Ich saß in der letzten Reihe. Ganz vorne stand der Geschäftsführer. Ein Semester lang hatte er mich mit seinen Storys über Lean Management, Leadership und Unternehmertum inspiriert und begeistert.
Mein Herz pochte.
Meine Hände schwitzten.
Die Vorlesung neigte sich langsam dem Ende und ich wiederholte diese eine Frage immer und immer wieder in meinem Kopf.
Mein Körper sagte mir eindeutig: Tu es nicht.
Doch ich wusste, dass ich es machen musste.
Ich musste ihm diese Frage stellen …
Es gibt viele Arten von Glück auf der Welt.
Das beste Glück ist Who Luck.
Who Luck ist das Glück auf eine Person zu stoßen, die deinen Werdegang maßgeblich verändert – eine Person, die an dich glaubt, dich antreibt, dir Orientierung und wichtige Ratschläge gibt.
Es braucht nur einen solchen Menschen, um dein Leben für immer zu verändern.
Who Luck ist der größte Hebel für einen außergewöhnlichen Berufsweg.
Die meisten Ingenieure denken, Glück im Berufsleben ist ein reines Zufallsprodukt.
Das ist es nicht.
Glückliche Zufälle sind häufig das Ergebnis gezielter Aktionen oder jahrelanger Arbeit. Chancen lassen sich kreieren. Wer jede Woche 1-2 neue Personen kennenlernt, wird mehr glückliche Zufälle im Berufsleben haben, als die Person, die „keine Zeit zum Netzwerken“ hat.

Mein Blick ging zur Uhr an der Wand. 16:30 Uhr – das Ende der Vorlesung.
Meine Nervosität war kaum zu toppen.
Ich packte meine Unterlagen zusammen, wartete, bis meine Kommilitonen den Raum verließen und ging nach vorne.
„Haben Sie eine Minute?“
Ich bedankte mich bei ihm.
Dann stellte ich die Frage:
„Ich würde gerne für Sie und Ihr Unternehmen arbeiten – was muss ich dafür tun?“
Er schaute mich an und grinste.
Damals war mir nicht klar, welche Tragweite ein solcher Moment haben kann.
2014 war ich ein stiller Ingenieur, ohne klare Richtung.
3,5 Jahre später war ich Betriebsleiter.
Nochmal 3 Jahre später Geschäftsführer eines jungen, aufstrebenden Unternehmens.
Ich habe mich zum Intrapreneur entwickelt – ein Skillset, das mir nie wieder jemand nehmen kann.
Und das nur dank dieses einen Moments.
Vielleicht war es mein größter Glücksfall, einen Mentor zu finden, der für mich da war, mich unterstützt und mir den zusätzlichen Schub an Selbstvertrauen gegeben hat, den ich brauchte.
Doch Glück braucht noch eine weitere Zutat.
Eine Zutat, die Sam Altman, der CEO von OpenAI, so ausdrückt:
