Skill Stacking: Warum Generalisten am Ende die spannendsten Türen öffnen

Viele glauben, beruflicher Erfolg beginnt mit Spezialisierung. Eine Fähigkeit, bis zur Perfektion beherrscht. Doch dieser Glaube führt in die Irre.

Diese Folge zeigt dir, warum Generalisten langfristig gefragter und erfolgreicher sind. Und wie du mit dem Prinzip Skill Stacking Fähigkeit für Fähigkeit aufeinander stapelst, bis du für Unternehmen unverzichtbar wirst.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Spezialisierung ist ein Mythos. Du musst nicht als Generalist starten. Aber du solltest als Generalist enden.
  • Skill Stacking bedeutet: Du stapelst Fähigkeiten wie Holzklötze zu einem Turm. Jeder Klotz ist eine Fähigkeit.
  • In einer Sache zu den besten 20 % zu gehören, schaffen viele. In mehreren Bereichen zu den besten 20 % zu gehören, schaffen nur wenige.
  • Wer in mehreren Bereichen zu den besten 20 % zählt, gehört insgesamt oft zu den besten 1 %.
  • Meta-Fähigkeiten wie Produktivität, Überzeugungskraft, Schreiben und Psychologie wirken zusammen. Die Synergie macht dich wertvoll, nicht die einzelne Fähigkeit.
  • Geschäftsführer und Unternehmenslenker haben fast immer einen breiten Skill Stack. Sie denken ganzheitlich und treffen dadurch bessere Entscheidungen.

Skill Stacking im Detail

Der Mythos der Spezialisierung

Es gibt einen Karriere-Rat, den du wahrscheinlich schon gehört hast. Er klingt so: Starte als Generalist ins Berufsleben, sammle in den ersten Jahren breite Erfahrung und spezialisiere dich dann auf ein Feld, um Expertenstatus zu erreichen und das Maximum aus deinem Einkommen herauszuholen.

An diesem Rat ist ein wahrer Kern. Generalist zu sein, ist wertvoll. Aber die Reihenfolge stimmt nicht. Du musst nicht als Generalist anfangen. Viel wichtiger ist, dass du als Generalist endest.

Genau das sollte das Ziel deiner gesamten beruflichen Laufbahn sein. Bist du heute schon Generalist? Gut. Bist du es noch nicht? Dann ist es dein Ziel.

Was Skill Stacking bedeutet

Der Begriff stammt aus der Softwareentwicklung. Dort wird man früh nach seinem Stack gefragt. Nach der Summe der Fähigkeiten, die man besitzt.

Stell dir das Spiel mit den Holzklötzen vor, die man aufeinander stapelt. Jeder Klotz trägt eine Beschriftung. Eine Fähigkeit. Dein Stack ist dein Turm aus Fähigkeiten.

Viele Menschen sind in einer Sache richtig gut. Sagen wir, sie gehören zu den besten 20 % der Welt in dieser einen Sache. Davon gibt es eine ganze Menge.

Doch wie viele Menschen gehören in zwei, drei oder vier Bereichen zu den besten 20 %? Da wird die Luft schnell dünn. Und genau hier liegt die Magie. Wer in mehreren Bereichen zu den besten 20 % gehört, zählt insgesamt oft zu den besten 1 %.

Career Capital: deine Währung im Berufsleben

Cal Newport beschreibt in seinem Buch einen passenden Gedanken: Career Capital. Mit jedem Baustein, den du deinem Stack hinzufügst, baust du diese Währung auf.

Career Capital kannst du eintauschen. Gegen einen besseren Job. Gegen mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Gegen Rollen mit größerem Hebel. Je breiter dein Stack, desto besser wird die Gesamtwahrnehmung deines Wertes.

Am Ende geht es im Berufsleben genau darum: Mehrwert für ein Unternehmen zu bieten. Je mehr Erfahrungen du auf verschiedenen Ebenen sammelst, desto mehr Synergien entstehen. Und desto mehr Türen öffnen sich.

Ein Beispiel: zwei Ingenieure, zwei Stacks

Stell dir zwei Personen vor.

Der erste ist ein Entwicklungsingenieur, der sehr produktiv und effektiv arbeitet, mitdenkt und Hindernisse überwindet. Für jedes Unternehmen ist er wertvoll. Keine Frage.

Die zweite ist eine Entwicklungsingenieurin, die mehr an den Tisch bringt. Auch sie ist produktiv und effektiv. Auf dieser Fähigkeit sind beide auf Augenhöhe. Doch sie hat drei weitere Klötze in ihrem Stack.

Überzeugungskraft. Wer gut überzeugen kann, ist in vielen Bereichen besser. In der Führung, im Verkauf, im Halten von Vorträgen, im öffentlichen Reden. Überall, wo es um den Umgang mit anderen Menschen geht, ist Überzeugungskraft unverzichtbar.

Schreiben. Die eigenen Gedanken klar in Worte zu fassen, erleichtert die Arbeit enorm. Wer schreibt, denkt klarer und kommuniziert klarer. Kommunikation ist ein extrem wertvoller Meta-Skill.

Psychologie. Ein grundlegendes Verständnis dafür, warum wir als Menschen tun, was wir tun. Das hilft, sich selbst und andere besser zu verstehen. Dafür musst du kein Therapeut werden.

Hier liegt der typische Denkfehler. „Warum soll ich schreiben lernen, ich will doch kein Schriftsteller werden?“ „Warum Psychologie, ich will doch kein Psychologe werden?“ Genau dieser Gedanke hält viele davon ab, ihren Stack zu erweitern.

In der Synergie ist die zweite Person deutlich wertvoller. Besser geeignet für Beförderungen, für anspruchsvolle Aufgaben, für Gestalter- und Führungsrollen. Wer in vier Bereichen besser ist als 80 % aller anderen, wird am Ende erfolgreicher sein als fast alle.

Warum du Themen nur zu 80 % durchdringen solltest

Das Prinzip dahinter: Du fokussierst dich nicht auf einen einzigen Bereich, um absoluter Experte zu werden. Stattdessen durchdringst du ein Thema zu 80 %. Dann gehst du zum nächsten.

So wächst dein Turm Klotz für Klotz. Genau das macht Generalisten so wertvoll.

Schau in höhere Führungsetagen, in das Management, in die Geschäftsführung. Dort findest du Menschen mit einem ultrabreiten Stack. Sie verstehen Finanzen, Vertrieb, Marketing, Content und Entwicklung. Überall ein gutes Fundament.

Die Summe der Bausteine macht den Unterschied. Sie führt zu besseren Entscheidungen, weil man unternehmerische Wechselwirkungen versteht. Man erkennt, welchen Einfluss die eigenen Entscheidungen auf andere Abteilungen und das Gesamtunternehmen haben. Diese ganzheitliche Sicht macht die besten Geschäftsführer aus.

Wenn du diesen Gedanken weiterdenkst, willst du deinen Marktwert systematisch steigern und in dich selbst investieren, statt früh in einer Nische zu verharren. Das zahlt direkt darauf ein, dein Lebenseinkommen zu steigern. Weitere praktische Anstöße findest du in den Karrieretipps für Ingenieure.

Häufige Fragen zum Skill Stacking

Was ist Skill Stacking? Skill Stacking bedeutet, mehrere wertvolle Fähigkeiten gezielt aufeinander zu stapeln, statt sich auf eine einzige zu spezialisieren. Jede Fähigkeit ist wie ein Holzklotz in einem Turm. Je breiter und höher der Stack, desto wertvoller wirst du im Berufsleben.

Warum sind Generalisten langfristig erfolgreicher? Generalisten kombinieren mehrere Fähigkeiten, die zusammen Synergien erzeugen. Wer in mehreren Bereichen zu den besten 20 % gehört, zählt insgesamt oft zu den besten 1 %. Diese ganzheitliche Sicht führt zu besseren Entscheidungen und öffnet mehr Türen.

Muss ich als Generalist starten? Nein. Du musst nicht als Generalist anfangen, aber du solltest als Generalist enden. Das Ziel deiner gesamten Laufbahn ist ein breiter Skill Stack. Wo du heute stehst, ist dabei zweitrangig.

Wie tief muss ich eine Fähigkeit beherrschen? Du musst kein absoluter Experte werden. Es reicht, ein Thema zu rund 80 % zu durchdringen und dann zur nächsten Fähigkeit überzugehen. So baust du Schritt für Schritt einen breiten Stack auf, der dich wertvoller macht als jeder Spezialist.

Bücher & Ressourcen aus der Folge

Cal Newport – So Good They Can’t Ignore You: Eines der besten Karrierebücher überhaupt. Newport erklärt, warum du Career Capital aufbaust, indem du wertvolle Fähigkeiten entwickelst, und wie du dieses Kapital gegen bessere Jobs eintauschst.

Mehr dazu in meinen Buchempfehlungen zu Karriere.

Mehr zum Thema

Diese Folge gehört zum Thema Karriere.

Transkript

Herzlich willkommen zu Podcast-Folge Nummer 120: Skill Stacking. Warum Generalisten langfristig gefragter und erfolgreicher sind.

Ich kann mich hier gleich outen. Ich bin auf jeden Fall ein ganz klarer Generalist. Das bin ich mein ganzes Leben lang gewesen. Und wir arbeiten im Mentoring auch mit sehr vielen Generalisten zusammen. Mit ganz vielen Wirtschaftsingenieurinnen und Wirtschaftsingenieuren.

Gerade diese Woche habe ich mit jemandem telefoniert, der Wirtschaftsingenieurwesen studiert hat. Er sagte diesen Wortlaut: Das Ganze ist Fluch und Segen zugleich. Das höre ich immer wieder. Ich kann dir schon vorwegnehmen: In dieser Folge zeige ich dir, warum das ein Segen ist. Warum dich das langfristig gefragter und erfolgreicher macht, was deine berufliche Laufbahn anbelangt.

Ich möchte mit dem Thema Mythos Spezialisierung starten. Der Glaube lautet: Um beruflich erfolgreich zu sein, muss man sich spezialisieren und eine Fähigkeit bis zur Perfektion beherrschen. Diese Idee ist unfassbar weit verbreitet. Und sie ist definitiv irreführend.

Es gibt einen klassischen, eingängigen Karriere-Rat. Er lautet: Es ist ideal, als Generalist ins Berufsleben zu starten, in den ersten Berufsjahren Erfahrung zu sammeln und sich dann irgendwann auf eine Branche oder ein Feld zu spezialisieren, um Expertenstatus zu erlangen und unterm Strich das Maximale aus dem persönlichen Einkommen herauszuholen.

Dazu kann ich nur sagen: Es ist gut, ein Generalist zu sein. Aber man muss damit nicht unbedingt anfangen. Viel wichtiger ist, dass man als Generalist endet. Ziel und Zweck der gesamten Karriere ist, dass du Generalist wirst, wenn du es heute noch nicht bist. Und wenn du es heute schon bist, ist das überhaupt kein Problem. Denn genau das sollte das Ziel deiner beruflichen Laufbahn sein.

Warum ist es so wertvoll, ein Generalist zu sein? Damit komme ich zum Kern dieser Folge, zum Begriff Skill Stacking. Was heißt Skill Stacking? Das ist im Bereich der Softwareentwicklung ganz geläufig. Es geht darum, wie dein Stack aussieht, also dein Turm. Du kennst das Spiel, bei dem man Holzklötze aufeinander stapelt. Das ist dein Stack. Und jeder dieser Holzklötze hat eine Beschriftung: eine Fähigkeit.

In der Softwareentwicklung ist es ein Klassiker, dass man relativ früh gefragt wird: Was ist eigentlich dein Stack? Also die Summe der Fähigkeiten, die du besitzt. Viele Menschen sind in einer Sache gut. Sagen wir, sie gehören in dieser einen Sache zu den besten 20 % aller Menschen der Welt. Davon gibt es eine ganze Reihe. Vielleicht hast du auch welche im Bekanntenkreis. In meinem Bekanntenkreis gibt es eine ganze Menge Leute, die in einer Sache wirklich gut sind.

Dünn wird es, wenn du schaust, wie wenige Menschen in mehreren Bereichen zu den besten 20 % gehören. Klar, viele Leute sind in einer Sache richtig gut. Aber wie viele Personen sind in zwei, drei, vier oder fünf Dingen wirklich gut? Da wird es schon deutlich dünner. Wer in mehreren Bereichen zu den besten 20 % gehört, gehört insgesamt wahrscheinlich auch zu den besten 1 %. Und da kommt die Magie rein.

Denn am Ende gibt es Synergieeffekte. Gerade auch in der Karriere. Umso größer dein Skill Stack ist, umso besser wird die Gesamtwahrnehmung deines Wertes. Am Ende geht es in der beruflichen Laufbahn darum, dass man Mehrwert bietet und einen Wert für ein Unternehmen mitbringt.

An dieser Stelle kann ich ein Buch von Cal Newport empfehlen. Er spricht viel davon, dass du Career Capital aufbaust. Mit jedem Baustein, den du deinem Stack hinzugewinnst, entwickelst du Career Capital, also deine Währung. Die kannst du im übertragenen Sinne eintauschen gegen einen besseren Job, gegen eine höhere Bezahlung. Das Buch heißt „So Good They Can’t Ignore You“ von Cal Newport. Eines der besten Karrierebücher, die ich jemals gelesen habe. Kann ich wärmstens empfehlen.

Genau dieser Gedanke steckt darin: Umso besser dein Skill Stack, umso mehr Career Capital sammelst du. Weil du Erfahrungen auf verschiedenen Ebenen machst, hast du Synergieeffekte. Und die kannst du eintauschen gegen bessere, vielfältigere Jobs mit mehr Gestaltungsmöglichkeiten, mit größerem Hebel. Klassische Führungskarrieren öffnen sich. Es öffnen sich mehr Türen in deiner beruflichen Laufbahn. Du erhöhst deine Chancen.

Ich komme zu einem Beispiel, was das im praktischen Sinne bedeuten kann. Stellen wir uns zwei Personen vor.

Einmal einen Entwicklungsingenieur, der sehr produktiv ist und effektiv arbeitet. Diese Person ist für jedes Unternehmen wertvoll. Keine Frage. Ein Entwicklungsingenieur, der super produktiv arbeitet, mitdenkt und effektiv ist, ist allgegenwärtig gefragt.

Schauen wir uns dagegen eine Entwicklungsingenieurin an, die ein bisschen mehr an den Tisch mitbringt. Ein umfangreicheres Skill Stack. Das kann bestehen aus dem Produktivitätsgedanken: Auch sie ist sehr produktiv und ein effektiver Mensch. Menschen mit Produktivitätsfähigkeiten können jedes Hindernis überwinden und alles lernen. Das ist eine Grundvoraussetzung. In diesem Skill sind die beiden auf Augenhöhe.

Jetzt bringt sie aber noch drei andere Skills mit. Zum einen Überzeugungskraft. Wer gut überzeugen kann, ist in so vielen Bereichen besser. Besser in der Führung, besser im Verkauf, im Führen von Gesprächen, darin, Vorträge zu halten, generell im öffentlichen Reden. Überall, wo es um den Umgang mit anderen Menschen geht und darum, andere für die eigenen Ideen zu begeistern, ist Überzeugungskraft unverzichtbar. Das ist der zweite Bestandteil auf ihrem Stack.

Der dritte Part kann das Thema Schreiben sein. Die Fähigkeit, die eigenen Gedanken in Worte zu fassen, erleichtert die Arbeit enorm. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Gerade in der Selbstständigkeit, durch die ganzen Beiträge und Newsletter, die ich geschrieben habe, habe ich meinen Schreibstil enorm verbessert. Dadurch kann ich mich viel klarer ausdrücken. Kommunizieren ist ein sehr wertvoller Meta-Skill. Wenn das der dritte Bestandteil auf ihrem Stack ist, macht sie das deutlich wertvoller.

Der vierte Bestandteil kann das Thema Psychologie sein. Ein grundlegendes Verständnis dafür, warum wir als Menschen tun, was wir tun. Das hilft, uns selbst und andere Menschen zu verstehen. Wichtig: Um diesen Skill aufzubauen, brauchst du kein Psychologe oder Therapeut zu werden. Es ist eine Fähigkeit, die grundlegend wichtig ist.

Hier ist viel zu häufig der Grundgedanke: Warum soll ich schreiben lernen, ich will doch kein Schriftsteller werden? Warum soll ich Psychologie lernen, ich will doch kein Psychologe werden? Warum sollte ich besonders gut überzeugen können, ich will doch gar nicht im Vertrieb arbeiten? Und das ist genau der Denkfehler.

Wenn du auf der einen Seite den Entwicklungsingenieur hast, der super smart im fachlichen Gebiet und super produktiv ist, dann ist das schon nicht schlecht. Aber auf der anderen Seite hast du diese Entwicklungsingenieurin mit dem deutlich umfangreicheren Skill Stack und den anderen Meta-Skills, die im ersten Moment vielleicht nicht den Anschein machen, besonderen Mehrwert zu bieten. In der Synergie ist diese Person deutlich wertvoller für das Unternehmen. Deutlich besser geeignet für Beförderungen, für anspruchsvolle Aufgaben, für Gestalterrollen, für Führungsrollen, sogar für höhere Führungspositionen.

Wer in vier oder mehr Bereichen besser ist als 80 % aller anderen Menschen, wird auf jeden Fall erfolgreicher sein als 99,9 %. Das sind natürlich nur grobe Werte, aber zum Verständnis: Ich hoffe, das ist einigermaßen klar geworden. Aus diesem Bild wird deutlich, warum es so wertvoll sein kann, langfristig sein Skill Stack aufzubauen.

Dahinter steckt, dass man sich nicht auf einen einzigen Bereich fokussiert und absoluter Spezialist und Experte wird. Sondern es kann super wertvoll sein, ein Thema zu 80 % zu durchdringen und dann zum nächsten Thema zu gehen und das zu meistern. So baust du Stück für Stück dein Skill Stack auf. Genau das ist es, warum Generalisten so unfassbar wertvoll sind.

Wenn du in höhere Führungsetagen schaust, in die Riege der Unternehmenslenker, in Management-Positionen, in die Geschäftsführung, dann findest du Leute mit einem ultrabreiten Skill Stack. Also einem sehr hohen Turm, um im Bild des Holzturms zu bleiben. Da sind eine ganze Reihe von Meta-Skills. Sie sind gut im Bereich Finanzen, sie können Vertrieb, Marketing, Content-Produktion und Entwicklung. Überall haben sie ein gutes Fundament.

Die Summe der Bausteine macht das so unglaublich wertvoll. Dadurch trifft man bessere Entscheidungen. Man versteht die unternehmerischen Wechselwirkungen besser. Auch die Auswirkungen eigener Entscheidungen auf das Gesamtunternehmen, auf andere Abteilungen, auf andere Personen. Das ist am Ende, was dich als Person so wertvoll macht. Für Unternehmen, für Führungskräfte und für Unternehmer.

Führungskräfte sehnen sich nach genau solchen Personen im Team. Genauso Unternehmer. Unternehmen brauchen solche Leute, denn das sind die Personen, die die besten Geschäftsführer ausmachen. Mit einem hohen Skill Stack, der dazu führt, dass sie ganzheitlich denken und an die Dinge herangehen.

Das soll es für diese Folge gewesen sein. Ich hoffe, ich habe dir einen kleinen Einblick gegeben, warum es so wertvoll sein kann, ein Generalist zu sein. Und warum dich das langfristig gefragter und erfolgreicher macht. Da gehört noch eine ganze Menge mehr dazu, aber das war ein kleiner Gedanke zum Thema Skill Stacking. Ich hoffe, es waren zwei, drei Impulse für dich dabei. Liebe Grüße aus Hamburg, dein Tim.

Danke fürs Lesen. Mehr praktische Ideen erhältst du in meinem beliebten Newsletter. Jede Woche versende ich 3 Ideen an über 3.500 ambitionierte Ingenieure. Trage dich jetzt ein und schließ dich uns an.

Skill Stacking: Warum Generalisten am Ende die spannendsten Türen öffnen

Viele glauben, beruflicher Erfolg beginnt mit Spezialisierung. Eine Fähigkeit, bis zur Perfektion beherrscht. Doch dieser Glaube führt in die Irre.

Diese Folge zeigt dir, warum Generalisten langfristig gefragter und erfolgreicher sind. Und wie du mit dem Prinzip Skill Stacking Fähigkeit für Fähigkeit aufeinander stapelst, bis du für Unternehmen unverzichtbar wirst.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Spezialisierung ist ein Mythos. Du musst nicht als Generalist starten. Aber du solltest als Generalist enden.
  • Skill Stacking bedeutet: Du stapelst Fähigkeiten wie Holzklötze zu einem Turm. Jeder Klotz ist eine Fähigkeit.
  • In einer Sache zu den besten 20 % zu gehören, schaffen viele. In mehreren Bereichen zu den besten 20 % zu gehören, schaffen nur wenige.
  • Wer in mehreren Bereichen zu den besten 20 % zählt, gehört insgesamt oft zu den besten 1 %.
  • Meta-Fähigkeiten wie Produktivität, Überzeugungskraft, Schreiben und Psychologie wirken zusammen. Die Synergie macht dich wertvoll, nicht die einzelne Fähigkeit.
  • Geschäftsführer und Unternehmenslenker haben fast immer einen breiten Skill Stack. Sie denken ganzheitlich und treffen dadurch bessere Entscheidungen.

Skill Stacking im Detail

Der Mythos der Spezialisierung

Es gibt einen Karriere-Rat, den du wahrscheinlich schon gehört hast. Er klingt so: Starte als Generalist ins Berufsleben, sammle in den ersten Jahren breite Erfahrung und spezialisiere dich dann auf ein Feld, um Expertenstatus zu erreichen und das Maximum aus deinem Einkommen herauszuholen.

An diesem Rat ist ein wahrer Kern. Generalist zu sein, ist wertvoll. Aber die Reihenfolge stimmt nicht. Du musst nicht als Generalist anfangen. Viel wichtiger ist, dass du als Generalist endest.

Genau das sollte das Ziel deiner gesamten beruflichen Laufbahn sein. Bist du heute schon Generalist? Gut. Bist du es noch nicht? Dann ist es dein Ziel.

Was Skill Stacking bedeutet

Der Begriff stammt aus der Softwareentwicklung. Dort wird man früh nach seinem Stack gefragt. Nach der Summe der Fähigkeiten, die man besitzt.

Stell dir das Spiel mit den Holzklötzen vor, die man aufeinander stapelt. Jeder Klotz trägt eine Beschriftung. Eine Fähigkeit. Dein Stack ist dein Turm aus Fähigkeiten.

Viele Menschen sind in einer Sache richtig gut. Sagen wir, sie gehören zu den besten 20 % der Welt in dieser einen Sache. Davon gibt es eine ganze Menge.

Doch wie viele Menschen gehören in zwei, drei oder vier Bereichen zu den besten 20 %? Da wird die Luft schnell dünn. Und genau hier liegt die Magie. Wer in mehreren Bereichen zu den besten 20 % gehört, zählt insgesamt oft zu den besten 1 %.

Career Capital: deine Währung im Berufsleben

Cal Newport beschreibt in seinem Buch einen passenden Gedanken: Career Capital. Mit jedem Baustein, den du deinem Stack hinzufügst, baust du diese Währung auf.

Career Capital kannst du eintauschen. Gegen einen besseren Job. Gegen mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Gegen Rollen mit größerem Hebel. Je breiter dein Stack, desto besser wird die Gesamtwahrnehmung deines Wertes.

Am Ende geht es im Berufsleben genau darum: Mehrwert für ein Unternehmen zu bieten. Je mehr Erfahrungen du auf verschiedenen Ebenen sammelst, desto mehr Synergien entstehen. Und desto mehr Türen öffnen sich.

Ein Beispiel: zwei Ingenieure, zwei Stacks

Stell dir zwei Personen vor.

Der erste ist ein Entwicklungsingenieur, der sehr produktiv und effektiv arbeitet, mitdenkt und Hindernisse überwindet. Für jedes Unternehmen ist er wertvoll. Keine Frage.

Die zweite ist eine Entwicklungsingenieurin, die mehr an den Tisch bringt. Auch sie ist produktiv und effektiv. Auf dieser Fähigkeit sind beide auf Augenhöhe. Doch sie hat drei weitere Klötze in ihrem Stack.

Überzeugungskraft. Wer gut überzeugen kann, ist in vielen Bereichen besser. In der Führung, im Verkauf, im Halten von Vorträgen, im öffentlichen Reden. Überall, wo es um den Umgang mit anderen Menschen geht, ist Überzeugungskraft unverzichtbar.

Schreiben. Die eigenen Gedanken klar in Worte zu fassen, erleichtert die Arbeit enorm. Wer schreibt, denkt klarer und kommuniziert klarer. Kommunikation ist ein extrem wertvoller Meta-Skill.

Psychologie. Ein grundlegendes Verständnis dafür, warum wir als Menschen tun, was wir tun. Das hilft, sich selbst und andere besser zu verstehen. Dafür musst du kein Therapeut werden.

