkanstöße aus verschiedenen Blickwinkeln – Impulse, die dich zum Reflektieren anregen und dir helfen, selbstbestimmter zu leben und bessere Entscheidungen zu treffen.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Niemand interessiert sich für dich (außer Familie und engste Freunde) – das ist befreiend: Triff keine Entscheidung auf Basis dessen, was andere über dich denken.
  • Du startest den Tag fremdbestimmt, wenn du mit Social Media, News oder Mails beginnst – andere sagen dir dann, was du denken, sehen und tun sollst.
  • Kippe kein Benzin aufs Feuer, sondern Wasser: kleine Konflikte entschärfen, statt sie zu vergrößern.
  • Hab den Mut, „eigenartig“ zu sein: Deine Zeit ist begrenzt – verschwende sie nicht damit, das Leben eines anderen zu leben.
  • Lass die Grenzen deines Chefs nicht zu deinen werden: Wer selbst spät befördert wurde, glaubt oft nicht an junge Führungskräfte.

Selbstbestimmung: die Kernidee

1. Niemand interessiert sich für dich

Abgesehen von deiner Familie und deinen engsten Freunden kümmert sich kaum jemand wirklich um dich – und das ist unglaublich befreiend, denn es bedeutet, dass niemand ständig über dich nachdenkt. Dale Carnegie bringt es in Wie man Freunde gewinnt auf den Punkt: Das größte Interesse jedes Menschen gilt ihm selbst. Viele gehen durch die Straßen und fühlen sich beobachtet – dabei sind die anderen mit ihren eigenen Gedanken beschäftigt. Die Konsequenz: Triff keine Entscheidung im Leben auf Basis dessen, was andere über dich denken könnten.

2. Startest du den Tag fremdbestimmt?

Wer den Tag mit Social Media, Nachrichten oder dem Mail-Postfach beginnt, startet fremdbestimmt. Social Media heißt: andere sagen dir, was du denken sollst. Nachrichten heißt: andere lenken deine Aufmerksamkeit auf das, was du sehen und lesen sollst. Und dein Postfach (samt Chat-Programmen) heißt: andere sagen dir, was du tun sollst. Die meisten greifen morgens zuerst zum Handy. Besser: selbstbestimmt starten – überleg dir zuerst, was du für dich tun kannst. Genau das ist die Grundidee hinter einer Morgenroutine.

3. Kippe kein Benzin aufs Feuer, sondern Wasser

Ein wichtiges Grundprinzip im Umgang mit Menschen: Mach kleine Konflikte nicht größer, als sie sein müssen, sondern entschärfe sie. Bei jeder Meinungsverschiedenheit hast du die Wahl zwischen „Benzin“ und „Wasser“. Wer sich grundsätzlich fürs Wasser entscheidet, lässt kleine Flammen nicht zu großen Konflikten werden – und verbrennt sich langfristig keine Brücken. Konflikte gehören dazu; entscheidend ist, wie du mit ihnen umgehst.

4. Hab den Mut, „eigenartig“ zu sein

Früher hat es mich beschäftigt, was andere über mich denken – heute liebe ich es, für manche eigenartig zu sein: Ich liebe Sachbücher, mag keine Partys, lebe minimalistisch, gehe früh ins Bett, trinke kaum Alkohol, habe keine Notifications am Handy, schaue stundenlang Dokus statt Nachrichten oder TV und rede begeistert über meine Arbeit. Es gibt genug Menschen, die das hören und sich abgestoßen fühlen – und das ist völlig in Ordnung. Es geht nicht darum, das als Vorbild zu predigen, sondern darum: Deine Zeit auf dieser Erde ist begrenzt – verschwende sie nicht damit, das Leben eines anderen zu leben. Das hängt eng mit Punkt 1 zusammen und kommt mit Reife, persönlicher Entwicklung und einem klaren persönlichen Leitbild.

5. Lass die Grenzen deines Chefs nicht zu deinen werden

Einer der größten Bremsfaktoren im Berufsleben: Dein Chef glaubt nicht an junge Führungskräfte, weil er oder sie selbst erst spät befördert wurde. Ich sprach erst kürzlich mit einer Person Mitte 20, der ihr Vorgesetzter (mit Anfang 40 Führungskraft geworden) immer wieder sagt: „Warum so viel Drive? Warte doch noch 15 Jahre.“ Das kann zu einer echten Stagnationsfalle werden. Oft wird der schwammige Begriff „Erfahrung“ als Synonym für „warten“ benutzt – frag deshalb ganz konkret nach, was „Erfahrung“ eigentlich heißen soll. Dahinter steckt menschliches Ego: Wer selbst lange warten musste, müsste sonst eingestehen, dass es auch schneller ginge. Lass diese irrationalen Grenzen nicht zu deinen eigenen werden.

Mehrere dieser Impulse haben eigene Folgen: Wie du bessere Entscheidungen systematisch triffst, vertieft Smarte Entscheidungen treffen. Den Mut, „eigenartig“ zu sein und die Komfortzone zu verlassen, stärkt Komfortzone verlassen. Und warum du dir von „erst Erfahrung sammeln“ keine Grenzen setzen lassen solltest, zeigt Führungskraft werden ohne Führungserfahrung.

Häufige Fragen zu Selbstbestimmung & Entscheidungen

Wie werde ich selbstbestimmter? Indem du aufhörst, Entscheidungen danach zu treffen, was andere über dich denken (kaum jemand denkt wirklich über dich nach), deinen Tag selbstbestimmt statt mit Social Media und Mails startest und den Mut entwickelst, deinen eigenen Weg zu gehen – auch wenn er nicht Mainstream ist.

Warum sollte ich meinen Tag nicht mit dem Handy beginnen? Weil Social Media, Nachrichten und das Mail-Postfach dir vorgeben, was du denken, sehen und tun sollst – du startest fremdbestimmt. Eine bewusste Morgenroutine sorgt dafür, dass du den Tag aus einer selbstbestimmten Haltung beginnst.

Was tun, wenn mein Chef nicht an junge Führungskräfte glaubt? Lass seine Grenzen nicht zu deinen werden. Oft steht „Erfahrung“ nur als Synonym für „warten“ – frag konkret nach den echten Kriterien. Wenn die Barriere irrational bleibt, prüfe, ob ein anderes Umfeld besser zu deiner Entwicklung passt.

Wie hängen Selbstbestimmung und gute Entscheidungen zusammen? Wer selbstbestimmt ist, trifft Entscheidungen aus den eigenen Werten heraus statt aus Angst vor dem Urteil anderer. Das führt zu klareren, mutigeren und langfristig besseren Entscheidungen – die Summe dieser Entscheidungen bestimmt die Qualität deines Lebens.

Bücher & Ressourcen aus der Folge

Mehr zum Thema

Diese Folge gehört zum Thema persönliche Entwicklung und bessere Entscheidungen treffen.

Transkript

Herzlich willkommen zur Folge 166: 5 Ideen für mehr Selbstbestimmung und bessere Entscheidungen. Heute eine kürzere, knackigere Folge mit fünf ganz konkreten Denkanstößen. Tony Robbins sagt, die Summe deiner Entscheidungen bestimmt die Qualität deines Lebens; auch Ray Dalio ist mit Principles nicht weit davon entfernt. Ich gebe dir fünf Impulse aus verschiedenen Blickwinkeln, die zum Nachdenken anregen, dir helfen, dich persönlich zu entwickeln und bessere Entscheidungen zu treffen.

Punkt 1: Niemand interessiert sich für dich. Abgesehen von deiner Familie und deinen engsten Freunden kümmert sich wirklich niemand um dich – und das Gute ist: Das ist unglaublich befreiend, denn es bedeutet, dass niemand ständig über dich nachdenkt. Triff also keine Entscheidungen auf Basis dessen, was andere über dich denken. Wenn du Carnegies Wie man Freunde gewinnt gelesen hast, weißt du: In der menschlichen Psychologie ist tief verankert, dass das größte Interesse jedes Menschen er oder sie selbst ist. Viele gehen durch die Straßen und haben das Gefühl, von allen angeschaut zu werden – aber die anderen sind mit ihren eigenen Gedanken bei sich selbst.

Punkt 2: Startest du den Tag fremdbestimmt? Wenn du deinen Tag mit Social Media, den Nachrichten oder deinen Mails beginnst, solltest du dir bewusst sein, dass du fremdbestimmt startest. Social Media bedeutet, dass andere dir sagen, was du denken sollst. Nachrichten bedeuten, dass andere deine Aufmerksamkeit lenken, was du sehen und lesen sollst. Und dein Mail-Postfach (samt internen Chat-Programmen) bedeutet, dass andere dir sagen, was du tun sollst. Die meisten greifen morgens zuerst zum Handy. Ich würde jedem empfehlen, den Tag nicht in dieser fremdbestimmten Haltung zu starten, sondern zuerst zu überlegen, was du für dich selbst tun kannst – das ist die Grundidee hinter der Morgenroutine.

Punkt 3, der kürzeste: Kippe kein Benzin auf das Feuer, sondern Wasser. Ein wichtiges Grundprinzip im Umgang mit Menschen: Mach kleine Konflikte nicht größer, als sie sein müssen, sondern entschärfe sie. Bei Meinungsverschiedenheiten hast du zwei Ressourcen zur Hand – Benzin oder Wasser. Wenn du dich grundsätzlich dafür entscheidest, in Beziehungen (privat wie bei der Arbeit) das Wasser zu wählen, lässt du kleine Flammen nicht zu großen Konflikten werden und verbrennst dir keine Brücken. Konflikte gehören dazu – es ist eine Frage der gesunden Einstellung.

Punkt 4: Früher hat es mich beschäftigt, was andere über mich denken – heute liebe ich es, für manche eigenartig zu sein. Ich liebe Sachbücher, mag keine Partys, lebe minimalistisch, gehe gern früh ins Bett, trinke kaum Alkohol, habe keine Notifications am Handy an, schaue stundenlang Dokumentationen, aber kein normales Fernsehen, und rede begeistert über meine Arbeit. Wichtig: Deine Zeit auf dieser Erde ist begrenzt – verschwende sie nicht damit, das Leben eines anderen zu leben. Das hat lange gedauert und hängt mit Punkt 1 zusammen: stärker zu sich selbst zu finden. Im Mentoring arbeiten wir sehr stark mit einem persönlichen Leitbild, um diesen Werten auf den Grund zu gehen und das Selbstbild zu schärfen. Es gibt genug Menschen, die das, was ich beschreibe, hören und sich abgestoßen fühlen – das ist völlig in Ordnung. Es ist nicht als Predigt gemeint, aber es ist mein Leben.

Punkt 5, wichtig für deine berufliche Entwicklung: Dein Chef glaubt nicht an junge Führungskräfte, weil er oder sie selbst erst spät befördert wurde. Dann lass seine oder ihre Grenzen nicht zu deinen werden. Ich sprach kürzlich mit einer Person Mitte 20, deren Vorgesetzter (mit Anfang 40 Führungskraft geworden) immer wieder sagt: „Warum hast du so viel Drive, warum willst du unbedingt Führungskraft werden, warte doch noch 15 Jahre.“ Das kann zu einer großen Stagnationsfalle werden. Gerade in Konzernen dauert es wegen bürokratischer Prozesse manchmal, und Leute glauben dann, zum Führungskraftwerden gehöre das Warten dazu – ein absurder Gedanke, der nichts mit der Realität zu tun hat. Viele bringen den schwammigen Begriff „Erfahrung“ damit zusammen; eigentlich meinen sie „warten“. Frag konkret nach, was Erfahrung bedeutet. Dahinter steckt oft Ego: Wer selbst spät befördert wurde, müsste sich sonst eingestehen, dass es auch früher ginge. Wenn du in so einer Konstellation steckst, ist das einer der größten Bremsfaktoren – lass diese irrationalen Grenzen nicht zu deinen eigenen werden.

Zusammengefasst: Erstens, niemand interessiert sich für dich – triff keine Entscheidung auf Basis dessen, was andere denken. Zweitens, starte deinen Tag selbstbestimmt statt mit Social Media, News und Mails. Drittens, kippe kein Benzin aufs Feuer, sondern Wasser – entschärfe kleine Konflikte. Viertens, hab den Mut, „eigenartig“ zu sein; deine Zeit ist begrenzt, lebe nicht das Leben eines anderen. Und fünftens, lass die Grenzen deines Chefs niemals zu deinen werden. Der eine oder andere Gedanke hilft dir, bessere Entscheidungen zu treffen und nicht in einer Stagnationsphase zu landen, sondern deine berufliche Weiterentwicklung aufrechtzuerhalten. Liebe Grüße aus Hamburg, dein Tim.

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Über den Host

Tim Schmaddebeck entwickelt ambitionierte Ingenieure zu strategischen Leadern. Er ist Autor von No Zero Days und schreibt über Karriere, Führung und Strategie.

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