Hier liegt der typische Denkfehler. „Warum soll ich schreiben lernen, ich will doch kein Schriftsteller werden?“ „Warum Psychologie, ich will doch kein Psychologe werden?“ Genau dieser Gedanke hält viele davon ab, ihren Stack zu erweitern.

In der Synergie ist die zweite Person deutlich wertvoller. Besser geeignet für Beförderungen, für anspruchsvolle Aufgaben, für Gestalter- und Führungsrollen. Wer in vier Bereichen besser ist als 80 % aller anderen, wird am Ende erfolgreicher sein als fast alle.

Warum du Themen nur zu 80 % durchdringen solltest

Das Prinzip dahinter: Du fokussierst dich nicht auf einen einzigen Bereich, um absoluter Experte zu werden. Stattdessen durchdringst du ein Thema zu 80 %. Dann gehst du zum nächsten.

So wächst dein Turm Klotz für Klotz. Genau das macht Generalisten so wertvoll.

Schau in höhere Führungsetagen, in das Management, in die Geschäftsführung. Dort findest du Menschen mit einem ultrabreiten Stack. Sie verstehen Finanzen, Vertrieb, Marketing, Content und Entwicklung. Überall ein gutes Fundament.

Die Summe der Bausteine macht den Unterschied. Sie führt zu besseren Entscheidungen, weil man unternehmerische Wechselwirkungen versteht. Man erkennt, welchen Einfluss die eigenen Entscheidungen auf andere Abteilungen und das Gesamtunternehmen haben. Diese ganzheitliche Sicht macht die besten Geschäftsführer aus.

Wenn du diesen Gedanken weiterdenkst, willst du deinen Marktwert systematisch steigern und in dich selbst investieren, statt früh in einer Nische zu verharren. Das zahlt direkt darauf ein, dein Lebenseinkommen zu steigern. Weitere praktische Anstöße findest du in den Karrieretipps für Ingenieure.

Häufige Fragen zum Skill Stacking

Was ist Skill Stacking? Skill Stacking bedeutet, mehrere wertvolle Fähigkeiten gezielt aufeinander zu stapeln, statt sich auf eine einzige zu spezialisieren. Jede Fähigkeit ist wie ein Holzklotz in einem Turm. Je breiter und höher der Stack, desto wertvoller wirst du im Berufsleben.

Warum sind Generalisten langfristig erfolgreicher? Generalisten kombinieren mehrere Fähigkeiten, die zusammen Synergien erzeugen. Wer in mehreren Bereichen zu den besten 20 % gehört, zählt insgesamt oft zu den besten 1 %. Diese ganzheitliche Sicht führt zu besseren Entscheidungen und öffnet mehr Türen.

Muss ich als Generalist starten? Nein. Du musst nicht als Generalist anfangen, aber du solltest als Generalist enden. Das Ziel deiner gesamten Laufbahn ist ein breiter Skill Stack. Wo du heute stehst, ist dabei zweitrangig.

Wie tief muss ich eine Fähigkeit beherrschen? Du musst kein absoluter Experte werden. Es reicht, ein Thema zu rund 80 % zu durchdringen und dann zur nächsten Fähigkeit überzugehen. So baust du Schritt für Schritt einen breiten Stack auf, der dich wertvoller macht als jeder Spezialist.

Bücher & Ressourcen aus der Folge

Cal Newport – So Good They Can’t Ignore You: Eines der besten Karrierebücher überhaupt. Newport erklärt, warum du Career Capital aufbaust, indem du wertvolle Fähigkeiten entwickelst, und wie du dieses Kapital gegen bessere Jobs eintauschst.

Mehr dazu in meinen Buchempfehlungen zu Karriere.

Mehr zum Thema

Diese Folge gehört zum Thema Karriere.

Transkript

Herzlich willkommen zu Podcast-Folge Nummer 120: Skill Stacking. Warum Generalisten langfristig gefragter und erfolgreicher sind.

Ich kann mich hier gleich outen. Ich bin auf jeden Fall ein ganz klarer Generalist. Das bin ich mein ganzes Leben lang gewesen. Und wir arbeiten im Mentoring auch mit sehr vielen Generalisten zusammen. Mit ganz vielen Wirtschaftsingenieurinnen und Wirtschaftsingenieuren.

Gerade diese Woche habe ich mit jemandem telefoniert, der Wirtschaftsingenieurwesen studiert hat. Er sagte diesen Wortlaut: Das Ganze ist Fluch und Segen zugleich. Das höre ich immer wieder. Ich kann dir schon vorwegnehmen: In dieser Folge zeige ich dir, warum das ein Segen ist. Warum dich das langfristig gefragter und erfolgreicher macht, was deine berufliche Laufbahn anbelangt.

Ich möchte mit dem Thema Mythos Spezialisierung starten. Der Glaube lautet: Um beruflich erfolgreich zu sein, muss man sich spezialisieren und eine Fähigkeit bis zur Perfektion beherrschen. Diese Idee ist unfassbar weit verbreitet. Und sie ist definitiv irreführend.

Es gibt einen klassischen, eingängigen Karriere-Rat. Er lautet: Es ist ideal, als Generalist ins Berufsleben zu starten, in den ersten Berufsjahren Erfahrung zu sammeln und sich dann irgendwann auf eine Branche oder ein Feld zu spezialisieren, um Expertenstatus zu erlangen und unterm Strich das Maximale aus dem persönlichen Einkommen herauszuholen.

Dazu kann ich nur sagen: Es ist gut, ein Generalist zu sein. Aber man muss damit nicht unbedingt anfangen. Viel wichtiger ist, dass man als Generalist endet. Ziel und Zweck der gesamten Karriere ist, dass du Generalist wirst, wenn du es heute noch nicht bist. Und wenn du es heute schon bist, ist das überhaupt kein Problem. Denn genau das sollte das Ziel deiner beruflichen Laufbahn sein.

Warum ist es so wertvoll, ein Generalist zu sein? Damit komme ich zum Kern dieser Folge, zum Begriff Skill Stacking. Was heißt Skill Stacking? Das ist im Bereich der Softwareentwicklung ganz geläufig. Es geht darum, wie dein Stack aussieht, also dein Turm. Du kennst das Spiel, bei dem man Holzklötze aufeinander stapelt. Das ist dein Stack. Und jeder dieser Holzklötze hat eine Beschriftung: eine Fähigkeit.

In der Softwareentwicklung ist es ein Klassiker, dass man relativ früh gefragt wird: Was ist eigentlich dein Stack? Also die Summe der Fähigkeiten, die du besitzt. Viele Menschen sind in einer Sache gut. Sagen wir, sie gehören in dieser einen Sache zu den besten 20 % aller Menschen der Welt. Davon gibt es eine ganze Reihe. Vielleicht hast du auch welche im Bekanntenkreis. In meinem Bekanntenkreis gibt es eine ganze Menge Leute, die in einer Sache wirklich gut sind.

Dünn wird es, wenn du schaust, wie wenige Menschen in mehreren Bereichen zu den besten 20 % gehören. Klar, viele Leute sind in einer Sache richtig gut. Aber wie viele Personen sind in zwei, drei, vier oder fünf Dingen wirklich gut? Da wird es schon deutlich dünner. Wer in mehreren Bereichen zu den besten 20 % gehört, gehört insgesamt wahrscheinlich auch zu den besten 1 %. Und da kommt die Magie rein.

Denn am Ende gibt es Synergieeffekte. Gerade auch in der Karriere. Umso größer dein Skill Stack ist, umso besser wird die Gesamtwahrnehmung deines Wertes. Am Ende geht es in der beruflichen Laufbahn darum, dass man Mehrwert bietet und einen Wert für ein Unternehmen mitbringt.

An dieser Stelle kann ich ein Buch von Cal Newport empfehlen. Er spricht viel davon, dass du Career Capital aufbaust. Mit jedem Baustein, den du deinem Stack hinzugewinnst, entwickelst du Career Capital, also deine Währung. Die kannst du im übertragenen Sinne eintauschen gegen einen besseren Job, gegen eine höhere Bezahlung. Das Buch heißt „So Good They Can’t Ignore You“ von Cal Newport. Eines der besten Karrierebücher, die ich jemals gelesen habe. Kann ich wärmstens empfehlen.

Genau dieser Gedanke steckt darin: Umso besser dein Skill Stack, umso mehr Career Capital sammelst du. Weil du Erfahrungen auf verschiedenen Ebenen machst, hast du Synergieeffekte. Und die kannst du eintauschen gegen bessere, vielfältigere Jobs mit mehr Gestaltungsmöglichkeiten, mit größerem Hebel. Klassische Führungskarrieren öffnen sich. Es öffnen sich mehr Türen in deiner beruflichen Laufbahn. Du erhöhst deine Chancen.

Ich komme zu einem Beispiel, was das im praktischen Sinne bedeuten kann. Stellen wir uns zwei Personen vor.

Einmal einen Entwicklungsingenieur, der sehr produktiv ist und effektiv arbeitet. Diese Person ist für jedes Unternehmen wertvoll. Keine Frage. Ein Entwicklungsingenieur, der super produktiv arbeitet, mitdenkt und effektiv ist, ist allgegenwärtig gefragt.

Schauen wir uns dagegen eine Entwicklungsingenieurin an, die ein bisschen mehr an den Tisch mitbringt. Ein umfangreicheres Skill Stack. Das kann bestehen aus dem Produktivitätsgedanken: Auch sie ist sehr produktiv und ein effektiver Mensch. Menschen mit Produktivitätsfähigkeiten können jedes Hindernis überwinden und alles lernen. Das ist eine Grundvoraussetzung. In diesem Skill sind die beiden auf Augenhöhe.

Jetzt bringt sie aber noch drei andere Skills mit. Zum einen Überzeugungskraft. Wer gut überzeugen kann, ist in so vielen Bereichen besser. Besser in der Führung, besser im Verkauf, im Führen von Gesprächen, darin, Vorträge zu halten, generell im öffentlichen Reden. Überall, wo es um den Umgang mit anderen Menschen geht und darum, andere für die eigenen Ideen zu begeistern, ist Überzeugungskraft unverzichtbar. Das ist der zweite Bestandteil auf ihrem Stack.

Der dritte Part kann das Thema Schreiben sein. Die Fähigkeit, die eigenen Gedanken in Worte zu fassen, erleichtert die Arbeit enorm. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Gerade in der Selbstständigkeit, durch die ganzen Beiträge und Newsletter, die ich geschrieben habe, habe ich meinen Schreibstil enorm verbessert. Dadurch kann ich mich viel klarer ausdrücken. Kommunizieren ist ein sehr wertvoller Meta-Skill. Wenn das der dritte Bestandteil auf ihrem Stack ist, macht sie das deutlich wertvoller.

Der vierte Bestandteil kann das Thema Psychologie sein. Ein grundlegendes Verständnis dafür, warum wir als Menschen tun, was wir tun. Das hilft, uns selbst und andere Menschen zu verstehen. Wichtig: Um diesen Skill aufzubauen, brauchst du kein Psychologe oder Therapeut zu werden. Es ist eine Fähigkeit, die grundlegend wichtig ist.

Hier ist viel zu häufig der Grundgedanke: Warum soll ich schreiben lernen, ich will doch kein Schriftsteller werden? Warum soll ich Psychologie lernen, ich will doch kein Psychologe werden? Warum sollte ich besonders gut überzeugen können, ich will doch gar nicht im Vertrieb arbeiten? Und das ist genau der Denkfehler.

Wenn du auf der einen Seite den Entwicklungsingenieur hast, der super smart im fachlichen Gebiet und super produktiv ist, dann ist das schon nicht schlecht. Aber auf der anderen Seite hast du diese Entwicklungsingenieurin mit dem deutlich umfangreicheren Skill Stack und den anderen Meta-Skills, die im ersten Moment vielleicht nicht den Anschein machen, besonderen Mehrwert zu bieten. In der Synergie ist diese Person deutlich wertvoller für das Unternehmen. Deutlich besser geeignet für Beförderungen, für anspruchsvolle Aufgaben, für Gestalterrollen, für Führungsrollen, sogar für höhere Führungspositionen.

Wer in vier oder mehr Bereichen besser ist als 80 % aller anderen Menschen, wird auf jeden Fall erfolgreicher sein als 99,9 %. Das sind natürlich nur grobe Werte, aber zum Verständnis: Ich hoffe, das ist einigermaßen klar geworden. Aus diesem Bild wird deutlich, warum es so wertvoll sein kann, langfristig sein Skill Stack aufzubauen.

Dahinter steckt, dass man sich nicht auf einen einzigen Bereich fokussiert und absoluter Spezialist und Experte wird. Sondern es kann super wertvoll sein, ein Thema zu 80 % zu durchdringen und dann zum nächsten Thema zu gehen und das zu meistern. So baust du Stück für Stück dein Skill Stack auf. Genau das ist es, warum Generalisten so unfassbar wertvoll sind.

Wenn du in höhere Führungsetagen schaust, in die Riege der Unternehmenslenker, in Management-Positionen, in die Geschäftsführung, dann findest du Leute mit einem ultrabreiten Skill Stack. Also einem sehr hohen Turm, um im Bild des Holzturms zu bleiben. Da sind eine ganze Reihe von Meta-Skills. Sie sind gut im Bereich Finanzen, sie können Vertrieb, Marketing, Content-Produktion und Entwicklung. Überall haben sie ein gutes Fundament.

Die Summe der Bausteine macht das so unglaublich wertvoll. Dadurch trifft man bessere Entscheidungen. Man versteht die unternehmerischen Wechselwirkungen besser. Auch die Auswirkungen eigener Entscheidungen auf das Gesamtunternehmen, auf andere Abteilungen, auf andere Personen. Das ist am Ende, was dich als Person so wertvoll macht. Für Unternehmen, für Führungskräfte und für Unternehmer.

Führungskräfte sehnen sich nach genau solchen Personen im Team. Genauso Unternehmer. Unternehmen brauchen solche Leute, denn das sind die Personen, die die besten Geschäftsführer ausmachen. Mit einem hohen Skill Stack, der dazu führt, dass sie ganzheitlich denken und an die Dinge herangehen.

Das soll es für diese Folge gewesen sein. Ich hoffe, ich habe dir einen kleinen Einblick gegeben, warum es so wertvoll sein kann, ein Generalist zu sein. Und warum dich das langfristig gefragter und erfolgreicher macht. Da gehört noch eine ganze Menge mehr dazu, aber das war ein kleiner Gedanke zum Thema Skill Stacking. Ich hoffe, es waren zwei, drei Impulse für dich dabei. Liebe Grüße aus Hamburg, dein Tim.

Danke fürs Lesen. Mehr praktische Ideen erhältst du in meinem beliebten Newsletter. Jede Woche versende ich 3 Ideen an über 3.500 ambitionierte Ingenieure. Trage dich jetzt ein und schließ dich uns an.

Über den Host

Tim Schmaddebeck entwickelt ambitionierte Ingenieure zu strategischen Leadern. Er ist Autor von No Zero Days und schreibt über Karriere, Führung und Strategie.

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